Vorschau Tour de Suisse Women

Kletter-Festival mit Entscheidungen gleich zu Beginn

Von Felix Mattis

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Titelverteidigerin Marlen Reusser (rechts) fehlt 2024 bei der Tour de Suisse, aber ihre Teamkolleginnen Niamh Fisher-Black und Demi Vollering (von links) wollen sie beerben. | Foto: Cor Vos

14.06.2024  |  (rsn) – Wenn am Wochenende die Tour de Suisse der Männer in Villars-sur-Ollon zu Ende geht, beginnt die der Frauen. Vier Tage dauert die Tour de Suisse Women (2.WWT) in diesem Jahr, und anders als bei vielen anderen Rundfahrten, wird die Gesamtwertung dort bereits gleich auf den ersten beiden Etappen ihre wohl dann auch recht finalen Formen annehmen.

Denn der Auftakt endet am Samstag gleich mit dem 8,6 Kilometer langen und im Schnitt acht Prozent steilen Schlussanstieg von Aigle über Ollon hinauf nach Villars-sur-Ollon, den auch die Männer auf ihrer 7. Etappe zum Schluss bezwingen müssen. Und tagsdrauf fahren die Frauen auf ihrer 2. Etappe auch jenes Bergzeitfahren denselben Anstieg noch einmal hinauf – genau wie die Männer auf ihrer Schlussetappe.

Im Vergleich dazu sind die beiden hügeligen Etappen von Vevey nach Champagne am Montag und rund um Champagne am Dienstag fast schon ein Zuckerschlecken – auch wenn diese beiden Tage ebenfalls nochmal einige Anstiege und Höhenmeter beinhalten. 

Die Etappen 3 und 4 enden jedenfalls beide auf einer flachen Zielgeraden in der Chemin De Praz in Champagne. Am Montag ist 13 Kilometer vor dem Ziel aber noch eine Bergwertung der 2. Kategorie in Vaugondry zu überfahren, während der letzte Anstieg am Dienstag auf der Schlussetappe deutlich weiter vom Zielstrich entfernt ist.

Die Frage an beiden Tagen ist: Können die Teams der besten Sprinterinnen das Rennen kontrollieren und jeweils für eine Massenankunft sorgen, oder kommen Ausreißerinnen durch, die auf den ersten beiden Etappen in Villars-sur-Ollon bereits viel Rückstand hinnehmen mussten und für die Gesamtwertung daher keine Gefahr mehr sind? Letzteres scheint realistisch, zumal sich kaum eine Top-Sprinterin in diesem Jahr in die Schweiz verirrt.

Klar ist: Der Gesamtsieg geht in diesem Jahr an eine starke Bergfahrerin. Titelverteidigerin Marlen Reusser steht krankheitsbedingt nicht am Start ihrer Heimat-Rundfahrt, aber ihr Team SD Worx – Protime hat mit Demi Vollering und Niamh Fisher-Black zwei Frauen dabei, die in Villars-sur-Ollon am Auftakt-Wochenende glänzen könnten. Dazu kommt Europameisterin Mischa Bredewold, die sich die Etappen 3 und 4 angestrichen haben dürfte.

Ein ganzes Ensemble an Top-Bergfahrerinnen

Herausgefordert wird das niederländische Top-Team allerdings auch von sehr starker Konkurrenz. Canyon – SRAM beispielsweise bringt neben Lokalmatadorin Elise Chabbey auch Katarzyna Niewiadoma, Neve Bradbury und Antonia Niedermaier an den Start. FDJ – Suez bietet Cecilie Uttrup Ludwig, Évita Muzic und Amber Kraak auf und Lidl – Trek baut auf seine italienische Kletter-Doppelspitze Elisa Longo Borghini und Gaia Realini.

Auch Marion Bunel (St Michel – Mavic – Auber93), Erica Magnaldi (UAE Team ADQ), Yara Kastelijn (Fenix – Deceuninck) und Juliette Labous (dsm-firmenich – PostNL) sowie Kim Cadzow und Kristen Faulkner (beide EF Education – Cannondale) dürften sich aufs Auftaktwochenende am Berg freuen. Und die Schweizer Nationalmannschaft wird von Mountainbike-Ass Jolanda Neff angeführt.

Die Etappen der Tour de Suisse Women 2024:

1. Etappe, 15. Juni: Villars-sur-Ollon – Villars-sur-Ollon (58,6 km / Bergankunft)
2. Etappe, 16. Juni: Aigle – Villars-sur-Ollon (15,7 km / Bergzeitfahren)
3. Etappe, 17. Juni: Vevey – Champagne (125,6 km)
4. Etappe, 18. Juni: Champagne – Champagne (127,5 km)

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