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12.06.2016 | (rsn) – Das Warten auf einen Heimsieg bei Rund um Köln geht weiter. Zum 100. Jubiläum des rheinischen Klassikers standen die Chancen auf den ersten deutschen Erfolg seit 2006 zwar so gut wie lange nicht mehr. Doch nach 205,8 Kilometern musste sich Top-Favorit André Greipel (Lotto Soudal) im Sprint dem Niederländer Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo) geschlagen geben. Das Podium komplettierte mit Nikias Arndt (Giant-Alpecin) ein weiterer Deutscher.
„Bis 300 Meter vor dem Ziel war ich an Groenewegens Hinterrad gut platziert. Dann kam Renshaw und hat mich aus der Position geboxt. Das war nicht korrekt. Er wusste, dass er nicht gewinnen kann und dann macht er sowas“, sagte ein enttäuschter Greipel nach dem Rennen, dem wie 2010 nur Platz zwei blieb.
Hinter dem Italiener Kristian Sbaragli und dem Briten Mark Renshaw (beide Dimension Data) folgten mit Gerald Ciolek (Stölting), Pascal Ackermann (rad net Rose) und Phil Bauhaus (Bora Argon 18) drei weitere Deutsche in den Top Ten.
Ehe das Feld ins Rennen geschickt wurde, gedachten Fahrer und Zuschauer mit einer Gedenkminute des am Samstag an einer Krebserkrankung verstorbenen Rudi Altig. Danach sorgten mehrere Stürze in der Neutralisation für eine weitere Verzögerung, ehe sich schließlich kurz nach dem scharfen Start in mehreren Grüppchen insgesamt sechs Fahrer vom Feld absetzen, darunter mit Carl Soballa (LKT Brandenburg) und Mario Vogt (rad net Rose) auch zwei Deutsche.
Die Ausreißer konnten sich schnell einen Vorsprung von fünf Minuten herausfahren, ehe das Feld reagierte. Als es nach 111 Kilometern zum ersten Mal den Anstieg zum Schloss Bensberg hinaufging, war der Vorsprung des Sextetts bereits auf zwei Minuten reduziert. Er pendelte sich in der Folge dann aber um diese Marke herum ein. Vor der letzten Bergwertung – wiederum am Schloss Bensberg – lösten sich rund 35 Kilometer vor dem Ziel Clement Koretzky (Vorarlberg) und Manuel Senni (BMC) aus dem Feld und schlossen kurz darauf zur Spitze auf.
Lange blieben die Spitzenreiter aber nicht beisammen. Soballa, der schließlich die Sprintwertung gewann, Vogt, Senni und Peter Lenderink (Rabobank Development), der spätere Sieger der Bergwertung, schüttelten ihre Begleiter ab, doch bei der ersten Zieldurchfahrt nach 193 Kilometern war es schließlich um die Ausreißer geschehen und die Sprinterteams konnten auf den letzten zwölf Kilometern ihre Kapitäne in Position bringen.
Für Hektik im Feld sorgte kurzzeitig noch Taylor Phinney (BMC) der mit zehn Sekunden Vorsprung auf die 6,2 Kilometer lange Schlussrunde ging. Doch durch die Tempoarbeit von LottoNL-Jumbo war auch der US-Amerikaner wieder gestellt, so dass es zum erwarteten Massensprint kam, in dem Groenewegen mit einer Fahrradlänge Vorsprung triumphierte und seinen fünften Saisonsieg errang.
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