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24.07.2016 | (rsn) – Auf der letzten Bergetappe der 103. Tour de France kassierte Emanuel Buchmann zwar nochmals 9:10 Minuten Rückstand auf Tagessieger Ion Izaguirre (Movistar) und rund fünf Minuten auf die anderen Klassementfahrer. Im Gesamtklassement hatte das für den Kapitän des deutschen Bora-Argon18-Teams aber keine Auswirkungen mehr: Buchmann wird seine zweite Frankreich-Rundfahrt auf Rang 21 beenden, bei aktuell 47:40 Minuten Rückstand auf den Sieger Chris Froome (Sky).
Zwar fiel der 23-Jährige bereits im vorletzten Anstieg aus der Favoritengruppe heraus – um zwischenzeitlich wieder den Anschluss zu schaffen -, dennoch konnte Buchmann zumindest in der Wertung des besten Jungprofis noch eine Position gut machen und sich auf Rang drei verbessern. Grund dafür war der Einbruch von Warren Barguil (Giant-Alpecin). Der Niederländer kam mit knapp 20 Minuten Rückstand ins Ziel und fiel in der Nachwuchswertung noch auf Rang vier zurück.
"Heute war noch einmal ein richtig harter Tag von Anfang an. Ich hatte extrem schlechte Beine und musste mich den ganzen Tag quälen“, bilanzierte Buchmann die abschließende Kletterprüfung dieser Tour, bei der er im strömenden Regen auf seinen Teamkollegen Bartosz Huzarski bauen konnte. "Er war heute den ganzen Tag bei mir und hat mich unterstützt, ohne ihn hätte es heute wirklich schlecht ausgesehen und ihm habe ich einiges zu verdanken“, lobte der Deutsche Meister von 2015 den Routinier aus Polen, der unmittelbar hinter ihm auf Rang 35 ins Ziel kam.
Auch wenn es im Gegensatz zu seinem letztjährigen Debüt diesmal nicht mit einer Spitzenplatzierung auf einer der 20 Etappen klappte, konnte Buchmann zumindest das anvisierte Ziel im Gesamtklassement fast erreichen. "Sicherlich wäre mir Platz 20 lieber gewesen, aber mir hat einfach das nötige Glück gefehlt, um mit der richtigen Gruppe durchzukommen“, erklärte er, warum nicht mehr als Rang 21 drin war.
Dazu kam die Kapitänsrolle und die damit verbundenen Erwartungen, wie Buchmann anfügte: "Für mich war es heuer eine neue Situation, da ich doch letztes Jahr komplett ohne Druck gefahren bin und es egal war, wenn ich einmal ein paar Minuten verloren habe. Heuer musste ich bei jeder Etappe voll konzentriert sein und reinhalten, was natürlich einiges mehr an Kraft kostete", sagte er.
Zumindest die heutige Schlussetappe wird Buchmann entspannt bestreiten können, denn in Paris soll Teamkollege Sam Bennett zum Zug kommen. Der Ire hat sich seit seinem schweren Sturz zum Auftakt am Utah Beach durch die Tour gequält, um sich heute auf den Champs-Élysées mit den Sprinterkonkurrenten messen zu können.
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