Tour de Suisse: Frank behauptet vor EZF das Gelbe Trikot

Sagan leicht und locker zum zweiten Etappensieg

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Peter Sagan (Cannondale) gewinnt die 8. Etappe der Tour de Suisse. | Foto: ROTH

15.06.2013  |  (rsn) – Peter Sagan (Cannondale) hat sich bei der Tour de Suisse die letzte Chancen für die Sprinter nicht nehmen lassen und seinen zweiten Tagessieg eingefahren. Der Slowakische Meister entschied am Samstag die 8. Etappe der über 180,5 Kilometer von Zernez nach Bad Ragaz im Sprint einer rund 40 Mann starken Spitzengruppe leicht und locker vor dem Italiener Daniele Bennati (Saxo-Tinkoff) und Weltmeister Philippe Gilbert (BMC).

Damit gelangen dem 23 Jahre alten Sagan in den vergangenen drei Jahren nicht weniger als acht Etappensiege bei einer Schweiz-Rundfahrt. „Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg und danke meinem Team für die perfekte Arbeit. Moreno Moser und Damiano Caruso haben sich für mich am letzten Anstieg ins Zeug gelegt. Wir haben gezeigt, dass wir bereit für die Tour de France sind“, erklärte der Etappengewinner, der sich von seinem eigens angereisten Fanclub in Bad Ragaz feiern lassen konnte.

Der Schweizer Michael Albasini (Orica-GreenEdge) auf Rang vier, sein Landsmann Martin Elmiger (IAM) belegte den sechsten Platz. Bester Deutscher war Simon Geschke (Argos-Shimano) als Zehnter.

Vor dem entscheidenden Zeitfahren am Sonntag gab es an der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Veränderungen Der Schweizer Mathias Frank (BMC) behauptete seinen Vorsprung von 13 Sekunden auf Titelverteidiger Rui Costa (Movistar). Auf Platz drei folgt der Tscheche Roman Kreuziger (Saxo-Tinkoff/+0:23) vor dem Franzosen Thibaut Pinot (FDJ/+0:44), dem Niederländer Bauke Mollema (Blanco/+0:46) und Franks Teamkollegen Tejay van Garderen (+1:17).

„Es ist eine schwierige Aufgabe, aber ich bin zuversichtlich. Ich habe im Zeitfahren gute Fortschritte gemacht“, sagte Frank mit Blick auf die entscheidende letzte Etappe. „Ich hoffe auf ein gutes Resultat. Mit dem langen Anstieg am Ende wird es speziell. Mir als Kletterer kommt das entgegen", so der Träger des Gelben trikots zuversichtlich.

Robert Vrecer (Euskaltel-Euskadi) holte sich das Bergtrikot von Pinot zurück, das der FDJ-Profi auf der Könisgetappe erobert hatte. Der Slowene steht damit als Gewinner der Bergwertung fest, ebenso Sagan als Sieger in der Punktewertung.

Der Schweizer Reto Hollenstein (IAM), der Italiener Manuele Mori (Lampre-Merida), der Franzose Maxime Bouet (Ag2r) und Vrecer bildeten die Ausreißergruppe des Tages, die sich mehr als fünf Minuten an Vorsprung herausarbeiten konnte. Vrecer sicherte sich die Bergwertung am Julierpas und folgte Hollenstein, als der 25 Kilometer vor dem Ziel attackierte, wogegen Bouet und dann auch Mori wieder ins Feld zurückfielen, das den vier Ausreißern schon im Nacken saß.

Auch wenn der Lokalmatador alles daran setzte, zumindest noch bis zum St. Luzisteig an der Spitze zu bleiben, stellte das von Movistar angeführte Feld schließlich auch Hollenstein bei Kilometer 164 und damit noch deutlich vor der letzten Bergwertung des Tages, die 6,3 Kilometer vor dem Ziel abgenommen wurde.

Im Anstieg und der folgenden kurzen Abfahrt vereitelten Sagan und seine Helfer alle Attacken, unter anderem von Andreas Klöden (RadioShack-Leopard) und Gilbert.

Im Zielsprint hatte der Cannondale-Kapitän keine große Mühe, mal wieder alle seine Konkurrenten hinter sich zu lassen. Gilbert etwa half es auch nichts, dass sich sogar Franbk an der Sprintvorbereitung beteiligte. „Wenn jemand im Gelben Trikot für dich arbeitet, ist das auf jeden Fall speziell. Sie haben mich gut für den Sprint positioniert. Aber Sagan und Bennati waren sehr schnell", resümierte der 30-jährige Belgier.

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