Cookson verdient weniger als McQuaid

UCI geht Reformen an

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UCI-Präsident Brian Cookson bei seiner ersten Pressekonferenz in Florenz. | Foto: ROTH

29.10.2013  |  (rsn) - 32 Tage ist es her, dass Brian Cookson in Florenz zum neuen Präsidenten der UCI gewählt wurde. Nun hat der Brite auch seine ersten Sitzung im Management-Komitee des Weltverbandes geleitet, und sich anschließend zufrieden geäußert: „Der heutige Tag war wichtig für die UCI, weil wir einige Dinge in Gang gebracht haben, um das Vertrauen in den Verband wiederherzustellen und den Sport voranzubringen“, so Cookson in einer Pressemitteilung.

Die UCI gab neben dem Gehalt des neuen Präsidenten (340.000 Schweizer Franken, siehe unten) auch bekannt, dass der Mann, der Cooksons Wahlkampf-Kampagne leitete, zum UCI-Generaldirektor berufen wurde: Martin Gibbs.

Wichtig war Cookson aber vor allem, dass „wichtige Entscheidungen in Sachen Frauen-Radsport, zur internationalen Weiterentwicklung und zur Installation eines völlig unabhängigen Anti-Doping-Organs sowie bezüglich der Kommission zur Feststellung von Fehlverhalten innerhalb der UCI getroffen wurden“. Außerdem sei begonnen worden, die UCI-Konstitution zu überarbeiten. All diese Punkte waren auch Bestandteil des Wahlprogramms des 62-Jährigen.

Konkret wurde unter anderem beschlossen, dass sämtliche Teile des UCI-Doping-Kontrollsystems hinsichtlich ihrer Effizienz überprüft werden sollen. Die Dokumentation dieser Überprüfung soll anschließend als Ausgangspunkt für die Installation des angestrebten unabhängigen Anti-Doping-Organs im Jahr 2014 dienen.

Um Fehltritte von Cooksons Vorgängern sowie anderen UCI-Mitarbeitern aufzudecken, wird die UCI weiterhin mit der WADA und anderen Interessengruppen darüber beraten, wie das Gerüst der wiederum dafür vorgesehenen Kommission aussehen soll. Darüber hinaus entschied das Management-Komitee, dass eine Kommission für Internationale Weiterentwicklung gebildet wird.

Eine weitere Kommission wird sich, wie ebenfalls von Cookson bereits im Rahmen seiner Wahl angekündigt, unter dem Vorsitz von UCI-Vize-Präsidentin Tracey Gaudry um den Frauen-Radsport kümmern. Diese Kommission soll zunächst ihre Mitglieder ernennen und dann Ziele für 2014 formulieren, sowie bis zum Ende diesen Jahres Empfehlungen geben, wie der Frauen-Radsport vorangebracht werden kann.

Außerdem wurde im Rahmen der Sitzung außerdem das Gehalt des neuen UCI-Präsidenten festgelegt. Cookson wird 340.000 Schweizer Franken (275.000 Euro) verdienen. Das seien 110.000 Schweizer Franken weniger als es für den damaligen Präsidenten Pat McQuaid zum Zeitpunkt der Wahl Ende September noch gab, betonte der Weltverband in seiner Pressemitteilung.

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