Ster ZLM Toer: Sieg gegen Greipel und Cavendish

Kittels „Warm up" für die Tour läuft ganz nach Wunsch

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Marcel Kittel nach seinem Sieg auf der 3. Etappe der Etappe der niederländischen Ster ZLM Toer. | Foto: ROTH

15.06.2013  |  (rsn) – Kittel vor Greipel und Cavendish – gegen einen solchen Zieleinlauf bei der einen oder anderen Etappe der Tour de France hätte der Erfurter ganz sicher nichts einzuwenden. Bei der Generalprobe zur Frankreich-Rundfahrt lief es für Marcel Kittel und seinen Sprintzug jedenfalls schon mal sehr vielversprechend.

Auf der 3. Etappe der niederländischen Ster ZLM Toer verwies der 25-Jährige seinen beiden großen Konkurrenten im Sprint recht deutlich auf die Plätze und konnte in Buchten seinen bereits zwölften Saisonerfolg bejubeln. „Dieser Sieg gegen André und Cav gibt Moral. Das Warm up auf die Tour läuft bislang sehr gut. Auch wenn das jetzt alles noch Vorgeplänkel ist: Gewinnen ist immer schön“, kommentierte Kittel auf seiner Website den Ausgang der Etappe, der ihm zudem das Gelbe Trikot des Gesamtführenden und das Grüne Trikot des besten Sprinters einbrachte.

Nachdem am Donnerstag ein Abstimmungsfehler im Argos-Sprintzug eine bessere Platzierung als Rang fünf verhindert hatte, klappte aber auch gestern nicht alles nach Wunsch, denn drei Kilometer vor dem Ziel ging Luka Mezgec aus dem Argos-Sprintzug zu Boden. Vom Malheuer des Slowenen zeigten sich dessen Teamkollegen allerdings unbeeindruckt.

„Er sollte an Position vier fahren, aber wir konnten improvisieren und Luka ist bis auf die obligatorischen Schürfwunden zum Glück auch nichts passiert“, erklärte Kittel. „Der Leadout war dann nahezu perfekt. Ich habe nur Marcel Sieberg noch vor mir reingelassen, sonst wäre es weit bis ins Ziel geworden. 200 Meter vor dem Ziel habe ich dann meinen Punch rausgeholt, alles was ging aufs Pedal gebracht und, ich glaube, auch deutlich gewonnen. Jetzt gilt es, die Trikots zu verteidigen“, kündigte er selbstbewusst an.

Das dürfte auf der heutigen Ardennenetappe, die unter anderem die Redoute im Programm hat, nicht ganz einfach werden, ist das profil doch maßgeschneidert für die Klassikerspezialisten. Ganz aussichtslos sind die Sprinter aber nicht, wie das Ergebnis des letztjährigen Belgien-Abstechers beweist: Die Etappe von Verviers nach La Gileppe gewann nämlich Lars Boom (Blanco) vor Mark Cavendish (Omega Pharma-Quick-Step).

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