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Der erste große Massensturz im Sprint-Finale in Chalon-sur-Saone überschattet den Etappensieg-Hattrick von Tim Merlier.
Für Merlier war es derweil der dritte Etappensieg. Für Philipsen die x-te Niederlage. Da reicht es in diesem Jahr einfach nicht für ganz vorne. Pedersen wird am Ende noch Neunter. Damit verteidigt er Grün. Auch alle anderen Wertungstrikots bleiben bei ihren Besitzen. Morgen geht es so langsam in die Vogesen. Der Ballon d`Alsace wartet. Bis dahin!
Im Sturz hat es vor allem Gaviria erwischt. Das sieht hart nach Schlüsselbein aus. Auch Jonas Abrahamsen von Uno-X ist heftig angeschlagen. Und da gab es noch ein paar mehr, die eine Weile auf der Straße lagen.
Auf dem letzten Kilometer knallt es hinter der absoluten Spitze, als Fernando Gaviria die Kontrolle verliert. Es kommen aber einige Fahrer vorne durch. Unter ihnen auch Merlier! Und der gewinnt das Ding hier wieder! Vor Kooij, Philipsen, Girmay und Milan Fretin. Kanter wird Siebenter.
Die deutschen Sprinter sind im Moment allesamt gut positioniert, alle dabei. Ackermann wie Kanter und Bauhaus. Die scheinen die Lidl-Aktion gut verkraftet zu haben. Merlier hingegen ist recht weit hinten.
Jetzt formieren sich die Teams doch. Astana übernimmt das Kommando, auch Picnic - PostNL ist sehr präsent. Die Situation hat sich jetzt etwas entspannt.
Lidl, EF und auch Ineos sind die drei treibenden Kräfte zehn Kilometer vor dem Ziel. Es beruhigt sich einfach nicht. So wird sich hier kein Sprintzug finden. Und genau darum wird es gehen.
Jetzt ist Pedersen höchstpersönlich vorne und verlängert die Dauerattacke. Das Feld ist lang und wird auch etwas kleiner.
Auch den Klassementfahrern wird es jetzt hier ein bisschen zu heiß. Pogacar und Co. sind ganz vorne im Feld, um hier nichts anbrennen zu lassen. Kurz vor dem Feld macht weiter Simmons Druck, Romain Gregoire (Groupama - FDJ) mischt auch mit. Und auch nach der Welle beruhigt es sich nicht wirklich.
Alles wieder beisammen. Aber Lidl drückt weiter drauf. Gleich kommt die letzte Bergwertung. Die hoffen tatsächlich, hier den einen oder anderen Spriner aussortieren zu können, damit Pedersen im Finale ein bisschen weniger Konkurrenz hat.
Die Sache verfestigt sich für den Moment. Soudal - Quick-Step, vorne nicht vertreten, bolzt jetzt hinten richtig Tempo und bekommt ein wenig Unterstützung von Alpecin - Premier Tech.
Die erste Gruppe fliegt an Vesitroffer vorbei. Mir dabei sind Filippo Ganna (Netcompany - Ineos), Mauro Schmid, de anfangs schon mal attackierte, und auch Georg Steinhauser (EF Education - EasyPost). Aber auch ein paar Fahrer von Picnic - PostNL oder XDS - Astana, die nur stören wollen. Aber die Lücke geht erstmal auf 20 Sekunden auf. 14 Fahrer sind es.
Schon ist es passiert! Veistroffer ist noch nicht gestellt, aber Quinn Simmons (Lidl - Trek) drückt aufs Gas und reißt mal kurz das Feld auseinander. Teamkollege Vacek fährt weiter. . Knapp 20 Fahrer haben ein Loch, dann nochmal 20 Fahrer, dann wieder ein Loch. Und dann kommt das Hauptfeld.
Langsam scheint auch Veistroffer der Sprit auszugehen. 24 Sekunden hat er noch. Das Feld müsste also langsam nochmal bremsen, wenn sie nicht zu früh aufrollen wollen und damit nochmal neue Angreifer heraufbeschwören würden.
Er ist wieder allein. Veistroffer hat nun auch Costiou hinter sich gelassen und macht wieder sein eigenes Ding.
Jonas Vingegaard muss das Rad wechseln. Zwischenzeitlich hängt er mehr als eine halbe Minute hinter dem Feld. Aber mit zwei Helfern und den Autos aus dem Konvoi kommt er problemlos wieder zurück.
Caruso und Vercher nehmen raus, Veistroffer und Costiou machen weiter. Die Gruppe hat sich halbiert.
Caruso, der älteste Profi dieser Tour mit 38 Jahren, will seine Mitausreißer hier von seiner Erfahrung profitieren lassen. Er deutet an: Lasst uns langsamer fahren. Es sind nämlich weiter nur 40 Sekunden. Das Feld wird schon bremsen. Was hält Veistroffer davon? Nichts. Er attackiert.
Soudal - Quick-Step und NSN bestimmen jetzt das Tempo im Feld, 40 Sekunden fahren sie hinter der Spitze.
Der Regen hat sich erstmal wieder verzoegen, doch da hängt noch eine weitere Gewitterzelle im Weg rum, die nochmal für Feuchtigkeit sorgen könnte. Für die Fahrer war der letzte Schauer aber nicht wild, keine Frage. Beinahe eine willkommene Abkühlung.
Zweite Bergwertung, zweiter Punkt. Wieder für Veistroffer. Aber da gibt es auch kein Hauen und Stechen. Eine steht damit noch aus. Mehr ist sie aber auch nicht wert.
Regen! Wirklich wahr. Über den Fahrern kommt gerade eine ordentliche Husche runter. Soll aber nicht von allzu langer Dauer sein. Der Vorsprung derweil ist auf 50 Sekunden geschmolzen.
Bei noch 96 zu fahrenden Kilometern liegt die bisherige Durchschnittsgeschwindigkeit übrigens schon wieder bei knapp 50 km/h. Der wellige Teil des Tages beginnt jetzt, die erste Bergwertung ist auch schon durch. Den einen Punkt holte sich Veistroffer.
Jetzt ist es durch! 20 Punkte für Pedersen. Ohne die wäre es richtig eng geworden. Mit sieht es im grünen Klassement jetzt so aus:
1:30 Minuten hat die neue Spitze nun Vorsprung. Und Stand jetzt sieht es so aus, als würde Pedersen seine Punkte doch behalten können.
Vorne gibt es jetzt ein Spitzenquartett - und hinten am Jury-Auto Diskussion zwischen Pedersen und den Kommissaren. Scheint so, als hätten sie dem Dänen die Punkte gestrichen. Aber eine offizielle Info gibt es noch nicht.
Durch den Sprint ist Veistroffers Vorsprung auf etwas über eine Minute zusammengeschrumpft. Und er hat Verfolger bekommen. Damiano Caruso (Bahrain Victorious), Matteo Verchér (TotalEnergies) und Ewen Costiou (Groupama - FDJ United) sind ihm jetzt auf den Fersen.
Hinter Veistroffer baut sich der Lidl-Zug mit Vacek und Simmons auf. Am Hinterrad von Pedersen sind Girmay, Philipsen, Kater und auch Merlier. Pedersen fährt aus dieser Gruppe zwar als Erster über den Strich, aber der zieht aus der Mitte zur rechten Seite und nimmt seinen Konkurrenten damit die Bahn zu. Ob die Jury das durchgehen lässt, müssen wir erstmal abwarten.
???? Intermediate sprint @WeLoveCyclingFR ????
— Tour de France™ (@LeTour) July 16, 2026
Mads Pedersen comes 2nd behind Baptiste Veistroffer, but the sprint is under review.
Mads Pedersen passe en 2ème position derrière Baptiste Veistroffer, mais le sprint est en cours de vérification par le jury.#TDF2026 pic.twitter.com/E940jcqSKE
Der Zwischensprint ist nur noch acht Kilometer entfernt. Entsprechend sortiert sich jetzt langsam Lidl - Trek für Mads Pedersen vorne ein. Der will Grün gerne behalten. Und 2029 aufhören: Pedersen kündigt für Ende 2029 Karriereende an | radsport-news.com
Zwei Minuten bekommt Veistroffer heute vom Feld. Das ist zumindest ein bisschen mehr als bei seiner ersten Solofahrt auf der 5. Etappe. Aber sicher auch nicht das, was er sich erhofft hat.
”Glückspilz” Veistroffer fehlte nach Soloritt der Respekt des Feldes | radsport-news.com
Jetzt geben sie hinten Ruhe! Und vorne ist raus: Baptiste Veistroffer! Der arme Kerl muss hier wieder ganz allein ran.
???? “I didn’t even mean to end up on my own”
— Tour de France™ (@LeTour) July 16, 2026
????? Luckily for him, Baptiste Veistroffer can count on the camera motorbike to accompany him once again on his solo adventure.
???? "J'ai même pas fait exprès d'être tout seul"
????? Heureusement pour lui, Baptiste Veistroffer peut compter… pic.twitter.com/swEEZHVmfu
Die ersten 25 Kilometer sind absolviert. Immer noch ist keine Gruppe weg. Dabei haben sich mittlerweile auch große Namen wie kasper Asgreen (EF Education - EasyPost) oder Mauro Schmid (Jayco - AlUla) versucht.
Das Quartett kommt nicht weg. Eine neue Fünfergruppe übernimmt. Mit Baptiste Veistroffer und Liam Slock für Lotto und Marco Haller für Tudor. Aber auch das ist schnell wieder vorbei.
Vier Mann, Michel Heßmann (Movistar), Mike Teunissen (XDS - Astana), Thibault Guernalec (TotalEnergies) und Xabier Azparren (TotalEnergies), haben jetzt eine Lücke, die aber noch im einstelligen Sekundenbereich liegt. Die Sache ist noch nicht durch.
Noch ist nichts passiert. Lotto und Pinarello sind hier besonders bemüht, eine Lücke zu reißen, aber da geht gerade noch gar nichts.
Alle 174 Fahrer, die gestern ins Ziel kamen, sind heute auch wieder am Start. Damit also auch Georg Zimmermann (Lotto - Intermarché), der gestern in der Verpflegungszone gestürzt war. Allerdings waren acht Stiche am Kinn nötig, um die größte Wunde zu nähen:https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_146150.htm
Langsame Starts gibt es bei dieser Tour nicht. Das ist auch heute nicht anders. Erstaunlicherweise gibt es viele Interessenten für die Gruppe, was die Sache hier noch ein wenig schneller macht.
Der Streckenrekord von Michael Schuhmacher blieb unangetastet. Das Feld ist unter vom Kurs und nimmt jetzt die öffentlichen Straßen in Angriff. Die erste Attacke sitzt nicht gleich.
Die Fahrer nehmen die Startaufstellung ein und das wirkt schon fast wie bei der MotoGP jetzt: Die Stars in der ersten Reihe und neben jedem steht eine Dame mit schützendem Schirm gegen die sengende Sonne.
Auch heute ist wieder eine ziemlich lange Neutralisierung vor dem scharfen Start, es geht 5,5 Kilometer in ruhiger Fahrt entlang - das werden tolle Bilder auf der Rennstrecke! Die Fahrer machen sich bereit für den Start, überall wird eifrig mit Eis gekühlt und bis zuletzt die Körpertemperatur möglichst niedrig gehalten.
Der Blick aufs Wetter heute: Bei über 30 Grad wird gleich auf der F1-Strecke gestartet und es bleibt den ganzen Tag über heiß - allerdings könnte es auf dem Weg zum Ziel heute Gewitter geben, das würde das Finale hektischer und gefährlicher machen.
Eine andere Gefahr scheint hingegen gebannt: Der Wind weht zu schwach, als das es auf den langen, ausgesetzten Geraden heute zu Windkanten kommen sollte.
Besondere Erinnerungen an den Start in Magny-Cours hat auch John Degenkolb: Er gewann einst 2014 die Ankunft von Paris - Nizza auf der Rennstrecke und übernahm damit auch das Gelbe Trikot. Es war sein einziger Tagessieg beim "Rennen zur Sonne" in seiner Karriere bislang.
Der Kurs heute führt das Feld 179,1 Kilometer nach Osten durch Zentralfrankreich. Es geht los an der Motorsport-Rennstrecke von Mangy-Cours bei Nevers, wo die Rundfahrt Paris - Nizza schon mehrfach zu Gast war, zuletzt mit einem Mannschaftszeitfahren 2025.
Auf langen Geraden wird das Terrain nach dem flachen ersten Renndrittel welliger, die drei Bergwertungen der 4. Kategorie sind längst nicht die einzigen Anstiege unterwegs. So kommen letztlich doch 1800 Höhenmeter zusammen, auch wenn der höchste Punkt des Tages nur bei 427 Metern liegt.
Herzlich willkommen zur 12. Etappe der Tour de France 2026!
Heute bekommen die Topsprinter nochmals eine Chance, um sich vor den nächsten Bergetappen ein weiteres Duell zu liefern. Tim Merlier kann Revanche für seinen verpatzten Auftritt gestern nehmen, Jasper Philipsen erhält eine weitere Möglichkeit, endlich zu seinem ersten Sieg bei dieser Tour zu kommen. Und auch Max Kanter hofft darauf, ganz vorne zu landen.
Der Kurs weist kaum Schwierigkeiten auf, es dürfte wie gestern wieder sehr schnell werden.Wir sind hier ab 13:40 Uhr im Liveticker hautnah für Euch am Renngeschehen dabei!