Bützche*, Bike und Bier

27.02.2006  |  Wenn die Narren das Zepter der Macht an Weiberfastnacht übernehmen, dann herrscht nicht nur in den Karnevalshochburgen Ausnahmenzustand. Allerorten wird reichlich gefeiert und getrunken. Statt auf Bus und Bahn zu setzen oder sich fürs Auto und gegen ein Bier zu entscheiden, schwingen sich immer mehr Narren aufs Rad, um zu den Festumzügen, Prunksitzungen und privaten Narrenpartys zu fahren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine langwierige Parkplatzsuche, keine Taxikosten und hohe Flexibilität. Doch wer denkt, dass diese Flexibilität bedeutet, ungezügelt Alkohol trinken zu dürfen, der irrt sich: Auch radelnde Alkoholsünder müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Sie können ebenfalls den Führerschein verlieren. Der Staat hat jedoch ein Herz für radelnde Narren, die Fahruntauglichkeits-Grenze liegt bei Radfahrern bei 1,7 Promille (beim Kraftfahrzeug bei 1,1). Im Zweifelsfall gilt: Wer zuviel getrunken hat, der sollte im eigenen Interesse den Drahtesel stehen lassen, denn wer in einen Unfall verwickelt ist, dessen Messlatte liegt bei 0,3 Promille, ungeachtet ob er Rad oder Auto fährt.

*= Karnevalsküsschen
JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
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