Österreicherin belegt in Imola Rang 18 zum Auftakt

Kiesenhofer litt bis zur Halbzeit des WM-Zeitfahrens

Von Peter Maurer aus Imola

Foto zu dem Text "Kiesenhofer litt bis zur Halbzeit des WM-Zeitfahrens"
Anna Kiesenhofer im WM-Zeitfahren von Imola | Foto: Cor Vos

24.09.2020  |  (rsn) - Anna Kiesenhofer hat zum Auftakt der Straßen-Weltmeisterschaften in Imola Rang 18 im Zeitfahren belegt. Die 29-jährige Niederösterreicherin konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Positionen verbessern und das erste Top-20-Resultat für das rot-weiß-rote Team bei den Welttitelkämpfen in Italien herausfahren.

"In Summe war das Rennen gut, weil ich alles gegeben habe. Ich hoffe nicht, dass es wieder so ist, dass nur wenige Sekunden auf Rang 12 fehlen", berichtete die in Lausanne lebende Österreicherin direkt nach dem Rennen. Denn vor einem Jahr fehlten ihr in Harrogate 15 Sekunden auf den 12. Rang, der damals die Olympia-Qualifikation für Tokio bedeutet hätte.

Leider hatte Kiesenhofer mit ihrer Vorahnung Recht. Diesmal fehlten der Mathematikerin 14 Sekunden für die besten Zwölf. Allerdings konnte sie ihren Rückstand auf die Goldmedaillengewinnerin auf dem flachen Kurs fast halbieren. Fehlten ihr 2019 noch 4:39 Minuten auf die damalige Weltmeisterin Chloe Dygert - die US-Amerikanerin kam in Imola schwer zu Sturz -, so betrug ihr Rückstand auf die siegreiche Anna van der Breggen nun 2:30 Minuten.

"Man muss sich den Kurs gut einteilen. Ich fahre ja lieber progressiv und lege gerne am zweiten Teil zu. Hier aber musste ich mich überwinden und schnell anfangen. Dadurch habe ich zur Halbzeit gelitten, konnte mich aber dann vor dem schwierigen letzten Teil gut erholen", beschrieb Kiesenhofer die Tücken des WM-Kurses, der über 31,7 überwiegend flache Kilometer führte.

Vor allem die letzten sechs welligen Kilometer entschieden im Rennen der Frauen den Kampf um die Goldmedaille. Denn dort knöpfte van der Breggen der Schweizerin Marlen Reusser die entscheidenden Sekunden ab. Bronze ging an Ellen van Dijk, die die Deutsche Lisa Brennauer ebenfalls in diesem Streckenabschnitt noch vom dritten Rang verdrängte.

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