Trotz Platz sechs beim Velothon „sehr unzufrieden"

Willwohl konnte in Berlin seinen Beinen keinen freien Lauf lassen

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Willwohl konnte in Berlin seinen Beinen keinen freien Lauf lassen"
Will Willwohl (LKT Brandenburg) | Foto: radsport-news.com

19.05.2014  |  (rsn) – Auf Platz sechs war Willi Willwohl (LKT Brandenburg) am Sonntag bester Deutscher bei der 4. Austragung des Garmin Velothons (1.1) in Berlin. Dennoch hielt sich die Freude darüber beim 19-jährigen Sprinter doch eher in Grenzen. „Ich war sehr unzufrieden, da ich gestern sehr sehr gute Beine und mich sehr gut gefühlt hatte“, sagte Willwohl zu radsport-news.com.

Dass es nichts mit einem Podiumsplatz wurde, führte er auf einen taktischen Fehler auf den letzten 300 Meter zurück. „Da hat mir doch etwas das Selbstvertrauen gefehlt. Ich wusste, dass ich schnell bin, aber leider habe ich zu lange gewartet, wurde eingebaut und konnte somit meinen Beinen keinen freien Lauf lassen“, so Willwohl, der von seinen Teamkameraden mustergültig am Hinterrad von Sam Bennett (NetApp-Endura) abgeliefert wurde.

Dabei verpasste der LKT-Kapitän den Antritt des späteren Siegers Raymond Kreder (Garmin-Sharp) auf der anderen Straßenseite. „Ich habe das zu spät realisiert und war deswegen nicht gleich an Kreders Hinterrad“, so Willwohl selbstkritisch.

Dennoch ist der sechste Rang – das gleiche Ergebnis übrigens wie bei Rund um Köln  – aller Ehren wert, zieht man vor allem die alles andere als optimale Vorbereitung in Betracht. Vor der Carpathian Tour in Polen, wo er die Auftaktetappe gewinnen konnte, war Willwohl krank. Und unmittelbar nach der Rundfahrt erwischte es ihn erneut. „Somit blieb mir nur eine Woche Training bis Berlin und die musste ich so gestalten, dass ich nicht überziehe, aber dennoch meine Form aus Polen behalte“, berichtete Willwohl, der am Sonntag noch leicht verschnupft am Start stand.

Künftig könnte der junge Sprinter einer der Sieganwärter des Hauptstadtrennens sein. „Ich möchte das Rennen in Zukunft unbedingt gewinnen. Ich war hier zum ersten Mal dabei und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefehlt. Ich freue mich schon auf`s nächste Jahr“, erklärte Willwohl, dem auch die flache Strecke liegt: „Ich beschwere mich keinesfalls, wenn kein Berg oder oder Wind auf der Strecke liegt. Ich habe auch kein Problem damit, wenn alle Fahrer frisch auf die Zielgeraden kommen.“

Die nächste Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen, bietet sich Willwohl in wenigen Tagen bei der Bayern-Rundfahrt, die er ebenfalls zum ersten Mal in Angriff nehmen wird. „Ich denke, dass es auf der 1. Etappe für mich am wahrscheinlichsten ist, eine gute Platzierung herauszufahren“, meinte er zu seinen Chancen.

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