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08.03.2026 | (rsn) – Zwei Tage nach der Strade Bianche (1.UWT) und einen Tag nach Paris-Nizza (2.UWT) startet die 61. Auflage von Tirreno-Adriatico (2.UWT) mit einem Einzelzeitfahren in Lido di Camaiore – und für Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) wird es Zeit, sich auch ins Radsport-Geschehen zu stürzen. Der Slowene gibt in Italien seinen Saisoneinstand und wird in einem stark besetzten Aufgebot flankiert von Giulio Pellizzari und Jai Hindley, der ebenfalls erstmals in diesem Jahr in den Rennsattel steigt.
Und so finden sich die Raublinger in der Favoritenliste ganz weit oben wieder. Eine ähnlich starke Mannschaft kann nur UAE – Emirates – XRG aufbieten, auch wenn Tadej Pogacar nach seinem vierten Strade-Triumph die Beine erstmal wieder hoch nimmt. Dafür ist sein Kronprinz Isaac Del Toro dabei, der in Siena gerade Dritter wurde. Sowohl dort als auch bei Tirreno-Adriatico ist der Schweizer Jan Christen dabei, der sich seit Wochen in Topform befindet. Mit dem Österreicher Felix Großschartner sowie dem Franzosen Benoit Cosnefroy und dem US-Amerikaner Kevin Vermaerke ist die zweite UAE-Reihe ebenfalls stark aufgestellt.
So werden es andere Teams schwer haben, sich in den Kampf um den Sieg erfolgreich einzumischen. Dabei haben auch die teilweise ihre erste Garde geschickt. Ineos muss allerdings auf den verletzten Egan Bernal verzichten, weshalb die Hoffnungen der Briten auf Thymen Arensmann ruhen. Bahrain Victorious schickt Antonio Tiberi, Santiago Buitrago und Pello Bilbao nach Italien. Auch EF Education – EasyPost hat mit Ben Healy und Richard Carapaz ein starkes Duo nominiert, wobei der Ecuadorianer in den letzten Jahren immer ein chronischer Spätstarter war und der Ire so vermutlich die alleinige Kapitänsrolle übernehmen wird.
So wird es bei Visma – Lease a Bike Matte Jorgenson ergehen, obwohl ihm Wout van Aert zur Seite steht. Dem Belgier fehlen noch ein paar Prozentpunkte, die er sich für Mailand-Sanremo bei Tirreno holen will. Für das Klassement kommt er aber nicht in Frage. Auch Ilan Van Wilder (Soudal – Quick-Step) und Lennert Van Eetvelt (Lotto – Intermarché) werden bergauf auf sich allein gestellt sein.
Drei Chancen werden die Sprinter bekommen, aber Selbstläufer sind die jeweiligen Ankünfte nicht. Trotzdem werden sich in Lido di Camaiore auch viele schnelle Männer auf die Zeitfahrboliden setzen. Allen voran sind die Namen Jonathan Milan (Lidl – Trek) und Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) zu nennen. Während der Italiener allerdings schon fünf Saisonsiege auf dem Konto hat, wartet der Belgier noch auf seinen ersten Erfolg.
So könnte auch Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) in das Duell der beiden Sprintstars eingreifen. Der 21-jährige Franzose kam 2026 schon zweimal als Erster ins Ziel und will sich beim "Rennen zwischen den beiden Meeren" den letzten Feinschliff für seine Sanremo-Premiere holen. Jeweils zwei Jahre jünger als Magnier sind Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché), Pavel Bittner (Picnic – PostNL) und Tobias Lund Andresen (Decathlon – CMA CGM).
Während der Belgier nach seinem starken Saisonfinale 2025 wieder hinterherfährt, verkehrt der Däne in der besten Form seiner noch kurzen Karriere, was in Australien in zwei Siegen resultierte. Auf solche Erfolge müssen sowohl der Tscheche Bittner als auch der Niederländer Danny van Poppel (Red Bull – Bora – hansgrohe) dieses Jahr noch warten.
Mit Max Walscheind (Lidl – Trek) und John Degenkolb (Picnic – PostNL) stehen nur zwei Deutsche auf der vorläufigen Startliste. Beide werden in den Sprintzügen Helferaufgaben übernehmen, Walscheid für Milan und Degenkolb für Bittner. Neben Großschartner vertreten noch Michael Gogl (Alpecin – Premier Tech) und Gregor Mühlberger (Decathlon – CMA CGM) die österreichischen Farben.
Neben Christen ist Silvan Dillier (Alpecin – Premier Tech) aktuell der einzige gemeldete Schweizer, wobei die beiden heimischen Teams Pinarello – Q36.5 und Tudor zusammen erst insgesamt vier Fahrer nominiert haben. Luxemburger sucht man vergeblich und die deutschsprachigen Belgier werden bei Tirreno-Adriatico von Tim Rex (Visma - Lease a Bike) vertreten.
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