Slowakischer Meister mit vielen Tour-Optionen

Sagan: Erst das Gelbe, dann das Grüne Trikot

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Peter Sagan (Cannondale) | Foto: ROTH

28.06.2013  |  (rsn) – Kein Zweifel: Den Auftakt der 100. Tour de France werden auf Korsika die Sprinter unter sich ausmachen. Während Mark Cavendish (Omega Pharma-Quick-Step) oder auch die beiden Deutschen André Greipel und Marcel Kittel (Argos-Shimano) wohl nur diesen einen Versuch haben werden, um das Gelbe Trikot zu erobern, sieht sich Peter Sagan (Cannondale) in der komfortablen Lage, sich auch an einem der beiden folgenden Tage, wenn es über deutlich schwereres Terrain geht, an die Spitze der Gesamtwertung zu katapultieren.

„Es könnte schon morgen klappen oder auch nicht, es könnte sich auch als ein schlechter Tag herausstellen. Wir werden sehen. Was immer auch passiert, ich kann es (das Gelbe Trikot, d. Red.) auch am Tag danach schaffen oder noch später im Rennen“, sagte Sagan am Freitag auf einer Pressekonferenz. Doch der 23 Jahre alte Slowake betonte, dass sein großes Ziel das Grüne Trikot sei, dass er nach 21 Etappen auf den Champs Elysees in Paris tragen möchte.

„Nachdem ich im vergangenen Jahr bei meiner ersten Tour das Grüne Trikot gewonnen habe, habe ich dieses Jahr ein noch größeres Ziel: dieselben Sachen, aber mit mehr Erwartungen im Hinblick auf das Grüne Trikot“, erklärte Sagan, der ebenso wie Cavendish und Greipel auch im Trikot des Nationalen Meisters in Porto Vecchi an den Start gehen wird.

„Letztes Jahr habe ich gehofft, es gewinnen zu können…Dieses Jahr wissen wir, dass es möglich ist und wir haben ein Team zusammengestellt, um es zu verteidigen“, erläuterte der Slowakische Meister, der vom größeren Druck sprach, den er spüre, aber „auf der anderen Seite bin ich auch entspannter.“

Und wie um diesen Widerspruch zu erläutern, fügte er wie ein Routinier mit zehn Tour-Teilnahmen im Rücken an „Schwer zu sagen, was im Rennen passieren wird. Es wird eine Schlacht von Anfang bis Ende. Es ist fast unmöglich, die Tour ohne Probleme durchzustehen. Jeder Fahrer hat einen schlechten Tag. Vielleicht werde ich überhaupt keine Etappe gewinnen oder vielleicht auch viele.“

Auf die erste Variante würde wohl niemand tippen.

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