8. bis 10. Februar - Glattfelden/ Zürich - 180 km, 2750 hm - Rennbericht

Tortour Gravel: Hart - aber unvergesslich

Von Kathrin Ottiger

Foto zu dem Text "Tortour Gravel: Hart - aber unvergesslich "
Tyler Hamilton (l.) und Martin Elmiger, Gesamtsieger bei den Zweier-Teams | Foto: Tortour GmbH

11.02.2019  | 

180 Kilometer galt es in den drei Tages-Etappen der Tortour Gravel insgesamt zu bezwingen: Von Schnee und Eis ließen sich die 120 Radfahrer nicht abhalten und lieferten sich ein spannendes Rennen. Zum Schluss hatte der Zürcher Cyclocross-Profi Simon Zahner die Nase vorn und gewann die Männer-Gesamtwertung der Tortour Gravel mit knapp zehn Minuten Vorsprung vor Timon Rüegg und Lukas Winterberg.

Mit einem Rundkurs durch das Kieswerk von Glattfelden im Zürcher Unterland
startete die Tortour Gravel am vergangenen Freitag - und machte ihrem Namen gleich alle Ehre: "Gravel steht für Kies, und das war auch der häufigste Untergrund während allen Etappen", erklärt OK-Präsident Mario Klaus.

Kies wäre vielen auf manchen Strecken wohl lieber gewesen: Schnee und Eis waren  vor allem am Samstag die Realität. In den ersten beiden Etappen konnte Simon Zahner einen solch grossen Vorsprung herausfahren, so dass ihm am Schlusstag der dritte Rang reichte, um den Gesamtsieg nach Hause zu fahren, zum dritten Mal in Folge.

Lukas Winterberg gewann die dritte Etappe
vor Timon Rüegg - die beiden belegen die Plätze zwei (Rüegg) und drei (Winterberg) in der Gesamtwertung. Insgesamt brauchten sie für die 180 Kilometer über Schotter, Treppen und Schnee rund sechseinhalb Stunden.

Die schnellste Frau, Jutta Stienen, war gut acht Stunden unterwegs und gewinnt die Damen-Wertung der Tortour Gravel vor Veronika Heule und Maria Ossowska. Die Kategorie Herren Master entscheidet Stefan Maag für sich.

Neben den Cyclocross-Profis, die in der Solo-Kategorie
die ersten Ränge belegten, standen bei den Zweier-Teams zwei Ex-Straßen-Profis am Start: Der vierfache Schweizermeister im Straßenrennen, Martin Elmiger, nahm die Route zusammen mit dem Ex-US-Postal-Fahrer Tyler Hamilton unter die Räder. "It was great fun", so der 47-jährige am Finaltag begeistert.

Während beiden im Prolog ein Reifenschaden noch einen grossen Rückstand beschert hatte, konnten sie diesen in den folgenden Etappen wettmachen: Hamilton und Elmiger gewinnen die Kategorie der Teams, sechs Minuten vor Matthias und Dominik Hug.

Die Kategorie Mixed entscheiden Migg Scherrer
und Caroline Zollinger für sich. Abwechslungsreiche Strecken, harte Aufstiege und rasante Abfahrten hatten die Teilnehmenden der ersten Tortour Gravel zu absolvieren. Von Glattfelden bis in den Aargau und nach Schaffhausen führten die anspruchsvollen, aber schönen Strecken.

Ihre Beine werden die Teilnehmer wohl die nächsten Tage noch an die Strapazen erinnern. Länger dürften die Erinnerungen und Emotionen in den Köpfen weiterleben. Und die Finisher waren sich im Ziel einig: Es war hart. Aber herrlich...

Tortour Gravel
ist das erste mehrtägige Etappen-Rennen auf Schotterpisten und wurde bisher zweimal im Winter und einmal im Sommer als Tortour Cyclocross ausgetragen. Solo oder im 2er-Team absolvieren die Teilnehmenden insgesamt rund 180 Kilometer; Start und Ziel befinden sich im zürcherischen Glattfelden.

Tortour Ultracycling
ist das weltweit grösste mehrtägige Ultracycling-Event für Profi-Fahrer und ambitionierte Freizeitsportler. Das 1000-Kilometer-Nonstop-Radrennen über diverse Alpenpässe um die gesamte Schweiz wurde 2009 erstmals ausgetragen.

Kathrin Ottiger ist Pressesprecherin der Tortour GmbH.

Radsport-News-Redakteur Wolfgang Preß war bei den beiden langen Etappen der Tortour Gravel dabei. Sein Bericht dazu, und ein Gespräch mit Tyler Hamilton folgen morgen.
 

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