24. Sept. - Abruzzen (I) - 137, 92, 80, 46 km

Nova Eroica Gran Sasso: Durch das “kleine Tibet“ Italiens

Foto zu dem Text "Nova Eroica Gran Sasso: Durch das “kleine Tibet“ Italiens"
| Fotos: eroica.cc

05.09.2023  |  (rsn) - Die Eroica, urprünglich ein Vintage-Radrennen auf den Strade Bianche, den weißen Schotter-Straßen der Toskana, wurde von den Veranstaltern in den vergangenen Jahren zu einer weltweiten Serie von mittlerweile 15 Events ausgebaut. Für moderne Rennräder und Gravelbikes gibt es seit Herbst 2019 die "Eroica Nova", mit 2023 fünf Ausgaben: in der Schweiz, der Toskana, Südafika, Kalifornien, und in den Hügeln der Prosecco-Region Valdobbiadene.

Neu war im vergangenen September die Nova Eroica Gran Sasso, eine All-Road-Veranstaltung im Nationalpark Gran Sasso in den Abruzzen; dieses Jahr findet sie am 24. September statt. Die Online-Anmeldung ist bis 22. September geöffnet; laut Veranstalter gibt's noch ausreichend Startplätze.

Dieses Jahr startet die Nova Eroica Gran Sasso in Castel del Monte im Apennin, und es stehen nicht weniger als vier Strecken zur Wahl: über 137, 92, 80 und 46 Kilometer. Es geht durch Täler und über Hochebenen, auf den alten "tratturi",  unbefestigten Wegen, die seit der Antike für den Herdentrieb genutzt werden. "Eine einmalige Gelegenheit, eine an Natur und Geschichte reiche Gegend auf dem Fahrrad zu entdecken, und zwar Stil der Eroica", so die Veranstalter.

Am Lago di San Stefano 

Die 93-km-Route führt durch das Herz des Nationalparks Gran Sasso, mit der Ebene des Campo Imperatore, das "kleinen Tibet" Italiens - eine faszinierende, nahezu unberührte Berglandschaft. Die Runde hat einen Höhenunterschied von 2050 Metern, mit moderaten Steigungen und langen Abschnitten auf unbefestigten Straßen. Nach den Bergen passiert man die Dörfer Santo Stefano di Sessanio, Castelvecchio Calvisio und Calascio. Zurück in Castel del Monte mit seiner imposanten Festung gibt's zur Belohnung die für die Region typischen Arrosticini, gegrillte Schaffleisch-Spieße, dazu ein Glas Montepulciano d'Abruzzo.

Neu ist in diesem Jahr eine 80-km-Runde nur für Gravelbikes, mit 1620 Höhenmetern, unter anderem geht es über den Colle Caciaro (1562 m) und den Colle della Croce (1327 m), und vorbei am Lago di San Stefano. Hier endet der zeitgestopppte Abschnitt über zehn Kilometer, und die erste Verpflegung findet sich dort.

Ebenfalls neu ist die lange Gravel-Route über 137 Kilo- und 2850 Höhenmeter, mit zwei Zeitnahmen über jeweils rund zehn Kilometer. Die Strecke führt durch das Valle del Vasto über den Passo delle Capannelle ebenfalls vorbei am Lago di S Stefano. Dabei wird im Ort La Jenca die Kirche San Pietro passiert, die im Jahr 2011 zu einem Heiligtum zu Ehren des Johannes Paul II. ernannt wurde. Der 2005 verstorbene und 2014 heiliggesprochene polnische Papst war in der Region Gran Sasso häufig zum Bergsteigen unterwegs.

Die 46-km-Runde "Rocca di Calascio" führt mit 1050 Höhenmetern an der gleichnamigen alten Burg vorbei, der höchsten Italiens, die aus verschiedenen Blickwinkeln, über Täler und Hochebenen zu entdecken ist. Ein Weg mit sanftem Auf und Ab, der die alten Dörfer Santo Stefano di Sessanio, Castelvecchio Calvisio, und Calascio durchquert, "wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint" (so die Eroica-Netzseite).

 

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