Taktischer Fehler kostete Medaille im Straßenrennen

U23-Meister Ackermann hält in Erfurt auch bei den Großen mit

Von Christoph Adamietz

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Das rad-net Rose-Team bei der Einschreibung zur Straßen-DM in Erfurt | Foto: Michael Deines/Promediafoto

27.06.2016  |  (rsn) - Den Meistertitel der U23 und Rang vier im Straßenrennen der Profis durch Pascal Ackermann, dazu die Plätze zwei und drei im Einzelzeitfahren der U23 durch Jan Tschernoster und Marco Mathis - das Team rad-net Rose blickt auf eine ausgesprochen erfolgreiche Woche zurück.

"Wir haben uns als Mannschaft inzwischen sehr weiterentwickelt", befand Sportdirektor Ralf Grabsch, dessen Schützling Ackermann am Sonntag zum krönenden Abschluss im 212 Kilometer langen Straßenrennen von Erfurt hinter den WorldTour-Fahrern André Greipel (Lotto Soudal), Max Walscheid (Giant-Alpecin) und Marcel Kittel (Etixx Quick Step) Vierter wurde.

Der knapp verpasste Sprung auf das Podest sorgte bei Grabsch für gemischte Gefühle, denn eine Medaille sei "definitiv möglich" gewesen, so der ehemalige Milram-Profi. So sah es auch Ackermann selbst. "Leider habe ich im Finale den Fehler gemacht, zu früh losgefahren zu sein. Das wird bei solchen Gegnern direkt bestraft und hat mich die Medaille gekostet", zeigte sich der 22-Jährige selbstkritisch.

Dennoch  konnte Grabsch eine positive Bilanz des Meisterschaftswochenendes ziehen. "Pascal ist wieder richtig toll gefahren und hat gezeigt, daß er zur Spitze gehört", erklärte er.

Über eine Medaille konnte sich zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften Teamkollege Tschernoster freuen. Der zweite Platz im U23-Zeitfahren in Streufdorf war für den 19-Jährigen gleichbedeutend mit dem Tagessieg im vierten Lauf der Rad-Bundesliga, da der neue U23-Meister Maximilian Schachmann (Klein Constantia) nicht für die Rennserie gemeldet hat.

Tschernoster verkürzte seinen Rückstand auf den Bundesliga-Spitzenreiter Marcel Fischer (Racing Students) auf 25 Punkte und hat nun Anfang August bei einem weiteren Zeitfahrwettbewerb sogar die Chance, die Gesamtführung zu übernehmen. "Ich denke, wenn es mir gelingt, nach der nun anstehenden Rennpause wieder ordentlich aufzubauen, habe ich durchaus die Chance auf die Gesamtführung. Es wäre schön, mal im Leadertrikot am Start zu stehen", sagte Tschernoster zu radsport-news.com.

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