Brite nach Etappensieg neuer Gesamtführender

Yates holt in der Türkei zurück, was Albasini daheim verliert

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Adam Yates (Orica GreenEdge) ist neuer Gesamtführender der Türkei-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

02.05.2014  |  (rsn) - Bei der Tour de Romandie musste Michael Albasini das nach seinem zweiten Etappensieg errungene Führungstrikot nach nur einem Tag wieder abgeben. Dafür eroberte seinTeamkollege Adam Yates bei der Türkei-Rundfahrt mit seinem ersten Profisieg die Spitze der Gesamtwertung.

„Es ist noch gar nicht zu mir durchgedrungen", konnte der 21-jährige Brite seinen doppelten Coup auf der 183 Kilometer langen Etappe von Bodrum von Selcuk gar nicht so recht fassen. Den Sieg hatte sich Yates, dessen Zwillingsbruder mit einem Schlüsselbeinbruch bereits ausgeschieden ist, im vier Kilometer langen Schlussanstieg mit einer Attacke kurz vor der 1000-Meter-Marke gesichert.

Der Neoprofi rettete auf den letzten Metern einen kleinen Vorsprung von zwei Sekunden auf die beiden Italiener Davide Formolo (Cannondale) und Davide Rebellin (CCC Polsat) ins Ziel. Der Abstand auf den viertplatzierten Rein Taaramae (Cofidis) betrug sogar sieben Sekunden, was ausreichte, um dem Esten das Führungstrikot abzuluchsen. „Ich hatte vorgehabt, etwa einen Kilometer vor dem Ziel zu attackieren und konnte es super in die Tat umsetzen", war Yates mit sich zufrieden

Auch wenn sein Vorsprung vor den beiden letzten Etappen gerade einmal eine Sekunde Taaramae beträgt, so ist der junge Brite optimistisch, die Gesamtwertung auch für sich entscheiden zu können - zumal nur noch Flachetappen anstehen.

„Wenn alles nach Plan verläuft und wir hier die Rundfahrt gewinnen, dann wird mir dies ganz schön viel bedeuten", sagte Yates. Sollte es tatsächlich soweit kommen, dann hätte er die Freiheiten, die ihm das Team in der Türkei gab, perfekt genutzt.

„Wir wissen welch Potenzial in Adam steckt und wollten ihm die Chance auf einen Etappensieg geben. An die Gesamtwertung hatten wir dabei nicht gedacht", erklärte der Sportliche Leiter Laurenzo Lapage. „Jetzt wollen wir die Führung aber auch verteidige.

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