Siebter Etappensieg in Luxemburg

Greipel souverän bei Oricas Sprint-Debakel

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Entschlossen zum dritten Sieg in Hesperingen: André Greipel (Lotto Soudal) | Foto: Cor Vos

02.06.2016  |  (rsn) - Das große Generationen-Duell ist im ersten Massensprint der Tour de Luxemburg in Hesperingen ausgeblieben: André Greipel (Lotto-Soudal) gegen Caleb Ewan (Orica-GreenEdge) - der 33-Jährige gegen den 21-Jährigen, darauf hatten sich Fans wie Veranstalter gefreut. Und auch in der Sprintvorbereitung machten ihre beiden Teams die Hauptarbeit, so dass alles auf den Showdown hinzulaufen schien.

Doch am Ende konnte Ewan den zwölf Jahre älteren Kontrahenten nicht annähernd ärgern. Greipel nämlich feierte nach 170,6 Kilometern souverän mit einer Radlänge Vorsprung vor dem Briten Adam Blythe (Tinkoff) und dem Belgier Amaury Capiot (Topsport-Vlaanderen) seinen siebten Etappensieg bei einer Luxemburg-Rundfahrt Ewan hingegen landete abgeschlagen auf Rang zwölf.

"Auf den letzten drei Kilometern war es auf den nassen Straßen ein bisschen gefährlich. Wir waren erst eineinhalb oder zwei Kilometern vor dem Ziel zusammen, auf der engen Straße bergab hatten wir auch ein etwas Gegenwind und da ist es nicht einfach, die Position zu behaupten, aber wir haben den Sprint so vorbereitet, wie wir es geplant hatten, das war sehr schön", kommentierte Greipel seinen den dritten Coup in Hesperingen.

Für Ewan wurde das Finale in Hesperingen zum Debakel. Der Sprint-Youngster landete sogar drei Positionen hinter seinem Teamkollegen Alexander Edmondson. Offensichtlich herrschte bei den Australiern keine Einigkeit, für wen gesprintet werden sollte. Nach dem Prolog nämlich waren Edmonson nur sieben und Ewan neun Sekunden vom Gelben Trikot entfernt.

Von Uneinigkeit wollte Orica-Sportdirektor Matthew White aber nichts wissen. “Die Jungs haben sich gegen den erfahrenen Zug von Lotto Soudal sehr gut geschlagen", sagte der Australier und erklärte das Malheur so: "Caleb war 500 Meter vor dem Ziel am richtigen Hinterrad, wurde dann aber eingebaut. Es ist enttäuschend, nicht das gewünschte Ergebnis zu bekommen.“

Mit einem Sieg hätten beide Australier dank Zeitbonifikationen das Gelbe Trikot von Prolog-Sieger Jean-Pierre Drucker (BMC) erobern können. So aber behielt der Luxemburger, der selbst auf Rang sechs spurtete, die Gesamtführung und liegt weiterhin drei Sekunden vor Maurits Lammertink (Roompot) sowie vier Sekunden vor Tom Bohli (BMC). Pieter Vanspeybrouck (Topsport-Vlaanderen) ist Gesamtvierter mit fünf Sekunden Rückstand und verpasste vier Bonifikationssekunden in Hesperingen nur, weil sein Teamkollege Capiot einige Zentimeter vor ihm die Linie überquerte.

"Ich bin glücklich, vor heimischem Publikum das Trikot verteidigt zu haben. Das war definitiv eine Etappenankunft für die starken Sprinter, deshalb bin ich froh, dass ich in der Verlosung dabei war und in der Gesamtwertung keine Zeit verloren habe", sagte Drucker nach seinem ersten Tag im Gelben Trikot.

Hinter dem 29-Jährigen spurtete Gerald Ciolek (Stölting) als zweitbester Deutscher auf Rang sieben ins Ziel, und auch Alexander Krieger (Leopard) zeigte nach Platz sieben im Prolog erneut eine gute Leistung und wurde Elfter.

Bevor es in Hesperingen zum erwarteten Sprint um den Tagessieg kommen konnte, hatten Etienne Van Empel (Roompot), Brice Feillu (Fortuneo Vital Concept) und Thomas Deruette (Wallonie Bruxelles) das Rennen bestimmt. Sie setzten sich kurz nach dem Start in Luxemburg-Stadt vom Peloton ab, fuhren aber nie mehr als vier Minuten an Vorsprung heraus - Druckers BMC-Rennstall zu Beginn und Greipels Lotto- sowie Ewans Orica-Mannen in der zweiten Rennhälfte hielten das Tempo im Feld hoch genug, um die Spitzenreiter in Reichweite zu halten.

Immerhin konnte das Trio aber die vier Bergpreise des Tages unter sich ausmachen, wobei der Belgier Deruette zwei Mal erfolgreich war und somit das Bergtrikot übernahm. Die letzten 54 Kilometer wurden auf einem drei Mal zu fahrenden 18-Kilometer-Rundkurs ausgetragen, auf dem der Vorsprung der Spitzenreiter zusammenschrumpfte, bis das Trio auf der Schlussrunde schließlich gestellt wurde.

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