Profi-Radsport

"Rabobank-Kommission"

Rasmussen hätte die Tour nie fahren dürfen

12.11.2007 - Utrecht (dpa/sid/Ra) - Der Däne Michael Rasmussen ist nach Ansicht einer unabhängigen Kommission zu spät von der diesjährigen Tour de France ausgeschlossen worden. Es habe genug Gründe gegeben, seine Teilnahme von vornherein zu unterbinden, urteilte die von seinem niederländischen Team Rabobank eingesetzte Kommission in einem am 12. November veröffentlichten Bericht. Sie bezieht sich auf falsche Angaben des damaligen Tour-Favoriten über seinen Aufenthalt in der Zeit vor der Frankreich-Rundfahrt.

Es sei in jeder Hinsicht angemessen, davon auszugehen, dass Rasmussen damit unangemeldeten Doping-Kontrollen bewusst entgehen wollte. Kritik übte die Kommission an dem damaligen Manager des Rabobank-Teams, Theo de Rooij. Dieser habe viel zu spät reagiert.

"Das Rabo Cycling Team und sein Vorsitzender Theo de Rooij haben nicht angemessen auf die vielfachen Anzeichen von Rasmussens Verhalten vor der Tour reagiert", heißt es in dem Bericht. Der Rennstall hatte den Träger des Gelben Trikots erst in der letzten Woche der Rundfahrt wegen drei "missed tests" in der Saison 2007 aus dem Rennen genommen.

Kritik musste sich auch der Weltradsportverband gefallen lassen. Die UCI habe es laut des Vogelzang-Berichts versäumt, mit "Eindeutigkeit, Stärke und Glaubwürdigkeit" zu reagieren. Der Verband müsse hinsichtlich der Formulierung, Durchsetzung und Überwachung seiner Doping-Regularien professioneller werden.