Die 14. Etappe der Vuelta a Espana 2026

An der Sierra de la Pandera wird es richtig steil

Von Paul Grosch

Foto zu dem Text "An der Sierra de la Pandera wird es richtig steil"
| Foto: Cor Vos

20.08.2026  |  (rsn) – Die 14. Etappe endet mit einer Bergankunft an der Sierra de la Pandera. Der steile Anstieg war zuletzt 2022 Teil der Spanien-Rundfahrt. Damals gewann Richard Carapaz, während der spätere Gesamtsieger Remco Evenepoel etwas Zeit auf seine Konkurrenten verlor. Im Jahr 2026 ist die Etappe mit ihren 4170 Höhenmetern sogar noch schwerer. Der 1820 Meter hohe Anstieg endet an einem Aussichtspunkt bei einer ehemaligen militärischen Radaranlage, der Ausblicke bis in die Sierra Nevada ermöglicht.

Der Start erfolgt etwas außerhalb von Jaén. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz befindet sich im Tal des Flusses Guadalquivir, nördlich des Berges La Pandera, wo das Ziel ist. Die ersten etwa 80 Kilometer verlaufen östlich von Jaén über einige Wellen, nahe am Naturpark Sierra Mágina. Ist die Stadt erneut erreicht, biegt die Strecke in Richtung Süden ab.

Der Puerto de Los Villares war in der Vergangenheit oft der Anstieg direkt vor der Sierra de la Pandera. In diesem Jahr müssen die Fahrer jedoch zuerst noch eine Schleife über Castillo de Locubín, wo auch der Zwischensprint stattfindet. Über den Puerto de Locubín, an dem Bonussekunden vergeben werden, erreichen sie Valdepenas de Jaén. Statt der Hauptstraße biegt die Strecke auf die Muro de Valdepenas de Jaén ab. Die 600 Meter lange Rampe ist über zehn Prozent steil. Die Positionierung auf der engen Straße ist entscheidend.

Nach einer kurzen Abfahrt beginnt direkt der Schlussanstieg. Auf fast zwölf Kilometern beträgt die Steigung 7,5 Prozent. Die Bergwertung verläuft jedoch unregelmäßig. Fünf Kilometer vor dem Ziel beginnt der steilste Abschnitt des Anstiegs. Die folgenden vier Kilometer sind über zehn Prozent steil. Einen Kilometer vor dem Ziel folgt eine kurze, technische Abfahrt, bevor es flach ins Ziel geht. Dieses liegt direkt an einer alten US-Radarstation aus der Zeit des Kalten Krieges. Der Gipfel La Pandera liegt unweit davon und ist nur 50 Meter höher.

Am Schlussanstieg lassen sich die für die Vuelta typischen längeren, steilen Rampen finden. Wegen der hohen Steigungen sind auch größere Zeitabstände möglich. Die reinen Kletterer werden es auf dem welligen Terrain ohne tempofeste Teamkollegen erneut schwer haben. Mit Blick auf die Übergangsetappe am nächsten Tag ist das Interesse der GC-Teams am Tagessieg möglicherweise noch größer.

Die 14. Etappe der Vuelta a España kompakt:

Jaén – Sierra de la Pandera, 154,5 km, 4170 Höhenmeter

Startzeit: 13:33

Zielzeit: 17:31

Sprintwertung:
Castillo de Locubín (Kilometer 123,6)

Bergwertungen:
Puerto de Los Villares (Kat. 2, Kilometer 93,0)
Puerto de Locubín (Kat. 2, Kilometer 133,2)
Sierra de la Pandera (Kat. 1, Kilometer 154,5)

Das Streckenprofil der 14. Etappe | Foto: ASO

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