"German Cycling Cup"-Finale in Münster - Rennbericht

Bürstner-Dümo-Cycling: ein wirklich verrückter Tag...

Von Danny Förster

Foto zu dem Text "Bürstner-Dümo-Cycling: ein wirklich verrückter Tag..."
die "einzigartige, im GCC noch nie dagewesene Siegesfeier" | Foto: buerstner-duemo-cycling.de

04.10.2014  |  Es war ein wirklich verrückter Tag gestern, beim Saison-Finale des "German Cycling Cup" (GCC) in Münster: An Dramatik und Emotionen kaum zu überbieten, und damit ein Abschluss-Rennen, das irgendwie zur gesamten Saison 2014 passte.

Für unser Team war es das schwerste Jahr seit Bestehen.
In keiner Saison haben uns derart viele Defekte, krankheitsbedingte Ausfälle und einfach glücklose Momente beschäftigt, haben an den Nerven gezerrt, und uns als Team herausgefordert. Wir sind gute Rennen gefahren, und wurden dennoch wenig belohnt... Willkommen in der Welt des Radsports - der wohl sicherste Beweis für das hohe sportliche Niveau der Szene.

"Immer am Ball bleiben, Geduld bewahren, auf die eigenen Stärken vertrauen, und dann die Chancen nutzen" Das war zusammengefasst wohl die Mission für Bürstner-Dümo-Cycling in diesem Jahr. Danke, Lars (Trainer Wackernagel; d.Red.), für deine Geduld, deine Weitsicht und dein unglaubliches Coaching-Talent, mit dem du uns immer wieder aufgebaut und fokussiert hast.

Danke an alle Fahrer im Team, dass ihr nie aufgegeben habt,

immer drangeblieben seid, im Training konzentriert, im Rennen mit dem Herz in der Hand stets alle für unser Team auf Angriff... Das hat uns letztlich in beiden gelben Trikots an den Start des Münsterland Giro gebracht - und damit haben wir die Trikots dann auch verdient nach Hause geholt.

Das Rennen gestern war dramatisch, schnell - und war vor allem geprägt von einem Mann: Sandro Kühmel! Der GCC-Sieger der Jahre 2010, 2011 und 2012 schaffte es gestern durch einen brutalen Alleingang, das komplette Merkur-Druck-Team zur kraftraubenden Nachführ-Arbeit zu zwingen.

Als Sandro wieder eingeholt war, übernahmen
die anderen Bürstner-Dümo-Fahrer, und so wurde es ein permanentes, ultra-schnelles Katz-und-Maus-Spiel zwischen Bürstner-Dümo-Cycling und Merkur-Druck - symptomatisch für die ganze Saison.

Schließlich gelang es unserem "Ausreißer-König" Christian Müller mit den beiden starken Fahrern Paul Sicking (Lock8-Cycling-Team) und Christian Dengler (Merkur-Druck) einen kleinen Vorsprung herauszufahren. Unser "Mülli" hatte die Last der Tempo-Arbeit auf seinen Schultern, und wurde nur durch den eigentlich sprintstärksten der Gruppe, Paul Sicking, unterstützt.

Doch das Trio kam durch, und Sicking zeigte einmal mehr
seinen großen Sportsgeist, indem er nicht in den Sprint eingriff. "Mülli" wurde um wenige Zentimeter von Christian Dengler übersprintet, und wurde auf fast die gleiche Weise knapper Zweiter wie im letzten Jahr. Auch das ist Radsport...

Derweil lief im Hauptfeld noch einmal unser Sprintzug. Ab der Dreitausend- Meter-Marke fuhren die "gelben" Helme für ihren "Gelben" - und es lief noch einmal perfekt: Sandro Kühmel beschleunigte als letzter Mann derart, das Marek kaum noch vorbeikam. Der fünfte GCC-Gesamtsieg war perfekt!

Unsere "Gelb-Dame" Katharina Venjakob
hatte bis zum letzten Berg die Spitzengruppe halten können, und siegte damit souverän bei ihrem Heimrennen. Wieder sehr starke Leistung unserer kleinen Münsterländerin! Du bist echt groß geworden in diesem Jahr, Kathi! Und eine verdiente GCC-Meisterin.

Was danach folgte, war eine einzigartige, im GCC noch nie dagewesene Siegesfeier, die am Ende auch nicht mehr unter der Kontrolle der Organisatoren stattfand... Für alle, die dabei waren, ein einzigartiger Moment!

Übrigens: Wir hoffen, der kleinen Sängerin steht noch
eine große Karriere bevor. Und sorry, Frederike, für die spontane Background-Einlage... Jetzt lassen wir den Tag erst einmal sacken, freuen uns über unser erstes Double, und melden uns die Tage nochmal mit einem kleinen Saison-Rückblick.

Euer Danny,
Team Bürstner-Dümo-Cycling

Weiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößern

Weitere Jedermann-Nachrichten

04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl

Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa

02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium

227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes

30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream

(rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden

27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem

03.08.2026Team Strassacker: Vier Rennen - und viele Erfolge

Seit vielen Jahren zieht es das Team Strassacker traditionell Ende Juli in die "Grüne Hölle" der Eifel. Auf dem legendären Nürburgring starteten die Jungs des Teams dieses Jahr in unterschiedliche

30.07.2026Rad am Ring: Florian Christ triumphiert in der grünen Hölle

Meine Vorgabe als Team-Chef für das Rennen am Nürburgring war eindeutig: Individuelle Ziele werden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik gingen wir ins Rennen, denn das Ziel war: Am

27.07.20263Rides Gravel Winterberg: Zehn Stunden Vollgas auf Schotter

Drei Tage feinste Gravel-Action im Hochsauerland: Das 3Rides-Gravel-Etappen-Rennen lockte viele ambitionierte Radsportler/innen nach Winterberg, so auch das Team Strassacker. Auch wenn die anspruchsvo

07.07.2026Maratona dles Dolomites: Über sieben Pässe musst Du fahr´n...

Die Maratona dles Dolomites zählt seit vielen Jahren zu den prestigeträchtigsten Granfondos in Europa: 138 Kilometer, 4230 Höhenmeter, legendäre Dolomiten-Pässe wie Pordoi, Sella, Grödner Joch,

01.07.2026Granfondo Livigno: Teamwork auf den schönsten Alpenpässen

167 Kilometer, 4300 Höhenmeter und sieben Pässe – nur zwei Wochen nach dem für uns recht erfolgreichen SuperGiro Dolomiti folgte mit dem Granfondo Alé Livigno für neun Fahrer des Team VeloLease

30.06.2026Tour Transalp: Finale furioso am Lago

Die letzte Etappe der Tour Transalp führte uns von Lavarone nach Riva del Garda. Mit 85 Kilometern war sie etwas kürzer als die der vorherigen Tage, hatte mit rund 1850 Höhenmetern aber noch einmal

29.06.2026Gravel Vianden: Mit Knallgas an der Our

(rsn) - Gravel boomt - das sieht man auch in Vianden in Luxemburg: Das UCI Eislek Gravel Race zieht jedes Jahr mehr Starterinnen und Starter an. Am vergangenen Sonntag ging es auf einer 37-km-Runde mi

28.06.2026Tour Transalp: Zwei Zeitfahren auf einer Etappe

Die vorletzte Etappe der Transalp führte uns gestern von Semonzo nach Lavarone. Pünktlich um neun Uhr ging es auf die 126 Kilometer lange Strecke mit fast 2860 Höhenmetern - die mit einem besondere

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine