Neue Hilfe-Stiftung gegründet

Besi & Friends - Rad statt Rollstuhl

Von Joachim Logisch

Foto zu dem Text "Besi & Friends - Rad statt Rollstuhl"
| Foto: Besi & Friends

22.06.2019  |  (rsn) - Sie haben Multiple Sklerose, Rheuma, ALS, Diabetes, Querschnittslähmung, Morbus Crohn, Morbus Bechterew und andere schwere Erkrankungen – aber sie fahren Rad. Inzwischen sind es über 1.200 Menschen in ganz Europa, die im Trikot von Besi & Friends unterwegs sind. Seit Jahren unterstützen die Erkrankten und ihre Freunde Menschen, die das gleiche Schicksal wie sie haben. Bis 2018 wurden insgesamt mehr als 320.000 Euro an die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung gespendet, die sich für MS-Erkrankte einsetzt.

Nun haben Besi & Friends eine eigene Stiftung gegründet, um Menschen mit Autoimmun- und neurologischen Erkrankungen selbst noch besser unterstützen zu können. Sie stellt sich die Aufgabe, Betroffenen Lebensmut in ihrem Alltag schenken. Dabei werden insbesondere Maßnahmen begleitet, die die "Hilfe zur Selbsthilfe" fördern, so dass Betroffenen langfristig ein möglichst eigenständiges Leben ermöglicht werden kann.

So wie bei Andreas Beseler, dessen Krankheit erstmals 1992 auftrat (mehr zur Lebensgeschichte von Besi). Er legte den Grundstein von Besi & Friends 2013, als er nach Kanada flog, um über 3.800 Kilometer mit dem Rennrad zu fahren. Mit seiner Tour durch Kanada wollte er anderen Erkrankten Mut und Hoffnung machen. Besi fand Sponsoren, Interessenten und Unterstützer, die für jeden gefahrenen Kilometer einen Geldbetrag spendeten. Es kamen insgesamt über 26.000 Euro zusammen.

Durch diese Aktion und viele weitere wurden immer mehr Menschen auf den MS-Radfahrer aufmerksam und schlossen sich ihm an. Beseler: „Je größer die Gemeinschaft wurde, desto größer wurde der Wunsch nach einer festen Basis und einer gewissen Struktur. Nur so kann mitbestimmt werden, für wen und welche Förderung in Frage kommt. Als Stiftung können wir ganz anders auftreten.”

Die Arbeit hat schon begonnen. Auf ihrer Homepage erklärt die Stiftung, dass sich Menschen an sie wenden können, die durch neurologische oder Autoimmun-Erkrankungen in finanzielle Nöte geraten sind und Therapiemaßnahmen benötigen, die von den Kassen nicht bezahlt werden.

Es wird kein Bargeld ausgezahlt. Die Unterstützung kann zum Beispiel aus therapeutischen Maßnahmen, Umbauten am Haus, Anschaffungen von Fahrzeugen, Hebeliften, Rollstühlen oder andere notwendigen Dinge bestehen.

Um helfen zu können, sammelt die Stiftung Besi & Friends Geld bei ihren zahlreichen Sponsoren und bei Sportveranstaltungen ein. In einigen Wochen starten die Besi-Freunde die Aktion "Kilometer sammeln für den guten Zweck". Unter dem Motto "Friends on the move for charity" soll es allen Sportlern ermöglicht werden, mit jedem zurückgelegten Kilometer etwas für den guten Zweck zu tun. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob der Kilometer erradelt, erlaufen oder erschwommen wurden. Jeder kann mitmachen!

Mehr Infos gibt es hier auf der gestern freigeschalteten Homepage der Stiftung!

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