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04.01.2022 | (rsn, hk) - Seit 45 Jahren ist der Giro delle Dolomiti für viele Amateure eine der schönsten Strassen-Etappen-Veranstaltungen Europas: Immer Ende Juli ist ein internationales Starterfeld eine Woche lang (oder nach Wahl auch drei Tage) in Südtirol und dem Trentino unterwegs - mit "kontrolliertem Tempofahren, aber auch freier Fahrt" sagt die neue OK-Chefin Bettina Ravanelli, "und alles immer von Bozen aus, ohne lästige Hotel-Wechsel".
Insgesamt legen die Hobby-Radler/innen während der
sechs Etappen dieses Jahr rund 650 Kilo- und 9700 Höhenmeter zurück. Es werden zehn zeitgestoppte Strecken gefahren, eine neue
Tour gibt's im Trentino, dazu neue Auffahrten, und einige
Strecken werden vom Giro d’Italia übernommen. Wie in den Vorjahren wird das Starterfeld auf 600 Teilnehmer/innen pro Tag limitiert.
Am 24. Juli ist es wieder soweit: Die 45. Dolomiten-Radrundfahrt beginnt, mit dem ersten Teilstück vom Bozner Talkessel auf den Ritten, zum Einrollen mit 79 km und 1343 Höhenmetern. Über das Mittelgebirge geht es dann nach Barbian und Villanders, dann über das Eisacktal zurück in die Landeshauptstadt. Der zeitgestoppte Abschnitt hat es in sich: Von Rentsch nach Weber im Moos sind 11,6 Kilometer im fast ständigen Anstieg mit 790 Höhenmetern zu bewältigen.
Am dritten Tag steht die Königs-Etappe des Giro delle Dolomiti an. Es geht auf das Würzjoch, einer der schönsten Pässe der Dolomiten. Die 174 Kilometer lange Strecke, auf der 2199 Höhenmeter zu bewältigen sind, gehört zu den Klassikern des Giro; die Strecke von Petscheid bis zum Würzjoch wird zeitgestoppt (10,7 Kilometer, 867 Höhenmeter). Über das Gadertal dann die Abfahrt ins Pustertal, dann das gesamte Eisacktal entlang ins Ziel nach Bozen.
Die vierte Etappe am 28. Juli führt ins Sarntal,
das "Herz Südtirols": Es liegt genau in der Mitte der norditalienischen Provinz. Das urige V-Tal hat zudem jede Menge Alpen-Flair und Berg-Idylle. Es geht bis zum Durnholzer See im gleichnamigen Tal, einem der letzten Seitentäler des Sarntals, dann über die selbe Strecke zurück nach Bozen. Mit einer Länge von 75 Kilometern ist die vierte Etappe zwar kurz, hat mit 1516 Höhenmetern aber einige beinharte Anstiege. Die Strecke vom Ropele-Hof in Astfeld zum Parkplatz des Durnholzer Sees (15 Kilometer, 556 Höhenmeter) wird für die Gesamtwertung gestoppt.
Die große Neuerung des Giro delle Dolomiti wartet an den letzten beiden Tagen: Dann geht es gleich zwei Mal über die Salurner Klause hinweg ins Trentino. Die fünfte Etappe am Freitag (29. 7.) startet in Trient, dann Richtung Süden nach Ronzo. Dort beginnt die Abfahrt nach Arco, mit Blick auf das Nordufer des Gardasees. Dann Richtung Norden, zum Fuß des Monte Bondone, und hinauf auf den 2180 Meter Giro-Klassiker, schließlich die Abfahrt Richtung Trient. 113 Kilometer Länge mit 3013 Höhenmetern - eine Herausforderung für alle Teilnehmer/innen.
Am 30. Juli steht das traditionelle abschließende
Mannschaftszeitfahren an, dieses Jahr auf der Strecke der Straßen-Europameisterschaft 2021 im Trentino. Wieder geht es in Trient los, zwei Mal wird bis nach Aldeno geradelt - insgesamt 27,6 Kilometer mit angenehmen 112 Höhenmetern, ehe in Trient die große Preisverleihung stattfindet.
Auch die zwei Kilometer langen "Giro-Sprints", die bei jeder Etappe auf nicht zu steilem Gelände stattfinden und seit vergangenem Sommer dabei sind, wird es bei der 45. Ausgabe wieder geben – außer beim Mannschaftszeitfahren. Alle Teilnehmer/innen sind mit einem Chip ausgestattet, der die Zeit der Athleten in diesen Bereichen misst.
Seit 15. Dezember läuft die Online-Anmeldung
für den Giro delle Dolomiti, auch einzelne Etappen sind buchbar (siehe Link hier unten). Allen sechs Etappen kosten 450 Euro, einzelne Etappen 90 Euro; im Preis inbegriffen ist ein Starter-Paket.
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