3. Juli 2020 - Kitzbühel/ Tirol - 216 km, 4600 hm - 4 Pässe

Kitzbüheler Radmarathon: “Aus der Breite entsteht die Spitze“

Foto zu dem Text "Kitzbüheler Radmarathon: “Aus der Breite entsteht die Spitze“"
| Foto: Felix Obermoser

21.11.2019  |  (rsn, mr) - Im kommenden Jahr wird in der Sportstadt Kitzbühel erstmals im Anschluss an die Österreich-Rundfahrt ein Marathon für alle ambitionierten Hobby-Radsportler organisiert - der Kitzbüheler Radmarathon. Und der hat es in sich: Die Strecke führt über 216 Kilometer und 4600 Höhenmeter, mit den Anstiegen Pass Thurn (1273 m), Gerlos-Pass (1682 m), Kerschbaumer Sattel (1111 m) und als Final-Anstieg das Kitzbüheler Horn (1670 m), der steilste Radberg Österreichs.

Die 72. Österreich-Rundfahrt findet im
kommenden Jahr von 27. Juni bis 3. Juli statt; zwei Tage nach dem Finale der Ö-Tour am Kitzbüheler Horn startet am 5. Juli 2020 der 1. Kitzbüheler Radmarathon. Die Idee hatten Bürgermeister Klaus Winkler und Tour-Direktor Franz Steinberger.

„Breiten- und Spitzensport gehören zusammen. Aus der Breite entsteht die Spitze, und wenn man eine gute Spitze hat, entwickelt sich auch die Breite. Das wollten wir mit dem Kitzbüheler Radmarathon zusammenführen, um den Radsport weiter voran zu treiben“, sagt Steinberger.

Der Tour-Direktor weiter: „Wir wollen eine professionelle
Veranstaltung hinlegen, die alle Teilnehmer begeistert. Wir haben das Ganze langfristig angelegt und wollen uns im Hobby-Radsport positionieren. Zudem bieten wir allen Startern die Möglichkeit, das Flair der Österreich-Rundfahrt hautnah mitzuerleben. Wo haben Hobbysportler sonst die Möglichkeit, Top-Profis bereits zwei Tage vor ihrem Rennen am Horn zu erleben?“

Mit einer Länge von 216 Kilometern und 4600 Höhenmetern wartet auf die Teilnehmer keine leichte Aufgabe. Auch Bürgermeister Klaus Winkler freut sich, dass seine Stadt Schauplatz des neuen Extrem-Radmarathons wird: „Kitzbühel  hat eine jahrzehntelange Tradition bei der Durchführung von Radsport-Veranstaltungen. Der Radmarathon ist eine perfekte Ergänzung in diesem Veranstaltungsreigen, und wird von uns bestens unterstützt und gefördert.“

Die 216-km-Runde beginnt in der Vorderstadt
von Kitzbühel, und führt  über den Pass Thurn in den Pinzgau auf die Gerloser Bundesstraße - mit wunderbarem Blick auf den Großvenediger und die Krimmler Wasserfälle, bevor es auf der neuen Alpenstraße des Gerlos steil hinauf geht. Mit zwei Pässen in den Beinen geht es Zillertal auswärts bis Bruck.

Die flache Fahrt hat ein Ende, wenn es den Kerschbaumer Sattel zu bezwingen gilt. Die Straße windet sich schmal und steil hinüber ins Alpbachtal. Dort  führt die Strecke weiter nach Brixlegg und Kramsach, zieht eine Schleife über Brandenberg, um nach Angerberg und über das Brixental zurück nach Kitzbühel zu kommen. Dort wartet er dann - der finale Anstieg auf den steilsten Radberg Österreichs: das Kitzbüheler Horn, mit einer Maximal-Steigung von 22,3 Prozent.

Die beiden Tiroler Radmarathon-Spezialisten
Nadja Prieling und Patrick Hagenaars schwärmen jetzt schon vom Kitzbüheler Radmarathon. Der Arm-amputierte Hagenaars, im Vorjahr Dritter beim Ötztaler Radmarathon, fährt auf jeden Fall mit: „Das ist klar, die Strecke führt ja direkt vor meiner Haustüre in Brixen vorbei. Und es wird eine richtige Herausforderung. Aber die Strecke ist für mich wie maßgeschneidert, vor allem mit dem Kitzbüheler Horn am Ende. Auch landschaftlich hat die Route einiges zu bieten.“

Nadja Prieling, die bisher drei Mal das Bergrennen Kitzbüheler Horn Bike Attack gewann, hat zwar ihr Rad kürzlich an den Nagel gehängt - aber: „Das ist ein extrem knackiger Marathon, und er wird in der Rad-Szene für Aufsehen sorgen. Ich habe meine Karriere zwar beendet, aber das würde mich schon reizen...“

Tirols Rad-Aushängeschild Thomas Rohregger
findet den Kitzbüheler Radmarathon genial: „Ein Großteil der Strecke führt durch meine Heimat-Region, verläuft auch durch Kramsach. Rund um das Kitzbüheler Horn feierte ich meine schönsten Erfolge, mit dem Etappen-Sieg und dem Streckenrekord bei der Österreich-Rundfahrt. Ich erwarte ein hartes Rennen durch das Tiroler Unterland, das sich für den Radsport sehr gut eignet. Auch die Verbindung mit Tirol und Salzburg finde ich gelungen.“

Am Freitag, 3. Juli 2020, beginnt das Programm im Anschluss an die 72. Österreich-Rundfahrt mit der Marathon-Messe im Sportpark. Am Samstag läuft dort Registrierung und Startnummern-Ausgabe, am Abend gibt's in Kitzbühel die Kitz & Pasta Party.

Der Startschuss am 5. Juli fällt um 6 Uhr
in der Vorderstadt. Auf die Teilnehmer warten viele Goodies: professionelle Betreuung, personalisierte Startnummern, eine Sonderwertung auf das Kitzbüheler Horn, viele Ehren- und Sachpreise, ein  Finisher-Trikot, Verpflegungsgutscheine und top-organisierte Labe-Stationen.

Natürlich gibt es auch einen Transport für Equipment und für alle, die den Marathon vorzeitig beenden müssen. Alle Teilnehmer können die Kitzbüheler-Horn-Bahn gratis nützen. Und von jedem Startgeld wird ein Euro an den Nachwuchsförder-Fonds des Österreichischen Radsport-Verbands gespendet.

Übrigens: Bis Jahresende (31. 12.) gibt's einen Frühbucher-Rabatt auf die Startgebühr. Die nächste Preis-Staffel läuft dann bis 30. März 2020.

 

Weiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößern

Weitere Jedermann-Nachrichten

04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl

Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa

02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium

227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes

30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream

(rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden

27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem

03.08.2026Team Strassacker: Vier Rennen - und viele Erfolge

Seit vielen Jahren zieht es das Team Strassacker traditionell Ende Juli in die "Grüne Hölle" der Eifel. Auf dem legendären Nürburgring starteten die Jungs des Teams dieses Jahr in unterschiedliche

30.07.2026Rad am Ring: Florian Christ triumphiert in der grünen Hölle

Meine Vorgabe als Team-Chef für das Rennen am Nürburgring war eindeutig: Individuelle Ziele werden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik gingen wir ins Rennen, denn das Ziel war: Am

27.07.20263Rides Gravel Winterberg: Zehn Stunden Vollgas auf Schotter

Drei Tage feinste Gravel-Action im Hochsauerland: Das 3Rides-Gravel-Etappen-Rennen lockte viele ambitionierte Radsportler/innen nach Winterberg, so auch das Team Strassacker. Auch wenn die anspruchsvo

07.07.2026Maratona dles Dolomites: Über sieben Pässe musst Du fahr´n...

Die Maratona dles Dolomites zählt seit vielen Jahren zu den prestigeträchtigsten Granfondos in Europa: 138 Kilometer, 4230 Höhenmeter, legendäre Dolomiten-Pässe wie Pordoi, Sella, Grödner Joch,

01.07.2026Granfondo Livigno: Teamwork auf den schönsten Alpenpässen

167 Kilometer, 4300 Höhenmeter und sieben Pässe – nur zwei Wochen nach dem für uns recht erfolgreichen SuperGiro Dolomiti folgte mit dem Granfondo Alé Livigno für neun Fahrer des Team VeloLease

30.06.2026Tour Transalp: Finale furioso am Lago

Die letzte Etappe der Tour Transalp führte uns von Lavarone nach Riva del Garda. Mit 85 Kilometern war sie etwas kürzer als die der vorherigen Tage, hatte mit rund 1850 Höhenmetern aber noch einmal

29.06.2026Gravel Vianden: Mit Knallgas an der Our

(rsn) - Gravel boomt - das sieht man auch in Vianden in Luxemburg: Das UCI Eislek Gravel Race zieht jedes Jahr mehr Starterinnen und Starter an. Am vergangenen Sonntag ging es auf einer 37-km-Runde mi

28.06.2026Tour Transalp: Zwei Zeitfahren auf einer Etappe

Die vorletzte Etappe der Transalp führte uns gestern von Semonzo nach Lavarone. Pünktlich um neun Uhr ging es auf die 126 Kilometer lange Strecke mit fast 2860 Höhenmetern - die mit einem besondere

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine