Kalifornien: Zeitfahren sortiert das Klassement vor

Wiggins und Co. müssen vor den Bergankünften Zeit herausholen

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Bradley Wiggins (Sky) | Foto: Cor Vos

12.05.2014  |  (rsn) - Schon am zweiten Tag der Kalifornien-Rundfahrt wird Gesamtwertung gemacht. Am heutigen Montag findet auf einer Wendepunktstrecke mit Start und Ziel in Folsom nordöstlich von Sacramento das 20,1 Kilometer lange Einzelzeitfahren statt - neben den Bergankünften am Mount Diablo am Dienstag und dem Mountain High am Freitag wohl das wichtigste Teilstück im Kampf um das Gelbe Trikot.

Besonders im Fokus stehen dabei der britische Zeitfahr-Olympiasieger Bradley Wiggins (Sky) und der US-Hoffnungsträger Taylor Phinney (BMC) sowie der Australier Rohan Dennis (Garmin-Sharp). Sie dürften den Tagessieg unter sich ausmachen.

„Ich fühle mich superstark“, gab Phinney nach der 1. Etappe rund um Sacramento zu Protokoll, während der er sich vorübergehend gemeinsam mit Wiggins in einer Spitzengruppe zeigte, die sich an der Windkante vom Hauptfeld abgesetzt hatte. Doch während es für Phinney in erster Linie um den Zeitfahrerfolg geht, sind für die anderen beiden auch die Zeitabstände von Bedeutung.

Denn sowohl Wiggins als auch Dennis ist es zuzutrauen, in den Bergen mit den besten Kletterern um den Gesamtsieg zu kämpfen. Ein weniger optimistisches Ziel würden die britischen Fans von ihrem ersten Tour-de-France-Sieger sicherlich auch nicht akzeptieren. Doch Wiggins bewies mit seinem Vorstoß am Sonntag bereits, dass er es ernst meint, als sein Sky-Team es war, dass durch eine harte Tempoverschärfung für den Riss im Feld sorgte.

„Bradley war mit Luke (Rowe) in der ersten Gruppe, und das war gut zu sehen“, erklärte der Sportliche Leiter Kurt-Asle Arvesen. „Er ist ganz klar gut unterwegs.“ Dass Wiggins im Zeitfahren um den Sieg kämpfen wird, scheint klar. Die Frage ist aber, ob er auch genug Zeit herausholen kann, um in der Gesamtwertung bis Sonntag um Platz eins kämpfen zu können. Das letzte Mal, dass der 34-Jährige  bei einer Bergankunft weniger als eine Minute auf den Sieger verlor, war beim Giro del Trentino 2013 vor mehr als einem Jahr.

Es wird also umso interessanter zu sehen, wie nah Kletterer wie Peter Stetina (BMC), Laurens Ten Dam (Belkin) oder der Gesamtdritte des Vorjahres, Janier Acevedo (Garmin-Sharp), an die Zeiten von Wiggins und Co. in Folsom herankommen - mit Sicherheit jedenfalls näher als ein Mann, der die Strecke am Vormittag im Jedermann-Rennen unter die Räder nahm: UCI-Präsident Brian Cookson.

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