Maria Winter und Philipp Kaider siegen

Race Around Niederösterreich: Packende Duelle

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Philipp Kaider im Ziel in Weitra. | Foto: Race Around Niederösterreich

22.05.2023  |  (rsn, rn) - Bei der fünften Auflage des Race Around Niederösterreich (RaN) siegten die Oberösterreicherin Maria Winter bei den Damen und der Niederösterreicher Philipp Kaider bei den Herren. Spannende Entscheidungen prägten die Jubiläums-Auflage, bei der das größte österreichische Bundesland auf rund 600 Kilo- und 6000 Höhenmeter umrundet wurde.

Pünktlich um 16 Uhr starteten am vergangenen Freitag in Weitra 158 Teilnehmern in die nationale Ultra-Radsport-Saison. Die Bedingungen mit Gegenwind zu Beginn und vereinzelte Regenschauer in den Morgenstunden um den Semmering verlangten den Radsportlern alles ab. Und die Entscheidungen waren in vielen Kategorien von packenden Duellen geprägt.

Der amtierende 24-Stunden-Zeitfahr-Weltmeister Philipp Kaider holte bei seinem dritten Antreten beim RaN erstmals den Titel. Rund zwölf Stunden lang lieferte sich der Wolkersdorfer ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Dominik Meierhofer aus Kuchl im Salzburger Land. Erst um 8 Uhr morgens konnte der Niederösterreicher zur entscheidenden Attacke ansetzen und sich vom Salzburger rund fünf Minuten absetzen.

Am Ende trennten die beiden im Ziel dann acht Minuten und Kaider durfte mit 17:36 Stunden über seinen ersten Sieg bei seinem "Heimrennen" jubeln - eine gelungene Generalprobe für seinen "Trans Austria"-Rekordversuch in einem Monat von Vorarlberg nach Nickelsdorf.

Platz drei ging an Manfred Zöger aus der "Buckligen Welt" (im Dreiländereck Niederösterreich, Burgenland und Steiermark), der nach 18:17 Stunden ausgepowert das Ziel in Weitra erreichte. Bei den Damen siegte die Oberösterreicherin Maria Winter in 22:05 Stunden; acht Frauen stellten sich dem Abenteuer RaN - Rekord! Auf Platz zwei landete die in Tulln lebende Schweizerin Lilian Kuster, die vor der Niederösterreicherin Sabine Kornelson das Ziel erreichte.

Kaider im Ziel: "Ich bin mein Tempo einfach gefahren und nach 400 Kilometern hat Dominik endlich mal nachgelassen. Es war die Motivation, die wir uns gegenseitig eingeschenkt haben, es hat keiner von uns beiden nachgelassen. Der Sieg hat eine sehr große Bedeutung für mich: Es ist doch etwas anderes den Einser am Holz (die Pokale für die Sieger sind aus Holz; d.Red.) mit nach Hause zu nehmen."

Einen sensationellen Strecken-Rekord bei den Dreier-Teams lieferte der dreifache Olympia-Sieger im Rennrodeln Felix Loch mit seinem Team "Athletes for Ukraine" ab. Der Thüringer Loch, Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp und Thomas Wagner nutzten wie viele andere das Rennen, um Spenden zu sammeln - und sie pulverisierten den Vorjahres-Rekord um knapp 40 Minuten. Dabei schrammten sie mit 16:19 Stunden nur sechs Minuten an der schnellsten je gefahrenen RaN-Zeit vorbei.

Loch im Ziel: "Es hat alles super zusammengespielt. Unser Berg-Spezialist Tommy ist die Berge hoch wie kein anderer, das hilft natürlich. Das Schönste war, wie es wieder hell geworden ist. Zwischendrin, muss man ehrlich sagen, war es wirklich kalt.".

Die knappste Entscheidung des Tages lieferten sich die Damen in der Dreier-Wertung. Nur acht Minuten trennten die Erstplatzierten "Wonder Women", um die Race-around-Austria-Siegerin des Vorjahres, Justyna Sieber, vom Team "Schnelle Brillen".

Auch bei den Zweier-Teams ging es knapp her: Bei den Männern siegte die Mannschaft der Thomas Wiesmayr GmbH mit 29 Minuten Vorsprung vor dem "Astifter Bau Racing Team" aus dem Burgenland und dem Vater-Sohn-Gespann "Team Freitag". Die Zweier-Mixed-Wertung ging an das deutsche Team "Radeln und Helfen" um Peter Scherrer und Valeria Rechenauer, vor dem "Taxi Thalhuber Racing Team" und dem "Team Kilometer-Polzer".

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