"Richie Porte hat alle Freiheiten"

Tejay van Garderen: Konstanz als Vorteil?

Von Daniel Brickwedde

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| Foto: Cor Vos

11.07.2016  |  (rsn) Der erste Schlagabtausch in den Pyrenäen der 103. Tour de France hat noch keine großen Zeitabstände, aber schon einige Erkenntnisse gebracht. Auch beim amerikanischen Team BMC. Während Richie Porte im Schlussanstieg nach Andorra Arcalis mit Chris Froome (Sky) und Nairo Quintana (Movistar) mithalten konnte, musste sein Teamkollege Tejay van Garderen 38 Sekunden an Rückstand hinnehmen. Der US-Amerikaner flog damit aus den Top Ten und liegt aktuell auf Platz elf in der Gesamtwertung – allerdings nur 1:01 Minuten hinter Froome. Beunruhigt zeigt sich Van Garderen daher am ersten Ruhetag der diesjährigen Tour de France in Andorra nicht. „Es ist keine große Überraschung, dass ich gestern Zeit verloren habe. Ich setzte auf meine Konstanz. Viele Fahrer sind vielleicht im Moment noch ein wenig frischer, aber wenn deren Müdigkeit einsetzt, kann ich einige dieser Fahrer vor mir noch knacken“, so der US-Amerikaner auf einer Teampressekonferenz. Im Vorjahr lag der 27-Jährige am ersten Ruhetag noch auf Platz zwei der Gesamtwertung – lediglich zwölf Sekunden hinter Spitzenreiter Froome. Damals lagen die schweren Bergetappen aber noch vor den Fahrern. Deswegen hält Van Garderen auch mit seinem aktuellen Rückstand noch vieles für möglich. „Alles ist noch innerhalb einer Minute – und das ist wirklich unglaublich, wenn man bedenkt, wie viele Berge wir bereits gefahren sind. Die beiden großen Favoriten Froome und Quintana halten sich definitiv noch zurück, während andere dahinter bereits viel investiert haben“, sieht sich der 27-Jährige für den weiteren Verlauf der Rundfahrt im Vorteil. Am kommenden Donnerstag steht die Etappe mit der Ankunft am Mont Ventoux an, kurz darauf geht es in die Alpen. Die knappen Abstände werden für ein aggressives Rennen sorgen, ist sich Van Garderen sicher. „Ich denke, Froome wird nicht so defensiv bleiben und in die Offensive gehen, besonders am Ventoux. Es ist ein epischer Berg – und der einzige epische Berg dieser Tour. Jeder will dort gewinnen“, so Van Garderen. In diesem Jahr teilt sich Van Garderen seine Kapitänsrolle im Team mit Richie Porte. Der Tasmanier erlebte allerdings einen frühen Rückschlag, als er im Finale der 2. Etappe durch einen Defekt 1:45 Minuten verlor. Dennoch rückte Van Garderen nicht zum alleinigen Leader des Teams auf. Bei der Ankunft in Andorra ging Porte eigenen Ambitionen nach und blieb auf Tuchfühlung zu Froome, während van Garderen den Anschluss verlor. „Richie [Porte] hat alle Freiheiten selbst zu attackieren und Angriffe mitzugehen. Wenn wir beide uns gut fühlen ist das ein gutes Szenario für das Team und wir verdoppeln unsere Chancen in der Gesamtwertung“, erklärt Van Garderen die Teamhierarchie.

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