Teamchef erklärt Vuelta-Verzicht des Weltmeisters

Gianetti: “Pogacar zu sein ist schön, aber nicht einfach“

Von Jan Zesewitz

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Nach der Tour de France erschöpft: Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG). | Foto: Cor Vos

11.08.2025  |  (rsn) – Mauro Gianetti, der Teamchef von UAE – Emirates – XRG hat sich zum kommenden Rennkalender und zum Vuelta-Verzicht von Tadej Pogacar geäußert. Am Ende der Tour de Pologne sagte er gegenüber Cyclingnews und Domestique, dass das Team sicherstellen müsse, dass der Superstar "genug physische und mentale Ruhe bekommt, um die Rennen genießen zu können und das gewohnte Entertainment liefern zu können."

Erst in der vergangenen Woche äußerte sich Pogacar, dass er die Tage bis zum Karriereende herunterzähle. "Er steht unter einem enormen Druck bei seinen Rennen", sagte Gianetti. "Jeder erwartet von ihm, dass er stark ist, gewinnt, eine Show abzieht. Es ist sehr wichtig für uns, damit gut umzugehen, er ist nicht nur ein Radsportler. Tadej Pogacar ist schön, aber es ist nicht einfach."

Der Slowene absolvierte in diesme Jahr ein dichtes Rennprogramm im Frühjahr. Nach der UAE Tour bestritt er die Strade Bianche, Mailand-Sanremo, die Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix und die Ardennen-Klassiker. Er gewann vier der sieben Eintagesrennen, sein schlechtestes Ergebnis war der dritte Platz bei Mailand-Sanremo. Nach einer Rennpause gewann ernacheinander das Critérium du Dauphiné und zum vierten Mal die Tour de France. Für den dritten Teil der Saison wird sich Pogacar auf die WM in Kigali und die Lombardei-Rundfahrt konzentrieren.

Frühjahrskampagne "härter als eine Grand Tour"

"Von außen wissen die Leute sein Frühjahr nicht so zu schätzen, weil sie denken, dass Paris-Roubaix ja nur ein Eintagesrennen ist", erklärte Gianetti. "Aber es hat einen spürbareren Einfluss auf einen Fahrer als eine einwöchige Rundfahrt und alle Frühlingsklassiker zusammen sind härter als eine Grand Tour zu absolvieren."

Die Vuelta sei an dieser Stelle körperlich und mental nicht mehr machbar gewesen. Das war schon in der letzten Tour-Woche absehbar, als Pogacar nicht mehr in seiner üblichen Gier auf Etappensiege agierte. "Er war müde, wie alle anderen auch. Aber er hat die Tour gewonnen und das mit einem Lächeln auf den Lippen am letzten Tag am Montmartre", sagte sein Teamchef.

Dieser Abschluss in Paris sei auch eine Botschaft an die Rivalen gewesen, was sie im nächsten Jahr – erneut – von Pogacar zu erwarten hätten. Die Rivalen bei der Vuelta müssen ihn zunächst nicht fürchten. Das macht Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) zum großen Favoriten für die Rundfahrt, das Team UAE geht mit einer Doppelspitze aus Juan Ayuso und Joao Almeida ins Rennen.

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