British Cycling nimmt den Sprinter aus dem Kader

Rassismusvorwürfe: Bahn-WM ohne Europameister Richardson

Von Matthias Seng

Foto zu dem Text "Rassismusvorwürfe: Bahn-WM ohne Europameister Richardson "
Matthew Richardson wird nicht bei der Bahn-WM in hanghai starten. | Foto: Cor Vos

13.10.2026  |  (rsn) – Bei den am Mittwoch im Shanghai Velodrom beginnenden Bahn-Weltmeisterschaften (14. – 18. Oktober) wird mit Matthew Richardson der größte Rivale von Sprint-Superstar Harrie Lavreysen fehlen. Wie British Cycling mitteilte, werde der 27-Jährige nicht am Start stehen, wobei der Radsportverband keinen Grund für die Abwesenheit des Briten nannte.

Wie die Zeitung “The Times“ aber berichtete, sei Richardson kurz vor Beginn der Welttitelkämpfe wegen Rassismusvorwürfen aus dem Aufgebot genommen worden. Die Entscheidung von British Cycling stehe laut “The Times“ im Zusammenhang mit einer Untersuchung wegen entsprechenden Vorwürfen. Der Zeitung zufolge lägen ihr Belege vor, wonach Richardson sich diskriminierend über andere Radsportler geäußert und Witze gemacht habe, in denen das N-Wort vorkam.

In einer offiziellen Stellungnahme teilte der britische Radsportverband lediglich mit: “British Cycling bestätigt, dass Matt Richardson aus dem Aufgebot des Great Britain Cycling Team für die bevorstehende Tissot UCI-Bahnrad-WM 2026 in Shanghai, China, gestrichen wurde.“ 

Richardson selber hat sich bislang weder zur Entscheidung von British Cycling noch zu den Vorwürfen geäußert. Der Sprinter war jahrelang für Australien gestartet, entschied sich jedoch nach den Olympischen Spielen 2024 dazu, künftig für sein Geburtsland Großbritannien anzutreten.

Bei den Bahn-Europameisterschaften im Februar hatte Lavreysen im türkischen Konya gegen Richardson eine seiner seltenen Niederlagen einstecken und sich im Sprint mit der Silbermedaille zufrieden geben müssen. Es war das erste Mal seit 2019, dass der Niederländer bei internationalen Meisterschaften oder Olympischen Spielen nicht den Sprinttitel gewann.

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