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04.07.2016 | (rsn) - Nach den beiden hektischen Auftakt-Etappen holten die Profis bei der 103. Tour de France mal richtig tiiiief Luft. Langsamer als das langsamste Stundenmittel waren die 198 Fahrer unterwegs. Für die 223,5 Kilometer von Granville nach Anges benötigten sie sechs Sekunden weniger als sechs Stunden. Das ist ein gemütlicher Schnitt von 37,260 Kilometer pro Stunden. Und das bei einem Tagesabschnitt mit nur einer Bergwertung der 4. Kategorie. Die Fahrt war so relaxed, dass das medizinische Bulletin keinen einzigen Sturz vermeldete.
Das Bummeltempo lag an Armindo Fonseca vom französischen Zweitdivisionär Fortuneo–Vital Concept, der schon kurz nach dem Start alleine ausgerissen war. Niemand fühlte sich bemüßigt ihn zu unterstützen. Bis zu zwölf Minuten Vorsprung gestattete das Peloton dem Bretonen. 150 Kilometer radelte Fonseca alleine an der Spitze durch seine Heimat, bis sich Thomas Voeckler (Direct Energie) erbarmte und zu ihm aufschloss.
"Der Ausreißer hatte zwölf Minuten, dann sechs, dann fünf dann vier. Niemand wollte ihn einholen. Deshalb war es so langsam“, schilderte Peter Sagan (Tinkoff) den Nichtangriffspakt. Der Slowake genoss einen entspannten Tag im ersten Gelben Trikot seiner Karriere.
"Alle wussten doch, dass es drei Sprint-Teams im Feld gibt, die alle ernsthaften Attacken zunichte machen würden“, erklärte Rolf Aldag, Head of Performance im Dimension-Data-Team von Tagessieger Mark Cavendish. "Die drei Teams hätten neun bis zehn Fahrer aufgeboten, um alle ernsthaften Attacken zu entschärfen“, sagte Aldag und fügte an: "Außerdem gab es nur einen Berg der 4. Kategorie am Anfang, der keine Veränderung im Bergtrikot gebracht hätte. Deshalb ging es heute so langsam zu.“
Dafür ging dann auf den letzten Kilometern so richtig die Post ab.
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