Team-Vorstellungen 2016

Team Roth - Offensive als Trumpfkarte

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Fahrer des Team Roth 2016 | Foto: Team Roth

22.02.2016  |  Mit großen Hoffnungen starten die Teams in die neue Saison. In einer Serie stellt radsport-news.com alle 18 Mannschaften der WorldTour, die Zweitligisten Bora-Argon 18 und Stölting Service Group aus Deutschland sowie das Team Roth aus der Schweiz vor.

Heute: Team ROTH

Nach einer erfolgreichen Premiere als Continental-Mannschaft hielt sich die Schweizer Roth-Equipe nicht lange in der dritten Liga des Radsports auf und löste für die Saison 2016 eine Lizenz für die zweite Division des Radsports. Für Erfolge sollen dort vor allem die Sprinter sorgen, darunter auch ein Neuzugang aus Deutschland.

Land: Schweiz
Hauptsponsor: Roth
Branche: Isolation, Brandschutz und Beschichtung '
Teamchef: Stefan Blaser
Radausrüster: Corratec
Fahrer im Aufgebot: 24

Rückblick 2015: Die erste Saison im Profi-Radsport verlief für den Schweizer Rennstall sehr erfreulich. Unter dem Namen Roth-Skoda konnte das Team vier Siege einfahren – zwei davon durch Sprintkapitän Andrea Pasqualon. Hinzu kamen 16 weitere Podiumsplatzierungen. Der größte Erfolg war sicherlich der Etappensieg von Pasqualon bei der zur Kategorie 2.1-zählenden Boucles de la Mayenne.

Ausblick 2016: Trotz des Aufstiegs in die zweite Liga verzichtete die Teamleitung darauf, große Namen zu verpflichten. Dennoch gab es einige Änderungen. So zog sich im Herbst zunächst Titelsponsor Skoda aus finanziellen Gründen zurück, dann trat Teamchef Roberto Marchetti im Winter aus gesundheitlichen Gründen zurück. Für ihn wurde Stefan Blaser, Chef der Roth-Gruppe, als neuer General Manager eingesetzt. Außerdem konnte Ex-Gerolsteiner-Profi Uwe Peschel als Sportdirektor gewonnen werden.

In sportlicher Hinsicht setzt der Schweizer Zweitdivisionär vor allem auf starke Schweizer und italienische Fraktionen, wobei Kapitän Pasqualon in den Sprints wieder für Furore sorgen soll. Bei Rennen der UCI Europe-Tour kann man dem Team sicher wieder das ein oder andere Top-Ergebnis zutrauen, wie es etwa Dylan Page, der mit einem dritten Rang im Rahmen der Mallorca-Challenge bereits sein Talent gezeigt hat.

In WorldTour-Rennen – hier hofft das Team vor allem auf Einladungen zu den Heimrennen Tour de Romandie und Tour de Suisse – wird man sich wohl auf Ausreißergruppen, TV-Minuten und Sonderwertungstrikots konzentrieren.

Die Stärke des Teams liegt ganz klar im Sprint. Neben Pasqualon und Page kann auch Neuzugang Grischa Janorschke – der einzige Deutsche im Team – ordentliche Ergebnisse herausfahren. Am Berg hofft man auf die ebenfalls neu zum Team gestoßene Doppelspitze David Belda und Routinier Bruno Pires.

Wichtigste Neuzugänge: Prominentester Zugang ist sicher der Schweizer Martin Kohler, der jahrelang für BMC in der WorldTour aktiv war und nach einer verkorksten Saison beim australischen Drapac-Team wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist, um dort an frühere Zeiten anzuknüpfen. Über WorldTour-Erfahrung verfügt auch der Österreicher Matthias Krizek, der nach zwei Jahren bei Cannondale 2015 für den österreichischen Drittdivisionär Felbermayr fuhr. Beide sollen gemeinsam mit Janorschke das Team anführen.

Ergebnisse erhofft sich das Management auch vom spanischen Kletterspezialisten David Belda, Der 30-Jährige gewann 2014 die Vuelta Castilla y Leon (2.1) und in der abgelaufenen Saison die Tour de Pays de Savoie (2.2). Mit dem Portugiesen Bruno Pires, der die letzten fünf Jahre bei Trek und Tinkoff fuhr, hat man zudem einen erfahrenen Kletterer ins Team geholt, der für Belda wichtige Helferdienste wird leisten können und gegebenenfalls auch selbst in Erscheinung treten kann.

Wichtigste Abgänge: Das Team Roth musste sich zwar von einigen Fahrern trennen, darunter befanden sich allerdings keine Leistungsträger. Nicht mehr zum Team gehören etwa die beiden Schweizer Silvan Dieterich und Gianluca Ocanha.

Aufgepasst auf … … Nicolas Baldo: Nach sieben Jahren im Continental-Bereich bekommt der Franzose nun endlich auf Provi-Niveau die Chancen sich zu zeigen. Sein Können zeigte der 31-Jährige in den vergangenen Saisons mit einer offensiven Fahrweise, die in zahlreiche Spitzenplatzierungen resultierte. So gewann Baldo zwei Mal das Eintagesrennen Paris-Mantes-en-Yvelines und wurde 2014 Zweiter der Czech Cycling Tour. Dem Allrounder ist durchaus auch auf größerer Bühnen ein erfolgreicher Ausreißercoup zuzutrauen.

Das Roth-Aufgebot im Überblick

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