Brand und andere Stars verzichten auf Middelkerke

Van Alphen nutzt bei der Superprestige ihre Chance

Von Kevin Kempf

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Aniek van Alphen (777) gewinnt in Middelkerke. | Foto: Cor Vos

05.11.2026  |  (rsn) - Aniek van Alphen (777) hat in Middelkerke den zweiten Lauf der Superprestige gewonnen. Am Donnerstagabend war sie im Flutlicht 12 Sekunden schneller als Europameisterin Inge van der Heijden (Crelan – Corendon), die das Trikot am Samstag verteidigen will. Sie ließ auf der Schlussrunde Denise Betsema (De Ceuster Bouwkranen), die Dritte wurde, hinter sich. Helene Clauzel (777) belegte vor Amandine Fouquenet (Pauwels Sauzen – Altez) den vierten Platz.

Nach dem Weltcupsieg in Flamanville in der Vorsaison und dem Triumph bei der Superprestige in Boom 2022 konnte van Alphen zum dritten Mal in einem Wertungscross jubeln. Außerdem war es ihr erster Saisonsieg. Ihre inzwischen sechs Einsätze beendete die Niederländerin nie schlechter als Position vier.

Das Rennen fand ohne unter anderem Superprestige-Auftaktsiegerin Lucinda Brand (Baloise – Het Poetsbureau Lions) und Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Premier Tech), die sich für ihr am Samstag stattfindendes EM-Rennen schonten, statt. So konnte die Weltranglistenerste ihre Spitzenposition im Klassement nicht verteidigen.

Die übernahm die Auftaktzweite van Alphen dank ihres Sieges. Die 27-Jährige liegt zwei Punkte vor van der Heijden und fünf vor Betsema. Brand weist als Siebte 14 Punkte Rückstand auf. Der dritte Lauf der Superprestige wird am 11. November beim Jaarmarktcross in Niel ausgetragen.

So lief die Superprestige Middelkerke:

Fouquenet wollte in Abwesenheit der Weltranglistenersten schnell klare Verhältnisse schaffen. Nach einer guten Passage durch den Sand löste sie sich vom Pulk und bei der ersten Zieldurchfahrt lag sie drei Sekunden vor van Alphen, die ihrerseits drei Sekunden Vorsprung auf die nächsten Verfolgerinnen hatte.

Die Niederländerin schloss die Lücke zur Französin und in ihrem Sog nahm sie fünf Konkurrentinnen mit. Denen eilte sie danach solo davon, doch van der Heijden fuhr das Loch mit Betsema und ihre Teamkollegin Clauzel am Hinterrad zu.

Eingangs der vierten von sieben Runden wiederholte van Alphen ihren Solo-Versuch. Betsema übernahm die Arbeit im Wind, rutschte aber in einer Kurve weg, wodurch der Vorsprung ihrer Landsfrau wieder größer wurde. Durch technische Fehler ihrer Begleiterinnen fand sich van der Heijden plötzlich allein in der Verfolgung wieder. Bei der nächsten Zielpassage lag sie aber zehn Sekunden hinter van Alphen.

Van der Heijden bekam wenig später wieder Gesellschaft von Clauzel und Betsema, wobei die Französin Probleme anmeldete. Sie musste die beiden Niederländerinnen fahren lassen. Die gingen mit 14 Sekunden Rückstand in den sechsten Umlauf. Als die Glocke für van Alphen geläutet wurde, dauerte es noch 16 Sekunden, bis ihre zwei Landsfrauen den Zielstrich passierten. Während die Spitzenreiterin anschließend ungefährdet zum Sieg fuhr, löste sich van der Heijden im Finale von Betsema, wodurch sie sich den zweiten Platz sicherte.

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