20./ 21. 8. - Nürburgring - 24 h - Jedermann-Rennen über 25, 75 und 150 Kilometer

Rad am Ring: in der Grünen Hölle

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Der Start des 24-h-Rennens 2010. | Foto: radamring.de

27.07.2011  |  (Ra/ CLS) - Wo das Jahr über, wie am vergangenen Wochenende bei der Formel 1, die Motoren heulen, stellen sich in gut drei Wochen rund 11 000 mutige Pedaleure dem Abenteuer Nürburgring-Nordschleife. Ob Rennrad oder Mountainbike, 24-Stunden- oder Jedermann-Rennen, ob Solo oder im Team – alle lockt der Ruf der Grünen Hölle. Den Asphalt, auf dem sonst PS-strotzende Renn-Boliden um Sekundenbruchteile kämpfen, mit eigener Muskelkraft zu erfahren, ist ein einzigartiges Erlebnis.

Auf rund 23 Kilometern führt die Strecke über den Grand-Prix-Kurs und die anschließende alte Rennstrecke, genannt Nordschleife. Die Fakten: 500 Höhenmeter, 72 Kurvenpassagen, Anstiege von bis zu 17 Prozent, und Abfahrten mit bis zu 100 Stundenkilometern.

Wer die Herausforderung Nordschleife auf sich nimmt, der wird reich belohnt. "Die Grüne Hölle ist einfach nur fantastische Action", staunte Oliver Scheel, der 2010 das erste Mal bei "Rad am Ring" an den Start ging, und von der Atmosphäre überwältigt war: "Die Einfahrt auf die Grand-Prix-Strecke ist der Wahnsinn. Auf bestem Asphalt fährt man an Tausenden Zuschauern vorbei. Unvergesslich."

Ein besonderes Highlight bietet sich den Fahrern des 24-Stunden-Rennens in der Nacht. Im Schein der eigenen Lichtanlage jagen die Akteure die steilen Abfahrten hinunter. "Was für ein Thrill", erinnert sich Wulf Wilde, der ebenfalls im vergangenen Jahr sein Ring-Debut feierte: "Man orientiert sich an den Rücklichtern der Vorderleute, die wie rote Laternen vor einem tanzen. Besonders sensible Stellen sind mit riesigen Flutlicht-Anlagen ausgeleuchtet."

Wer einmal das Gefühl erlebt hat, mit Vollgas in die Steilkurve einzufahren, den lässt der Mythos Nürburgring nicht mehr los. Trotz der beeindruckenden Eckdaten muss sich aber kein Teilnehmer vor der Strecke fürchten. Einsteiger und Enthusiasten sind jedoch gut beraten, dem Nürburgring mit Respekt zu begegnen.

Am Ende bleibt das überwältigende Gefühl, etwas Besonderes geschafft zu haben, und jeder Akteur darf sich mit Fug und Recht das Gütesiegel "Nordschleife-erprobt" aufdrücken.

Neben steilen Anstiegen und rasanten Abfahrten macht die Atmosphäre abseits der Strecke das Event zu einem Festival des Bike-Sports. Zelte von mehr als 3000 Aktiven und Fans verleihen "Rad am Ring" ein einzigartiges Flair; Live-Acts auf der Showbühne fehlen da natürlich nicht.

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