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10.09.2026 | (rsn) – Viel fehlte nicht und Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) hätte nur einen nach dem Giro della Toscana (1.1) den nächsten italienischen Herbstklassiker für sich entschieden.
Bei der Coppa Sabatini (1.Pro) lag der 22-jährige Italiener eingangs der letzten 200 Meter noch vorn, ehe Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates – XRG) aus der Verfolgergruppe heraus antrat und auf den letzten Metern noch an Pellizzari vorbeijagte, um nach 197,6 hügeligen Kilometer um Peccioli herum seinen fünften Saisonsieg einzufahren und zudem die Nachfolge seines diesmal fehlenden Teamkollegen Isaac Del Toro anzutreten.
Hinter Cosnefroy sorgten Clément Venturini (Unibet – Rose Rockets) und Romain Grégoire (Groupama – FDJ United) für ein rein französisches Podium. Pellizzari wurde auch noch vom Italiener Christian Scaroni (XDS – Astana) und dem Spanier Alex Aranburu (Cofidis) überholt, um sich mit Rang sechs begnügen zu müssen.
„Ich habe 100 Meter vor dem Ziel versucht, meinen besten Sprint zu fahren, war aber zuvor nicht zuversichtlich. Ich bin aus dem Feld zurückgefallen, habe dann wieder aufgeschlossen. Ich bin sehr glücklich, dass ich diesen Sieg für mein Team und meine Teamkollegen geholt habe. Es ist mein erster Sieg hier in Italien und deshalb ist er wichtig“, sagte Cosnefroy im Ziel-Interview.“Heute morgen war ich wegen des Regens nicht sehr optimistisch. Am Ende ist es ein Sieg und ich bin sehr glücklich“, so der Gewinner, der auch noch lobende Worter für Pellizzari fand. “Giulio zeigt sich diese Woche in einer guten Form, so wie gestern. Aber manchmal ist es eben so: Du attackierst und dann gewinnt doch das Feld. Er ist ein großartiger Fahrer und ich mag ihn.“
Bei dem Eintagesrennen durch die Provinz Pisa konnte sich über längere Zeit kein Fahrer entscheidend lösen. 60 Kilometer vor dem Ziel übernahm Tudor die Tempoarbeit im Feld, ehe sich kurz darauf Aleksandr Vlasov (Red Bull – Bora – hansgrohe), Samuele und Alex Molenaar (Caja Rural - Seguros RGA) absetzten und sich bei wechselhaften Bedingungen einen Vorsprung von rund einer halben Minute erarbeitet.
Eingangs der ersten von drei Zielrunden à zwölf Kilometern war der Abstand um die Hälfte reduziert, wobei das Feld in Folge von mehreren Tempoverschärfungen in mehrere Teile auseinander fiel. Vorne rutschte Vlasov in einer Kurve auf nassem Straßenbalg weg und verlor so den Anschluss an die Spitzengruppe.
Dafür ging sein Teamkollege Pellizzari an der ersten Überquerung des Schlussanstiegs 25 Kilometer vor dem Ziel in die Offensive und schloss schnell zum Spitzenduo auf. Groupama – FDJ United übernahm in der Verfolgergruppe die Nachführarbeit, während der Rest des Red-Bull-Teams sich in der zweiten Reihe halten konnte.
Pellizzari machte an der Spitze Druck, so dass der Vorsprung der Ausreißer sich wieder auf mehr als eine halbe Minute vergrößerte. Am vorletzten Peccioli-Anstieg schüttelte er seine beiden Begleiter ab, und nahm die finale Runde 20 Sekunde vor dem kleinen Feld in Angriff, in dem nun auch Cofidis mit für Tempo sorgte.
Kurz vor dem einen Kilometer langen Schlussanstieg spürte Pellizzari den Atem der Verfolger im Nacken, doch der 22-Jährige steckte nicht auf, beschleunigte nochmals und hatte 200 Meter vor dem Ziel noch einige Meter Vorsprung. Doch dann trat Cosnefroy an und zog auf den letzten 50 Metern noch an Pellizzari vorbei, der schließlich noch bis auf Rang sechs durchgereicht wurde.
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