Co-Kapitän Geschke büßte im Schlussanstieg Zeit ein

Giant-Alpecin: Down Under-Doppelspitze auf Dumoulin reduziert

Foto zu dem Text "Giant-Alpecin: Down Under-Doppelspitze auf Dumoulin reduziert"
Tom Dumoulin (li.) und Simon Geschke (beide Giant-Alpecin) bei der Tour Down Under | Foto: Cor Vos

22.01.2015  |  (rsn) – Am dritten Tag der Tour Down Under hat das Gesamtklassement deutlichere Konturen angenommen. Und auch beim deutschen Team Giant-Alpecin hat sich aus der Doppelspitze ein alleiniger Kapitän herauskristallisiert, der sogar um den Gesamtsieg kämpfen kann. Als Dritter der 143,2 Kilometer langen Etappe von Norwood nach Paracombe, wo bei einer kleinen Bergankunft die Favoriten den Tagessieg unter sich ausmachten, rückte Tom Dumoulin nämlich auch auf Rang drei der Gesamtwertung vor.

Der Niederländer liegt nur neun Sekunden hinter dem Australier Rohan Dennis (BMC), der mit seinem ersten Saisonerfolg das ockerfarbene Trikot des Spitzenreiters übernahm, sieben Sekunden vor seinem Landsmann und Teamkollegen Cadel Evans, der Dumoulin im Sprint auf den dritten Platz verwies. p>

Dagegen büßte der Berliner Simon Geschke, der bei Giant-Alpecin als gleichberechtigter Co-Kapitän neben Dumoulin die Rundfahrt in Angriff genommen hatte, als Etappenzehnter einige Sekunden ein und wird nun im Gesamtklassment mit 23 Sekunden Rückstand auf Dennis auf Rang elf geführt. p>

Dabei musste Geschke seiner Attacke Tribut zollen, mit der er am Fuß des Schlussanstiegs das Finale eröffnet hatte. „Meine Beine waren sehr gut, weshalb ich nach ein paar hundert Metern attackierte“, beschrieb der 28-Jährige in seinem Tagebuch auf radsport-news.com die vorentscheidende Szene. „Wir wollten ja was probieren, und da Tom auch vorne war, wäre das ein guter Moment, dachte ich.“ Doch Geschke kam nicht weg, auch wegen Gegenwinds. Den „bemerkte ich leider zu spät, denn dann wäre ich wahrscheinlich sitzen geblieben.“ p>

So aber bildete sich kurzzeitig eine neue Spitzengruppe mit Dumoulin, Evans, dem Australischen Zeitfahrmeister Richie Porte (Sky) und dem Italiener Domenico Pozzovivo (Ag2R), zu der schließlich weitere Fahrer aufschlossen, darunter Dennis, der kurz darauf attackierte. „Ich habe dann auch angegriffen, konnte ihn aber nicht mehr stellen und wurde auf der Ziellinie noch von Evans überholt“, berichtete Dumuolin, der sich immerhin noch einige Bonussekunden sichern konnte und deshalb feststellte: „Ich bin mit meinem dritten Platz zufrieden.“

Zwar sprach Geschke in seinem Tagebuch davon, „als Doppelspitze mit Ziel Gesamtsieg noch mal anzugreifen“, doch geht es bei Giant-Alpecin zunächst darum, „Toms dritten Platz zu verteidigen“, so der Freiburger, der auf der 4. Etappe wieder Chancen für die schnellen Männer sieht und dabei natürlich seinen Teamkollegen Marcel Kittel im Blick hat. „Als Zugabe könnte Marcel morgen vielleicht noch für einen Etappensieg sorgen. Das Profil ist zwar nicht total flach, lässt aber einen Massensprint zu“, schrieb Geschke.

Mehr Informationen zu diesem Thema

26.01.2015Für Dennis ging beim Heimspiel ein Traum in Erfüllung

(rsn) – Es war knapp, aber es hat gereicht. Um zwei Sekunden hat Rohan Dennis (BMC) die Tour Down Under gewonnen und damit seine ersten Siege in einem WorldTour-Rennen eingefahren. Der 24-jährige A

26.01.2015Evans: „Ich hatte meine Zeit"

(rsn) – In seiner langen und erfolgreichen Karriere hat Cadel Evans (BMC) viele große Siege feiern können. Doch ausgerechnet bei seiner Heimatrundfahrt langte es für den ehemaligen Tour de France

25.01.2015Kittel aufgehalten, Wippert von Haussler nicht zu stoppen

(rsn) - Zu gerne hätte Marcel Kittel (Giant-Alpecin) die Tour Down Under so beendet, wie er sie begonnen hatte. Doch nach seinem Sieg im Auftaktkriterium am vergangenen Sonntag lief es eine Woche sp

25.01.2015Dennis und Wippert jubeln in Adelaide

(rsn) – Rohan Dennis (BMC) hat die 17. Tour Down Under gewonnen. Der 24 Jahre alte Australier verteidigte auf der letzten Etappe über 90 Kilometer durch Adelaide seinen Vorsprung von zwei Sekunden

24.01.2015Porte triumphiert am Willunga Hill, Dennis rettet sein Trikot

rsn) - Rohan Dennis (BMC) hat beste Chancen auf den Gesamtsieg bei der Tour Down Under. Doch auf der Königsetappe der Rundfahrt musste der Australier nicht nur aufgrund der Hitze mächtig schwitzen,

24.01.2015Porte Erster am Willunga Hill, Dennis vor Gesamtsieg

(rsn) - Rohan Dennis (BMC) nimmt einen knappen Vorsprung von zwei Sekunden mit auf die letzte Etappe der Tour Down Under am. Der 24-jährige Australier verteidigte auf dem fünften Abschnitt über 151

23.01.2015Selig: Mit Tempo 80 den Sprint zu früh gestartet

(rsn) – Rüdiger Selig war auf Platz sieben bester deutscher Profi auf der 4. Etappe der Tour Down Under, die über 144,5 Kilometer von Glenelg nach Mount Barker führte. Im Massensprint, der keiner

23.01.2015Von Hoff gibt Bewerbungsschreiben für die WorldTour ab

(rsn) – Von den drei australischen Teams bei der Tour Down Under ist ausgerechnet das kleinste das bisher erfolgreichste. Nachdem Jack Bobridge im Trikot der Nationalauswahl UniSA Australia den Auft

23.01.2015Chaos-Finale mit Highspeed-Sturz

(rsn) - Was für eine komische Etappe, jedenfalls nicht so ganz nach dem sonstigen Drehbuch. Erst gab es einen ziemlich langen Kampf um die Gruppe, bei dem mein Zimmerkollege Lawson Craddock, stürzte

23.01.2015Dennis bleibt Spitzenreiter, Von Hoff gewinnt Etappe

(rsn) - Die Australier haben bei der 17. Tour Down Under weiterhin alles im Griff. Während Vortagessieger Rohan Dennis (BMC) seine Gesamtführung verteidigte sorgte sein Landsmann Steele Von Hoff (Un

22.01.2015Dennis veredelt in Paracombe einen für BMC perfekten Tag

(rsn) – Die Gesamtwertung der 17. Tour Down Under bleibt weiter fest in australischer Hand. Auf der 3. Etappe musste Auftaktsieger Jack Bobridge (UniSa) zwar sein Führungstrikot nach zwei Tagen wie

22.01.2015Dennis landet Doppelschlag, Geschke wird Zehnter

(rsn) - Durch eine Attacke auf dem zehn Prozent steilen Schlusskilometer hat Rohan Dennis (BMC) die 3. Etappe der Tour Down Under gewonnen, die von Norwood über 143 Kilometer nach Paracombe führte.

Weitere Radsportnachrichten

19.07.2024Knackt Pogacar in den Alpen die Bestmarken von Merckx?

(rsn) – Auch bei der Tour de France 2024 wird der Name Eddy Merckx groß geschrieben. Allerdings nicht deshalb, weil der Belgier, der insgesamt fünfmal die Gesamtwertung des Rennens gewinnen konnte

19.07.2024Zeitlimit für Alpen-Etappen der Tour erweitert

(rsn) – Die Organisation der Tour de France hat für die beiden anstehenden Alpen-Etappen das Zeitlimit um jeweils drei Prozentpunkte erweitert. Somit dürfen die letzten Fahrer für die 144,5 Kilom

19.07.2024Liste der ausgeschiedenen Fahrer / 19. Etappe

(rsn) - 176 Profis aus 22 Teams sind am 29. Juni zur 111. Tour de France (2.UWT) angetreten, darunter acht Deutsche, je drei Österreicher und Schweizer sowie zwei Luxemburger. Hier listen wir auf

19.07.2024Alaphilippe auf dem Weg zu Q36.5?

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Profiradsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder R

19.07.2024Seine allerletzte Chance konnte Geschke nicht nutzen

(rsn) - Diese 111. Tour de France ist hart. Die Hitze, die kalten Tage dazwischen, die Schwüle, lange Transfers! Sie lässt keinen Platz für Sentimentalitäten. Erst recht nicht für Simon Geschke (

19.07.2024Campenaerts: Mit der Power der Vaterschaft zum Tour-Triumph

(rsn) – Es war einer der emotionalsten Momente dieser Tour de France: Noch im Ziel-Auslauf der 18. Etappe in Barcelonnette hatte Victor Campenaerts sein Smartphone in der Hand und sprach per Video-A

19.07.2024Am Tag der langen Anstiege dreimal über 2.000 Meter

(rsn) – Zwei Tage vor dem Finale der 111. Tour de France in Nizza steht ein Abschnitt für die Hochgebirgsspezialisten an. Auf den 144,6 Kilometern von Embrun ins Skigebiet nach Isola 2000 geht es g

18.07.2024Evenepoel aus dem Vertrag zu kaufen, ist für Denk keine Option

(rsn) - Im Sprinttempo verändert sich das deutsche Team Red Bull – Bora – hansgrohe, das seit dem Tour-Start um den neuen Hauptsponsor Red Bull finanziell enorm erweitert wurde. Flügel hat der

18.07.2024Zimmermann musste im entscheidenden Moment Federn lassen

(rsn) – Nachdem Biniam Girmay (Intermarché – Wanty) auf der 16.Tour-Etappe gestürzt  war, erhielten seinen Teamkollegen eine Art Fluchtgruppenverbot. Denn das Grüne Trikot, das bis dahin fest

18.07.2024Kwiatkowskis Attacke brachte van Aert ans Limit

(rsn) – Als sich nicht weniger als 36 Fahrer am ersten Anstieg dieser 18. Etappe der 111. Tour de France vom Feld absetzen konnten, hätten wohl nicht wenige Experten auf Wout van Aert (Visma – Le

18.07.2024Lorang: “Setzen Kohlenmonoxid-Test nicht systematisch ein“

(rsn) – In den vergangenen Tagen schlägt das Thema “Kohlenmonoxid“ hohe Wellen bei der Tour de France. Wie bekannt wurde, nutzen die Teams UAE Emirates, Visma und Israel – PremierTech Kohlenm

18.07.2024Vercher: “Man muss immer an sich glauben“

(rsn) – Victor Campenaerts (Lotto Dstny) hat aus einer ursprünglich fast 40 Fahrer starken Ausreißergruppe heraus in Barcelonette die 18. Etappe der 111. Tour de France (2. UWT) gewonnen. Nach 179

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Tour de France (2.UWT, FRA)