Irischer Ex-Pro Ronan McLaughlin - 7 h 4 min 41 sec

Neuer “Everesting“-Rekord: 23 Minuten schneller als Contador

Foto zu dem Text "Neuer “Everesting“-Rekord: 23 Minuten schneller als Contador"
| Foto: privat

07.08.2020  |  (rsn) - Gerade mal drei Wochen lang konnte sich Alberto Contador an seinem "Everesting"-Rekord vom 10. Juli erfreuen - bis am vergangenen Freitag der irische Ex-Profi Ronan McLaughlin am "Mamore Gap" eine neue Bestzeit für die 8848 Höhenmeter aufstellte: 7 Stunden, 4 Minuten und 41 Sekunden - ganze 23 Minuten schneller als "El Pistolero", immerhin siebenfacher Grand-Tour-Champion. "Hells 500", das Gremium, das die "Everesting"-Versuche regelt, hat den neuen Rekord bereits anerkannt.

Der 33-jährige McLaughlin fuhr einen 810 Meter langen, schnurgeraden Anstieg
am "Mamore Gap" in der Grafschaft Donegal in Nordwest-Irland, der 117 Höhenmeter mit im Schnitt 14 Prozent hat - insgesamt 62 Mal, mit einer Durchschnitts-geschwindigkeit von 17,4 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von 86,4 km/h.

Bereits zwei Wochen zuvor, am 12. Juli hatte McLaughlin am "Mamore Gap" einen Rekordversuch unternommen, in einer Zeit von 8 Stunden und 13 Minuten. Nun entschied sich der Ire jedoch für einen kürzeren, steileren Abschnitt des Anstiegs, um die erforderlichen 8848 Höhenmeter zu erreichen.

Ronan McLaughlin ist allerdings kein
"durchschnittlicher" Amateur, sondern ein ehemaliger Profi, der zwischen 2008 und 2013 für Sean Kellys Team An Post Chain Reaction fuhr. Er nahm mit Dan Martin und Nicolas Roche an den Straßen-Weltmeisterschaften 2012 in Limburg teil, und arbeitet nun als Rad-Trainer.

Vor diesem Hintergrund sind McLaughlins Leistungszahlen keine Überraschung - aber nicht minder beeindruckend: Seine gewichtete Leistung über den gesamte Rekordversuch betrug laut der Strava-Aufzeichnung des Rekordversuchs 299 Watt, mit einer maximalen Leistung von 703 Watt.

Und McLaughlin hatte sein Rad,
ein Specialized S-Works Tarmac SL6, für den Rekord massiv abgespeckt: nur drei Gänge, abgesägter Lenker, kein Flaschenhalter; der kleinste Gang war mit 39/ 32 übersetzt.

Dem Rad-Blog "CyclingTips" verriet McLaughlin nach dem Versuch: "Ich sehe mich in keiner Weise auf dem gleichen Niveau wie Contador. Aber wie Chris Boardman sagte, als er versuchte, den Stundenrekord von Eddy Merckx zu brechen: Jeder kann an seinem Tag und in seiner Disziplin Weltklasse sein."

McLaughlin weiter: "Das war mein Ziel -
zu beweisen, dass, egal ob man zweimal die Tour de France gewonnen hat oder nicht, wenn man sich anstrengt und alle Möglichkeiten, die Wissenschaft oder wie immer man es nennen will, nutzt und richtig trainiert, dann kann jeder Weltklasse sein... Wenn auch nur für einen Tag."

McLaughins unternahm seinen Rekordversuch auch für einen guten Zweck: Spenden für den Community Rescue Service in Irland zu sammeln, eine "Search and Rescue"-Team in Nordirland; das Ziel sind 8848 Pfund...

 

Weitere Jedermann-Nachrichten

04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl

Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa

02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium

227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes

30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream

(rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden

27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem

03.08.2026Team Strassacker: Vier Rennen - und viele Erfolge

Seit vielen Jahren zieht es das Team Strassacker traditionell Ende Juli in die "Grüne Hölle" der Eifel. Auf dem legendären Nürburgring starteten die Jungs des Teams dieses Jahr in unterschiedliche

30.07.2026Rad am Ring: Florian Christ triumphiert in der grünen Hölle

Meine Vorgabe als Team-Chef für das Rennen am Nürburgring war eindeutig: Individuelle Ziele werden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik gingen wir ins Rennen, denn das Ziel war: Am

27.07.20263Rides Gravel Winterberg: Zehn Stunden Vollgas auf Schotter

Drei Tage feinste Gravel-Action im Hochsauerland: Das 3Rides-Gravel-Etappen-Rennen lockte viele ambitionierte Radsportler/innen nach Winterberg, so auch das Team Strassacker. Auch wenn die anspruchsvo

07.07.2026Maratona dles Dolomites: Über sieben Pässe musst Du fahr´n...

Die Maratona dles Dolomites zählt seit vielen Jahren zu den prestigeträchtigsten Granfondos in Europa: 138 Kilometer, 4230 Höhenmeter, legendäre Dolomiten-Pässe wie Pordoi, Sella, Grödner Joch,

01.07.2026Granfondo Livigno: Teamwork auf den schönsten Alpenpässen

167 Kilometer, 4300 Höhenmeter und sieben Pässe – nur zwei Wochen nach dem für uns recht erfolgreichen SuperGiro Dolomiti folgte mit dem Granfondo Alé Livigno für neun Fahrer des Team VeloLease

30.06.2026Tour Transalp: Finale furioso am Lago

Die letzte Etappe der Tour Transalp führte uns von Lavarone nach Riva del Garda. Mit 85 Kilometern war sie etwas kürzer als die der vorherigen Tage, hatte mit rund 1850 Höhenmetern aber noch einmal

29.06.2026Gravel Vianden: Mit Knallgas an der Our

(rsn) - Gravel boomt - das sieht man auch in Vianden in Luxemburg: Das UCI Eislek Gravel Race zieht jedes Jahr mehr Starterinnen und Starter an. Am vergangenen Sonntag ging es auf einer 37-km-Runde mi

28.06.2026Tour Transalp: Zwei Zeitfahren auf einer Etappe

Die vorletzte Etappe der Transalp führte uns gestern von Semonzo nach Lavarone. Pünktlich um neun Uhr ging es auf die 126 Kilometer lange Strecke mit fast 2860 Höhenmetern - die mit einem besondere

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine