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18.06.2021 | (rsn) – In den vergangenen Jahren biss sich Nils Politt (Bora – hansgrohe) bei den Deutschen Zeitfahrmeisterschaften die Zähne an Seriensieger Tony Martin (Jumbo – Visma) aus. Bei den letzten vier Austragungen wurde der Hürther einmal Zweiter (2019), zweimal Dritter (2016, 2017) und einmal Fünfter (2018). Auch diesmal sieht Politt den neunmaligen Deutschen Meister in der Favoritenrolle, auch wenn Martin in diesem Jahr in den Zeitfahren noch keine Bäume ausgerissen hat.
“Ein Tony ist da immer eine Klasse für sich, bei der Deutschen Meisterschaft hat er immer performed und auch in diesem Jahr gilt es Tony zu schlagen. Ich bin gespannt, ob es einem gelingt“, sagte Politt zu radsport-news.com.
Dafür in Frage kommen seiner Ansicht nach Jonas Rutsch (Ef Education - Nippo), Jasha Sütterlin (DSM) und Max Walscheid (Qhubeka Assos), “der beim Giro extrem gute Zeitfahren geliefert hat“. Sich selber scheint er nicht zu diesem Kreis zu zählen. “Ich gehe relativ entspannt ins Zeitfahren. Außer bei der Algarve-Rundfahrt waren meine Zeitfahren in diesem Jahr noch nicht so bombastisch“, erklärte Politt mit Blick auf seine Ergebnisse, wie etwa einem 24. Platz beim Critérium du Dauphiné oder Rang 37 bei Paris - Nizza.
Positiv stimmt Politt aber seine Form. “Die sollte stimmen, auch mit Blick auf die Tour“, sagte der Rheinländer, der “schauen“ will, “was am Ende rauskommt“. Ebenfalls in die Karten spielen könnte Politt der wellige Kurs, den er sich am Freitag noch genauer anschauen wird. "Es ist auf keinen Fall ein flaches Zeitfahren“, lautete die Einschätzung des Klassikerspezialisten.
In Öschelbronn rechnet Politt am Samstag mit einer “einer relativ engen Geschichte. Große Abstände wird es nicht geben“, so seine Prognose für das 30,5 Kilometer lange Zeitfahren, in dem es keinen ausgewiesenen Top-Favoriten gibt, auch wenn der 36-jährige Martin von seinen Konkurrenten als erster Sieg-Kandidat genannt wird.
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