Slowake gewinnt 64. GP Citta di Camaiore

Sagan kommt in Schwung

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Peter Sagan (Cannondale) gewinnt den 64. GP Citta di Camaiore. | Foto: ROTH

28.02.2013  |  (rsn) - Peter Sagan (Cannondale) kommt für die anstehenden Frühjahrsklassiker in Schwung. Der 23 Jahre alte Slowake gewann am Donnerstag nach überstandener Bronchitis das erstmals im Februar ausgetragene italienische Traditionsrennen GP Citta di Camaiore (Kat. 1.1) und feierte seinen bereits dritten Saisonsieg, nachdem er Mitte Februar zwei Etappen der Oman-Rundfahrt gewonnen hatte.

Sagan verwies nach 183 Kilometern rund um die toskanische Stadt Camaiore die beiden Italiener Diego Ulissi (Lampre-Merida) und Rinaldo Nocentini (Ag2R) auf die Plätze zwei und drei. Vierter wurde der US-Amerikaner Matthew Busche (RadioShack-Leopard) vor dem Italiener Mauro Santambrogio (Vini Fantini) und der dem kolumbianischen Vorjahressieger Miguel Angel Rubiano (Androni-Giocattoli). 

„Dieser Sieg kam sozusagen Schritt für Schritt. Ich habe gemerkt, wie sich meine Verfassung während des Rennens immer weiter verbessert hat. Das Rennen war genau richtig, um wieder den richtigen Rhythmus zu finden und um meine Form zu verbessern", so Sagan, der am Wochenende auch bei der Strade Bianche am Start stehen wird. „Mit dem Sieg will ich nicht zu viele Erwartungen wecken und mir keinen Druck für das Rennen aufladen. Ich werde sehen, wie wettbewerbsfähig ich bin. Das Rennen ähnelt einem belgischen Klassiker, deshalb wird man auch etwas Glück brauchen", erklärte der dreifache Tour-Etappensieger.

Zufrieden zeigte sich auch der zweitplatzierte Ulissi. „Ich habe mich gut gefühlt und mein Teamkollege Michele Scarponi hat toll für mich gearbeitet. Leider konnte ich am Ende Sagan nicht ganz folgen", sagte Ulissi nach dem Rennen.

Platz sieben ging an seinen italienischen Teamkollegen Francesco Reda, gefolgt vom Russen Denis Mentschow (Katusha) und den beiden Italienern Giampaolo Caruso (Katusha) und Moreno Moser aus Sagans Cannondale-Team. Der Schweizer Jonathan Fumeaux (IAM Cycling) belegte Rang 17.

Bestimmt wurde das Rennen über weite Strecken von einer Ausreißergruppe mit dem US-Amerikaner Taylor Phinney (BMC), dem Russen Maxim Belkov (Katusha), dem Portugiesen Pedro Paulinho (Ceramica Flaminia) und den beiden Italienern Alessandro Proni (Vini Fantini) und Stefano Agostini (Cannondale).

Bis zu sechs Minuten betrug der Abstand zwischen Spitze und Feld, doch auf dem sechs Mal zu durchfahrenden Rundkurs mit dem bis zu elf Prozent steilen Monte Pitoro waren die Ausreißer nach einer langen Flucht von fast 170 Kilometern kurz vor dem Finale wieder gestellt.

Bei der letzten Überquerung des Monte Pitoro versuchten die Rundfahrtspezialisten wie Vincenzo Nibali (Astana), Michele Scarponi (Lampre-Merida) oder Mentschow, den Slowakischen Meister abzuschütteln, um eine Sprintankunft zu vermeiden. Doch auch Nibalis letzte Attacke in der Abfahrt wurde von Sagan pariert. Der Cannondale-Kapitän konnte zudem auf die Hilfe von Moser bauen, so dass er letztlich keine Mühe hatte, seinen dritten Saisonsieg einzufahren.

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