Däne muss Schadenersatz zurückzahlen

Rasmussen 2007 zurecht von Rabobank fristlos gekündigt

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Michael Rasmusen (re.) bei der Tour de France 2007 | Foto: ROTH

25.06.2013  |  Amsterdam (dpa) - Michael Rasmussen ist laut einem Gerichtsurteil zurecht während der Tour de France 2007 fristlos vom damaligen Rabobank-Rennstall entlassen worden. Ein Gericht in Arnheim gab seinem früherem Arbeitgeber im Berufungsverfahren Recht. Der Däne muss nun den größten Teil von 700.000 Euro Schadenersatz, die ihm 2008 in erster Instanz zugesprochen worden waren, zurückzahlen.

Rabobank hatte Rasmussen als Träger des Gelben Trikots der Tour 2007 nach der 16. Etappe aus dem Rennen genommen. Der Däne hatte in der Vorbereitung auf die Frankreich-Rundfahrt mehrmals falsche Angaben über seine Aufenthaltsort gemacht und dafür insgesamt vier Verwarnungen kassiert. Im Juli 2008 war er schließlich rückwirkend zum 25. Juli 2007 für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt worden.

Der mittlerweile 39-jährige Kletterspezialist hatte gegen das erste Urteil Berufung eingelegt und rund 5,6 Millionen Euro Schadenersatz gefordert. Nach seiner Aussage wusste die Mannschaftsleitung von seinem Betrug. Das hatte auch der damalige Team-Arzt Jan-Paul Van Mantgem vor Gericht bestätigt. Der Aussage folgte das Gericht in Arnheim nun aber nicht. Rabobank habe glaubhaft gemacht, dass das Team erst in der letzten Woche des Rennens von Rasmussens Verfehlungen erfahren hatte, hieß es.

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