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26.08.2026 | Praxistest: Thule Epos Park Secure vs. Uebler i21 S-DC – zwei hochwertige Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Park-Sensorik im Vergleich.
Wer sein wertvolles Rennrad oder Gravelbike für den nächsten Granfondo, das Trainingslager oder den Ausflug in die Alpen transportieren möchte, steht vor der grundlegenden Frage nach dem passenden Transportsystem. Während der Transport im Innenraum oft am Platzangebot scheitert und Dachträger bei höheren Fahrzeugen unpraktisch sind, bleibt der Heckträger auf der Anhängerkupplung die komfortabelste und aerodynamisch beste Lösung. Besonders bei empfindlichen Carbonrahmen stellen Fahrradträger jedoch hohe Anforderungen an eine schonende Klemmung. Wir haben mit dem Thule Epos Park Secure und dem Uebler i21 S-DC zwei Premium-Modelle für zwei Fahrräder getestet, die mit integrierten Park-Sensoren ein lästiges Problem beim Rückwärtsfahren lösen.
Thule Epos Park Secure: Maximale Flexibilität und durchdachte Details
Der Thule Epos unterscheidet sich schon auf den ersten Blick durch sein Befestigungskonzept von klassischen Heckträgern. Statt auf einen festen U-Bügel setzt Thule auf einzeln verstellbare Teleskop-Haltearme mit flexiblen Ratschenbändern.
Thule Epos Park Secure: Innovatives Befestigungskonzept.Das bringt in der Praxis für Rennradfahrer entscheidende Vorteile mit sich. Durch das Ratschenband wird der Rahmen großflächig umschlungen, wodurch punktueller Druck vermieden wird – ein wesentlicher Sicherheitsaspekt für dünnwandige Carbonrohre. Die Arme lassen sich flexibel an nahezu jeder Stelle des Rahmens oder der Sattelstütze anbringen.
Die flexiblen Ratschenbänder erlauben eine schonende Befestigung empfindlicher Carbon-Bikes.Ein echtes Alleinstellungsmerkmal zeigt sich bei der Entnahme: Da jedes Fahrrad über einen völlig unabhängigen Haltearm verfügt, lässt sich das vordere Rad problemlos abnehmen, ohne dass das hintere zuerst demontiert werden muss. Der Schienenabstand fällt mit 250 Millimetern äußerst großzügig aus, was Kontaktstellen an Gabeln oder Hinterbauten effektiv verhindert. Die Montage des Trägers auf dem Kugelkopf gelingt dank der ausbalancierten Handgriffe rasch und intuitiv.
Zwei separate Haltearme vereinfachen das Be- und Entladen.In Sachen Park-Sensorik liefert Thule neben einem mitgelieferten Empfänger-Display fürs Fahrzeuginnere auch eine Anbindung an die hauseigene Smartphone-App. Diese visualisiert den Abstand zu Hindernissen präzise auf dem Display. Als Nachteile schlagen das spürbare Eigengewicht von 17,7 Kilogramm zu Buche, welches die maximale Stützlast des Autos etwas einschränkt, sowie der recht hohe Anschaffungspreis von 1.499,95 Euro.
Die Park-Sensorik liefert per App eine klare Anzeige.
Uebler i21 S-DC: Das Leichtgewicht für maximale Zuladung
Auf der anderen Seite tritt der Uebler i21 S-DC an, der vor allem beim Gewicht ein starkes Ausrufezeichen setzt. Mit nur 13,85 Kilogramm ist er knapp vier Kilogramm leichter als das Pendant von Thule.
Uebler i21 S-DC: Leichter Heckträger mit kompaktem Faltmaß.Das erleichtert nicht nur den Transport des zusammengeklappten Trägers zur Garage, sondern lässt auch bei Fahrzeugen mit geringerer Stützlast mehr Spielraum für schwere Fahrräder. Trotz des geringen Eigengewichts bietet auch der Uebler eine maximale Zuladung von 60 Kilogramm (30 kg pro Schiene).
Das geringe Gewicht des Uebler i21 S-DC erleichtert die Handhabung und bietet Reserven bei schwereren Fahrrädern.Der Uebler verwendet ein klassisches Befestigungssystem mit einem festen U-Bügel und einzelnen Haltearmen im „Klauen“-Befestigungsdesgin. Allerdings schränkt der starre Bügel die Wahl der Fixierungspunkte am Rahmen im Vergleich zum Thule etwas ein, weshalb beim ersten Beladen etwas Probieren erforderlich ist. Sobald die richtige Position einmal gefunden ist, gelingt die Befestigung jedoch schnell und zuverlässig.
Sind die Halteklauen einmal eingestellt, ist die Montage der Bikes kein Problem.Das Parkdistanz-System des Übler zeichnet sich durch eine besonders unkomplizierte Handhabung aus. Das mitgelieferte Display wird einfach in den 12V-Zigarettenanzünder gesteckt. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs verbindet sich das System automatisch und zeigt den Abstand in Fünf-Zentimeter-Schritten an. Ab 0,4 Metern Schaltet der Träger auf ein dauerhaftes Akustiksignal um, was im Test selbst bei schmalen Hindernissen wie Parkplatzpfosten zuverlässig funktionierte. Mit einer UVP von 1.283 Euro ist der Uebler zudem die preiswertere Option.
Das Display wird einfach in den 12V-Zigarettenanzünder gesteckt.
Fazit und Empfehlung
Beide Fahrradträger überzeugten im Test mit hoher Verarbeitungsqualität, gleichschließenden Schließzylinder für Träger und Räder sowie einer absolut praxistauglichen Abklappfunktion, die den Kofferraum jederzeit zugänglich hält. Wer höchste Flexibilität bei der Befestigung sucht und Wert auf den Komfort einzeln entnehmbarer Räder legt, greift zum Thule Epos Park Secure. Wer hingegen ein möglichst leichtes, kompaktes System sucht, das die Stützlast des Fahrzeugs schont findet im Übler i21 S-DC die ideale Lösung. Jedoch ist die Montagemöglichkeit der Klauen-Haltearme nicht ganz so flexibel in der Positionierung und es braucht Gefühl beim Klemmen von Carbon-Rahmen.
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