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11.01.2015 | (rsn) – Heinrich Haussler hat sich erstmals in seiner Karriere bei den Australischen Meisterschaften den Titel im Straßenrennen gesichert. Der in Freiburg lebende IAM-Profi ließ am Sonntag auf dem Rundkurs in Buninyong nach 183,6 Kilometern im Sprint einer sechs Fahrer starken Spitzengruppe den aufstrebenden Neoprofi Caleb Ewan (Orica-GreenEdge) und Neil Van Der Ploeg (Avanti) hinter sich.
„Das bedeutet mir alles“, sagte der 30-jährige Haussler, der in Australien geboren ist, aber lange Jahre in Cottbus lebte und dort ausgebildet wurde. 2010 tauschte er die deutsche gegen die australische Staatsbürgerschaft. Nach seinem bisher erfolgreichsten Jahr 2009, als er eine Tour-Etappe gewann und jeweils Zweiter bei Mailand-San Remo und der Flandern-Rundfahrt wurde, lief allerdings nicht mehr viel zusammen. Erst mit seinem Wechsel zum damals neuen Schweizer Zweitdivisionär IAM ging es 2013 wieder langsam bergauf.
Den Triumph bei den australischen Titelkämpfen wertete Haussler deshalb als eine Art Comeback. „Als die Nationalhymne gespielt wurde, musste ich die Tränen zurückhalten. Ich hatte viele schlechte Jahre, in denen ich bei den Rennen abgehängt wurde und ich im Sprint nicht folgen konnte und dachte ‚Was ist da los?‘. Ich wusste, dass es irgendwann wieder kommen würde, aber ich musste harte Arbeit hineinstecken.“
Zeitfahrmeister Richie Porte (Sky), der für viele als Top-Favorit gegolten hatte, spielte in Buninyong keine Rolle und landete mit 52 Sekunden Rückstand auf den Sieger auf Rang 22. Titelverteidiger Simon Gerrans (Orica-GreenEdge) konnte aufgrund einer Verletzung nicht starten und wird auch bei der am 18. Januar beginnenden Tour Down Under seinen Gesamtsieg aus dem vergangenen Jahr nicht wiederholen können.
Beim ersten WorldTour-Rennen der Saison will Haussler, dessen Team seit diesem Jahr über eine WorldTour-Lizenz verfügt und deshalb sein Debüt bei der Rundfahrt durch Süd-Australien geben wird, seine Topform nun bestätigen und auf Etappenjagd gehen. „Ich will bei der Tour Down Under eine Etappe gewinnen. Es wird schwer, aber das ist das Ziel“, kündigte er an.