25./ 26. Juli - Nürburgring - Regensburg - Rennbericht

Bürstner-Dümo-Cycling: Rad am Arber - statt am Ring

Von Danny Förster

Foto zu dem Text "Bürstner-Dümo-Cycling: Rad am Arber - statt am Ring"
Die Jedermann-Top-Teams "Bürstner-Dümo", "Strassacker" und "Merkur Druck" friedlich vereint nach der 250-km-Arber-RTF... | Foto: Team Bürstner-Dümo-Cycling

28.07.2015  |  Die Sommerpause im "German Cycling Cup" (GCC) ist vorbei, es geht endlich wieder los – und das gleich richtig, mit dem wohl schwersten Rennen der Serie: auf dem Nürburgring.

Die "hochprozentigen" Runden
(bis zu 18 % Steigung) in der "grünen Hölle" liessen einige unserer Team-Fahrer schon ein wenig ins Grübeln kommen. Andere sind hochmotiviert und voller Tatendrang, der Konkurrenz endlich einmal berghoch so richtig auf den Zahn zu fühlen.

"Rad am Ring" ist mit 150 km und 3000 hm definitiv ein schweres, langes und deshalb auch ein wichtiges Rennen im Kampf um die Gesamtwertung des GCC. Bereits auf der Fahrt in die Eifel war es stürmisch. Die straffen Windböen spürte man auch in unserem Bürstner-Wohnmobil recht deutlich - und das, obwohl es als Dreiachser recht sicher auf der Straße liegt.

Wind spielt bei Radrennen eine große Rolle,
er verändert die Runden, macht sie taktischer, und schafft meistens mehr Optionen für den Wettkampf. Heute an diesem Tag in der Eifel aber leider nicht: Der Wind ist zu stark, und zu böig. Die Abfahrten auf der Rennstrecke sind steil, und in der Fuchsröhre bis zu 100 km/h schnell - bei Orkanböen in einem großen Fahrerfeld durchaus riskant…

Das Rennen wird erstmal um drei Stunden verschoben. Wir warten: Am Abend soll es besser werden. Auch die Starter des 24-h-Rennen müssen warten. Wir warten weiter, aber der Wind lässt nicht nach. Irgendwann entschließt sich die Rennleitung, das Rennen aus Sicherheitsgründen abzusagen.

Frust! Ärger! …im ersten Moment - aber auch Erleichterung,
und im tiefsten Inneren das Wissen, dass diese Entscheidung vernünftig und verantwortungsbewusst war. Nun müssen hunderte Hobby-Renner wieder hunderte Kilometer unverrichteter Dinge nach Hause fahren.

Dennoch sind wir uns einig: Es war die richtig. Aber jetzt? Noch ein Wochenende ohne Rennen, ohne dieses angenehme Ziehen in den Beinen? Geht gar nicht! Einer hat eine Idee: In Regensburg ist morgen Arber-Radmarathon, 3300 Höhenmeter auf 250 Kilometer.

Diese Idee konnte nur von einem kommen:
Unsere "Bergziege" Nino Ackermann. „Die Jungs von Merkur-Druck fahren da  auch hin“, wußte Nino. Gesagt, getan... Da keinem ernsthafte Gegen-Argumente einfielen, fanden wir uns kurz darauf auf der Autobahn Richtung Bayern wieder.

Das Hotel hatten wir ja Gott sei Dank dabei, denn der Start in Regensburg war bereits um sechs Uhr. Ein Radmarathon ist eigentlich ein Radrennen, nur viel länger. Und im Bayrischen Wald geht es auch noch, ganz nebenbei, ständig lange Berge hoch und runter.

Schnell war es trotzdem, von Anfang an:
Das Garmin zeigte unglaubliche Wattzahlen. Nach einiger Zeit stand eine gut 15 Mann starke Gruppe mit allen "Bürstner"- und "Merkur"-Fahrern - nun ja, fast allen. Nino sowie Christian Dengler und Stephan Räth von "Merkur Druck" war es dann noch zu langsam, und mit einem weiteren Fahrer setzten sie sich nach vorne ab.

Dann begannen die zahllosen Anstiege. Auch die, welche im Höhenprofil nicht zu sehen waren. Es war gut, in einer Gruppe zu fahren, und es hat wirklich Spaß gemacht mit den Merkur-Jungs. Der Spitzengruppe ging es wohl ebenso, denn sie wurden erst im Ziel wieder gesehen - mit einer halben Stunde Vorsprung!

Lokal-Matador Christian Dengler war als erster im Ziel,
dann kam unser Nino. Insgesamt war es ein schönes Alternativ-Programm zu "Rad am Ring". Auch wenn wir die Renn-Absage unter diesen Bedingungen verstanden haben: Schmerzhaft war sie für uns trotzdem - und zwar durchaus physisch, nach 3300 Höhenmetern…

Bis zum nächsten Mal,
Sport Frei!
Euer Danny,
Team Bürstner Dümo-Cycling

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