Frankfurter startet heute das Unternehmen WM-Sieg

Degenkolb: „Es sieht so aus, als sei ich der Kapitän"

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Bei der WM 2014 in Ponferrada (Italien) belegte John Degenkolb Platz neun im Straßenrennen. | Foto: Cor Vos

16.09.2015  |  (rsn) - Am heutigen Mittwoch beginnt für John Degenkolb (Giant-Alpecin) das Unternehmen WM-Gold. Der Frankfurter fliegt nach Richmond (USA), wo am  Sonntag die Weltmeisterschaften (20. - 27. Sept.) mit den Team-Zeitfahren von Frauen und Männern beginnen.

Der Sieg auf der abschließenden Etappe der Vuelta in Madrid hat dem Gewinner der Monumente Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix noch mal frischen Schub verliehen. „Das hat mir viel Motovation gegeben", sagte Degenkolb in einem Interview dem englischsprachigen Inernetportal cyclingnews.com. „Ich habe mich etwas erholt. Mittwoch fliege ich nach Amerika, wo ich mich auf dem Kurs abschließend vorbereiten will. Ich liebe lange Eintagesrennen und bin hundertprozentig auf die WM fokussiert."

Seine Zuversicht zieht er nicht nur aus seinem insgesamt 10. Etappensieg bei der Vuelta, sondern auch daraus, wie er in Spanien die Berge bewältigte. „Ich bin gut drauf. Es hilft, wenn man Rennen als Helfer fährt. Ich kam zum Beispiel gut über den großen Anstieg  der 18. Vuelta-Etappe", meinte der Giant-Star, der sich aber  vor dem Straßen-Rennen der WM (27. Sept.) nicht unter Druck setzen lässt:: „Ich bin in diesem Jahr völlig entspannt, meine Form ist gut und meine Ambitionen groß. Aber ich bin nicht der Top-Favorit. Da gibt es genug große Kandidaten. Ich werde mein bestes geben. Mal sehen, was ich tun kann."

Den WM-Kurs kennt er bisher nur von einem Streckenplan. Trotzdem glaubt er: „Es wird wohl keinen Massensprint geben. Bestenfalls einen Sprint wie bei der WM in Kopenhagen (2011, d.Red.) oder in Zolder (2002). Das würde mir entgegenkommen. Aber ich sage nicht, dass ich der Top-Favorit bin!"

Degenkolb fliegt so früh nach Virginia, weil er genug Zeit haben will, um sich an die Zeitverschiebung (+ sechs Stunden) zu gewöhnen. „Ich werde einige lange Trainingseinheiten absolvieren. Danach sollte ich bereit sein, um den Sieg mitzufahren", so Dder 26-Jährige.

Die Strategie des deutschen Teams scheint auch schon geklärt. Degenkolb gegenüber cycling-news.com: „Es sieht so aus, als sei ich der Kapitän. Der Leader im Rennen. Wir haben aber auch André Greipel. Er ist da, wenn es zum Massensprint kommt. So können wir von Plan A auf Plan B umschalten."

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