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21.04.2024 | (rsn) – Zum achten Mal tragen die Frauen heute ihr Lüttich-Bastogne-Lüttich aus. Das Rennen wird um 13.30 Uhr allerdings in Bastogne gestartet und führt von dort aus über 152,9 Kilometer auf derselben Strecke, die auch die Männer zurücklegen, zum Ziel in Lüttich. Gelingt Demi Vollering (SD Worx – Protime), die im vergangenen Jahr das Ardennen-Triple gelang, diesmal in den ersten beiden Rennen jedoch leer ausging, die Titelverteidigung? Oder holt sich Katarzyna Niewiadoma (Canyon – SRAM nach ihrem Coup beim Flèche Wallonne auch beim schwersten der Ardennenklassiker den Sieg?
“Ich freue mich auf die Titelverteidigung bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Es ist immer ein hartes Rennen und das liegt mir. Es wäre schön, wenn ich dieses Monument zum dritten Mal zu gewinnen, aber ich bekomme es mit starken Gegnerinnen zu tun. Lotte Kopecky ist eine zusätzliche Karte, die wir im Finale spielen können. Ich glaube, dass Lotte dieses Rennen auch gewinnen kann. Dass ich diese Saison noch nicht gewonnen habe, ist schade. Aber im Radsport verliert man halt mehr als man gewinnt. Da wird mir erst jetzt klar, wie besonders das letzte Jahr war. Dennoch starte ich mit Zuversicht bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Es wäre sehr schön, meinen Frühling mit einem Sieg zu beenden.
“Mit Platz sieben beim Flèche Wallonne war ich glücklich, natürlich ist es schöner auf dem Podium zu stehen. Aber ich fühle mich gut und hoffe, dass ich weiter vorne landen kann, weil es hier längere Anstiege sind, die ich mehr mag. Ich bin nicht wirklich gut im Regen, ich sage mir zwar, dass ich ihn mag, aber natürlich ist es schöner, bei trockenem Wetter wie heute zu fahren. Lidl – Trek wird heute für Elisa (Longo Borghini) fahren, SD Worx kann mehrere Karten spielen, ich erwarte ein taktisches Rennen mit Attacken etwa auf halber Strecke an der Cote du Wanne oder Stockeu, es wäre schön, wenn wir eine Fahrerin da in die Gruppe bekämen.
”Als ich hier in Lüttich wirklich gut war (Neunte 2020, d. Red.), war es das gleiche Wetter wie beim Flèche. Ich sollte also wieder für solches Wetter beten. Der Mittwoch (Platz 14 an der Mur de Huy, d. Red.) hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Meine Beine sind besser als vor dem Crash. Ich freue mich einfach auf heute und versuche, es zu genießen.“
Lüttich ist eines der schönsten Rennen des Jahres. Ich habe mich entschieden, diese Saison Paris-Roubaix auszulassen, um bei den Ardennenklassikern und vor allem bei ’La Doyenne‘ in Topform zu sein.
“Bei jeder Ausgabe werden der Strecke einige zusätzliche Anstiege hinzugefügt, und die diesjährige ist definitiv eine der schwierigsten überhaupt. Das Rennen wird sehr intensiv sein und es ist der letzte Ardennenklassiker– die letzte Chance für alle. Ich werde nicht lügen, wir haben ein klares Ziel: siegen. Außer mir haben wir Elise (Chabbey) und Soraya (Paladin), die aus einer kleineren Gruppe heraus sprinten können.“
“Ich möchte für meine Teamkolleginnen fahren. Henrietta Christie fährt momentan superstark. Beim Flèche Wallonne wurde sie 20., nachdem sie für mich gearbeitet hatte, als ich zurückfiel. Heute möchte ich deswegen einfach für sie da sein und helfen, um zu zeigen, dass ich das auch kann und es für mich okay ist, das zu tun, wenn ich mich nicht so gut fühle. Hoffentlich komme ich in einem Stück zur Ziellinie – meine Zehen hoffentlich weniger erfroren als noch am Mittwoch. Auch heute ist es wieder ziemlich kalt.“
“Das heute ist ganz anders als das Amstel Gold Race. Natürlich war es schön, dort zu gewinnen und ich bin schon sehr zufrieden mit meiner bisherigen Klassikersaison. Aber das heute wird ein ganz anderes Rennen. Wir haben am Mittwoch eine sehr gute Kasia (Niewiadoma) gesehen, aber ich erwarte auch ein starkes Lidl – Trek und ein starkes SD Worx. Ich hoffe, im Finale dabei zu sein, aber wir schauen, welche Fahrerinnen von uns in guter Position sein werden. Riejanne Markus war hier Vierte letztes Jahr. Möglicherweise wird sie diejenige sein, die im Finale dabei ist.“
“Es macht einen großen Unterschied für uns, wenn wir später starten, vor allem bei dem kalten Wetter. Es war wirklich hart, um 5 Uhr morgens aufzustehen, um rechtzeitig vor dem Start frühstücken zu können.“
“Wir wollen zumindest eine Fahrerin zumindest auf dem Podium haben. Das Team war in den vergangenen Wochenschon einige Mal nahe dran an seinem schönen Resultat. Wir können mehrere Karten spielen und wollen im Finale unsere zahlenmäßige Stärke ausspielen. Wir werden auf Sieg fahren.“
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