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30.01.2026 | (rsn) – Im niederländischen Hulst werden vom 30. Januar bis 1. Februar die UCI-Weltmeisterschaften im Cyclocoross ausgetragen. Auf dem Programm stehen sieben Rennen, wobei das der Elite-Männer das Highlight und den Abschluss bildet. Wir stellen die Strecke vor.
Das erste Rennen dieser Cyclocross-WM in Hulst ist Geschichte und der im Vergleich zum Weltcup runderneuerte Kurs durfte sich bei bestem Wetter erstmals im Wettkampf präsentieren. Und schon bevor es mit dem Team Relay losging, wurden auf der Strecke beim Training fleißig Runden gedreht.
Dabei waren fast alle Athleten, inklusive Superstar Mathieu van der Poel, der einmal stürzte. Auch RSN war an der Strecke und erklärt die neuralgischen Punkte des WM-Kurses.
Die Luxemburgerin Liv Wenzel in der Team Relay | Foto: Kevin Kempf
Nach rund 600 Metern gibt es eine Traverse. Die ist zwar nicht lang, dafür aber extrem steil. Zwei verschiedene Linien wurden bis dato ins Gras gefahren und so bereitete die Abfahrt wenig Probleme. Wenn es aber noch regnen oder gar frieren und diese Passage glatt werden sollte, ist sie brandgefährlich.
Foto: Kevin Kempf
Nach der Traverse geht es komplett flach am Wasser entlang zum Laufanstieg. Der Anstieg ist ein richtiger Acker und deswegen nicht befahrbar. Auch im Training wurde nicht ernsthaft versucht, hier auf dem Rad nach oben zu kommen. Im Weltcup sorgte diese Passage als Abfahrt in den letzten Jahren für einige spektakuläre Stürze. Oben angekommen, geht es direkt an der bekannten Mühle vorbei.
Foto: Kevin Kempf
Geht es nicht hoch, dann geht es runter. Geht es nicht nach links, dann geht es nach rechts. Auf einigen hundert Metern wurde vor der Mühle ein regelrechter Spielplatz hergerichtet. Wirklich Zeit gewinnen kann man hier aber kaum, es muss mehr gesteuert als getreten werden. Interessant werden könnte es hier bei Nässe. Dann kann man in dieser Passage das Rennen zwar nicht gewinnen, sehr wohl aber verlieren.
Foto: Kevin Kempf
Direkt nach dem Spielplatz folgt die Abfahrt. Aus dem Weltcup war dieser Anstieg als die Mauer bekannt, die selbst zu Fuß immer wieder für große Probleme sorgte. “Da kann man einfach rollen lassen“, kommentierte Silas Kuschla die Stelle gegenüber RSN. Das gilt jedoch nur für gestandene Crosser, denn für Normalsterbliche wäre diese extrem steile Abfahrt ein großes Gesundheitsrisiko.
Foto: Kevin Kempf
Nach der ruhigeren Passage kommt dann, was in den letzten Jahren im Weltcup die steilste Abfahrt war. Bei der WM ist das Stück allerdings ein Anstieg. Der Hügel hat “Schlüsselstelle“ auf der sprichwörtlichen Stirn tätowiert. Zumindest die besten Elite-Männer haben ihn trotzdem - mit ganz viel Schwung von einer Brücke herab - alle relativ flüssig auf dem Rad absolviert.
Auch einige U23-Fahrer, allen voran Red-Bull-Rookie Michiel Mouris, sind hinaufgefahren. Da gab es allerdings schon größere Unterschiede. Bei den Frauen kam Puck Pieterse am weitesten, ein paar Meter bis nach ganz oben fehlten aber auch ihr. Obwohl die Strecke ziemlich trocken war, war bergab abspringen ein Problem.
Viele Fahrerinnen und Fahrer verloren das Gleichgewicht und hatten Mühe, nicht wieder bergab zu fallen oder zu rollen. Wenn ein Fahrer ins Stocken kommt, herrscht dahinter sofort unweigerlich Chaos. Der Untergrund und die Linien auf der rasend schnellen Anfahrt zum Hügel veränderten sich im Training im Minutentakt, was die Auffahrt mal leichter und mal schwerer machte.
Foto: Kevin Kempf
Nur wenige Sekunden später geht es wieder bergab. Und zwar erneut extrem steil. Eine Spanierin starrte bei der Besichtigung mehrere Minuten nach unten und rang offensichtlich mit sich selbst, bevor sie die Abfahrt wagte. Wie Kuschla verriet, befindet sich unten eine Schräge, was es sehr schwer macht, den richtigen Grip zu finden.
Bei den VIP-Zelten selbst hatte der Veranstalter gehofft, dass die Wiese so tief sein würde, dass dort ein großes Stück gelaufen werden müsste. Danach sieht es momentan aber nicht aus. So liegt im dem tiefst gelegenen Gebiet des Parcours der uninteressanteste und leichteste Teil der Strecke, der für die "sehr wichtigen Personen" mit zwei Balken geschmückt wurde. Von dort ist das Ziel noch einige Minuten entfernt, die Schwierigkeiten liegen aber allesamt hinter den Athleten.
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