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10.05.2013 | (rsn) – Adam Hansen hat einen Tag vor seinem 32. Geburtstag den größten Sieg seiner Karriere gefeiert. Der Australier vom Team Lotto-Belisol vollendete im strömenden Regen an der Adria-Küste eine fast 150 Kilometer lange Flucht und setzte sich als Solist mit 1:07 Minute Vorsprung auf die erste Verfolgergruppe durch. Dieser gehörten neben dem Zweitplatzierten Enrico Battaglin (Bardiani Valvole – CSF Inox) und dem Drittplatzierten Danilo Di Luca (Vini Fantini) auch fast alle Favoriten auf den Gesamtsieg an – bis auf Bradley Wiggins (Sky).
Der Tour-Sieger von 2012 stürzte auf nasser Straße während der Abfahrt vom letzten Anstieg des Tages rund sieben Kilometer vor dem Ziel und konnte den Anschluss zur Konkurrenz danach nicht mehr herstellen.Wiggins verlor 1:32 Minuten auf Titelverteidiger Ryder Hesjedal (Garmin-Sharp), Vincenzo Nibali (Astana) sowie die anderen Favoriten und erreichte das Ziel in der zweiten großen Gruppe gemeinsam mit dem bisherigen Träger des Rosa Trikots, Luca Paolini (Katusha).
Der Italiener war am letzten Berg zurückgefallen und musste deshalb die Gesamtführung an den Spanier Benat Intxausti (Movistar) abgeben, der nun fünf Sekunden vor Nibali und acht Sekunden vor Hesjedal an der Spitze liegt.
Hinter Battaglin und Di Luca komplettierten Mauro Santambrogio (Vini Fantini), Damiano Caruso (Cannondale), Cadel Evans (BMC), Stefano Pirazzi (Bardiani Valvole – CSF Inox), Arnold Jeannesson (FDJ), Pieter Weening (Orica-GreenEdge) und Hesjedal die Top Ten des Tagesklassements.
Hansen, der bislang nicht durch eigene Erfolge sondern hauptsächlich als erstklassiger Helfer - unter anderem von André Greipel - bekannt war, hatte sich gemeinsam mit fünf weiteren Fahrern nach rund 30 der 177 Kilometer zwischen San Salvo und Pescara vom Hauptfeld abgesetzt und im bergigen Finale der Abruzzen-Etappe nacheinander auch all seine Begleiter abgehängt.
„Gerade in Ausreißergruppen bin ich kein allzu schlechter Kletterer. Diese Etappe hatte ich für mich schon im Vorhinein herausgepickt und wollte heute unbedingt in der Gruppe sein“, erklärte der Allrounder, der im vergangenen Jahr alle drei großen Landesrundfahrten bestritten hatte.
Und seine Qualitäten bewies Hansen eindrucksvoll, denn zuletzt konnte auch der kleine Kletterer Emanuele Sella (Androni Giocattoli) dem Tempo des Australiers an den steilen Rampfen nicht mehr folgen. Wie Wiggins stürzte auch Sella im Finale und wurde deshalb von den Verfolgern noch eingeholt. Weil der Italiener aber die ersten beiden Bergwertungen des Tages gewonnen und Hansen somit einige Punkte weggeschnappt hatte, verhinderte er trotzdem einen Doppelschlag des Lotto-Profis. Der nämlich verpasste um nur zwei Zähler die Übernahme des Blauen Trikots des besten Kletterers, das erneut Giovanni Visconti (Movistar) verteidigte.
Im Roten Trikot des Punktbesten fährt weiterhin der Brite Mark Cavendish (Omega Pharma – Quick-Step), der auf dem bergigen Weg nach Pescara früh abgehängt worden war. Am Samstag geht es beim Giro d'Italia mit einem 55 Kilometer langen Einzelzeitfahren zwischen Gabicce Mare und Saltara weiter.
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