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15.12.2021 | (rsn) - Mit sechs Siegen - fünf davon in seiner Paradedisziplin Zeitfahren - sowie seinem ersten Rundfahrtsieg der Karriere - blickt Stefan Küng (Groupama - FDJ) auf die bisher erfolgreichste Saison seiner Karriere zurück. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Schweizer im Gespräch mit radsport-news.com: “Meine Bilanz fällt sehr positiv aus. Ich konnte bei meinen großen Zielen immer meine Top-Leistung abrufen."
Starke Vorstellungen lieferte Küng nicht nur bei seinem Sieg im Zeitfahren der Valencia-Rundfahrt ab, wo er sich auch die Gesamtwertung sicherte. Auch bei den Schweizer Meisterschaften war der Titelverteidiger im Kampf gegen die Uhr ebenso wenig zu bezwingen wie im Auftaktzeitfahren der Tour de Suisse in Frauenfeld. Danach trug Küng auch zwei Tage das Führungstrikot, ehe er es nach der 3. Etappe an Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) abgeben musste. "Etappensieg und Gelbes Trikot bei der Heimrundfahrt, das war sehr toll", befand er.
Auch bei der Straßen-EM war Küng wie schon 2020 der stärkste. "Mein erneuter EM-Titel gegen eine sehr starke Konkurrenz war ein absolutes Highlight", sagte der alte und neue Europameister, der sich Anfang September im italienischen Trento gegen Weltmeister Filippo Ganna, Remco Evenepoel und seinen Landsmann Stefan Bissegger durchsetzte. Mitte Oktober schließlich verabschiedete sich Küng in der westfranzösischen Vendée bei seiner Premiere beim Zeitfahrwettbewerb Chrono des Nations (1.1) standesgemäß mit einem Sieg in die Winterpause.
Aber auch eine ganze Reihe weiterer Spitzenergebnisse sprachen für den 28-Jährigen aus dem Kanton Thurgau. Im abschließenden Zeitfahren von Tirreno-Adriatico etwa musste Küng sich nur knapp Wout Van Aert (Jumbo - Visma) geschlagen geben, im ersten Zeitfahren der Frankreich-Rundfahrt war nur Gesamtsieger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) schneller. Hinzu kamen auf der 12. Etappe in Nimes, die Nils Politt (Bora - hansgrohe) gewann, sowie im zweiten Zeitfahren jeweils noch ein vierter Rang. "Bei der Tour war ich einige Male nahe dran am Etappensieg, gereicht hat es aber nie ganz", bedauerte Küng.
2022 soll der erste Tour-Etappensieg her
Bei den Olympischen Spielen von Tokio verpasste er in seiner Lieblingsdisziplin als Vierter hauchdünn die Bronzemedaille, die sich Rohan Dennis schnappte. "Leider stand mir dann doch das eine oder andere Mal jemand vor der Sonne. Gerade, dass nur 0,4 Sekunden auf eine Olympische Medaille gefehlt haben, war sehr frustrierend", sagte Küng, der im Herbst noch Fünfter des WM-Zeitfahrens wurde, wobei ihm allerdings in Flandern mehr als 20 Sekunden zu den Medaillenrängen fehlten.
Aber nicht nur im Zeitfahren wusste der fünfmalige Schweizer Meister in dieser Disziplin zu gefallen. Beim Frühjahrsklassiker Gent-Wevelgem etwa überquerte er als Sechster den Zielstrich und bei der Benelux Tour wurde er Gesamtfünfter.
In seiner vierten Saison bei der französischen Groupama-FDJ-Equipe steht ein erster Tageserfolg bei der Tour de France ganz oben auf Küngs Liste. "Ich will mir endlich diesen Etappensieg holen", kündigte er an. Im Blick hat er dabei vor allem den Zeitfahrauftakt im dänischen Kopenhagen, wo auch noch das Gelbe Trikot herausspringen könnte. "Da gibt es eine super Chance für mich. Diesen Tag habe ich mir dick im Kalender angestrichen", meinte er.
Aber auch die Frühjahrsklassiker will er wieder ins Visier nehmen. "Da möchte ich vorne mitfahren", so Küng, dessen Rennkalender nicht viele Änderungen im Vergleich zu 2021 aufweisen wird.
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