RSN Rangliste, Platz 6: Gerald Ciolek (MTN-Qhubeka)

Triumph in San Remo krönte ein außergewöhnliches Jahr

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Gerald Ciolek (MTN-Qhubeka) | Foto: ROTH

21.12.2013  |  (rsn) – Anfangs wurde Gerald Cioleks Wechsel vom WorldTour-Team Omega Pharma-Quick Step zum neu formierten Zweitdivisionär MTN- Qhubeka kritisch beäugt. Doch schon nach den ersten Wochen der Saison war klar, dass der Pulheimer die richtige Entscheidung getroffen hatte. Beim von Jens Zemke geleiteten Rennstall aus Südafrika war der ehemalige U23-Weltmeister uneingeschränkter Kapitän und fand wieder zu alter Stärke zurück.

Insgesamt fünf Siege fuhr Ciolek in diesem Jahr ein, wobei der Triumph bei Mailand-San Remo alles überstrahlte. Es war der erste Erfolg eines deutschen Fahrers seit Erik Zabel im Jahr 2001. „Wir hatten eine super Saison. Gerade mein Sieg in San Remo hat uns schon zu Beginn des Jahres viel Aufmerksamkeit gebracht und auch auf die gesamte Saison gesehen haben wir unsere Ziele übertroffen“, sagte der 27-Jährige zu radsport-news.com.

Ciolek wollte seinen Sieg beim ersten großen Klassiker des Jahres, der aufgrund von Regen, Schnee und einer deswegen erforderlichen Rennunterbrechung in die Annalen eingehen wird, aber nicht überbewerten. „Radsport ist eine schnelllebige Welt. Klar bleibt der Sieg für immer in den Palmares stehen, aber schon drei Tage später wurden die Karten neu gemischt und ich stand beim nächsten Rennen am Start, daher ändert so ein Sieg weniger als man annimmt“, erklärte er.

Weitere Siege ließ der Sprinter - gleichmäßig verteilt von März bis September - bei den Drei Tagen von Westflandern, der Bayern-Rundfahrt, der Österreich-Rundfahrt und der Tour of Britain folgen. „Ich bin ein sehr konstantes Jahr gefahren“, konnte Ciolek folgerichtig feststellen.

Der U23-Weltmeister von Salzburg 2006 hatte aber auch allen Grund, die Entwicklung seiner zum Teil sehr unerfahrenen Teamkollegen zu loben. „Zu sehen, wie sich eine solch junge, teils unerfahrene Mannschaft innerhalb eines Jahres entwickelt, das war schon ein Highlight“, so der Kapitän, der für sich persönlich im Jahr 2013 nur zwei Enttäuschungen verkraften musste. „Für das Rennen in Hamburg hatte ich mir sicherlich mehr ausgerechnet als nur Rang 21“, sagte der Zweite der Cyclassics 2012. „Und außerdem werde ich gerne die WM gefahren.“

Für das Jahr 2014 wollte Ciolek noch keine konkreten Ziele benennen. „Ich würde gerne so weitermachen wie in der Vorsaison. Wenn das klappt, dann bin ich zufrieden“, fügte er an.

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