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30.11.2025 | (rsn) – 56 Frauen haben mit dem neuen, für beide Geschlechter einheitlichen Punktesystem den Sprung in die RSN-Jahresrangliste 2025 geschafft. Wir stellen sie alle in den letzten Wochen des Jahres vor – und analog zu den Männern rund die Hälfte der Platzierten jeweils mit einem eigenen Text, die Anderen zusammengefasst in kurzen Absätzen.
Im zweiten Teil blicken wir auf die Plätze 40 bis 47 mit Club- sowie KT-Fahrerinnen aus allen vier für unsere Rangliste relevanten, deutschsprachigen Ländern.
40. Léa Stern (KDM - Pack), 5,25 Punkte
Mit ihrem UCI-Karrierestart direkt bei einem WorldTour-Team war die Schweizerin 2022 offensichtlich überfordert: Léa Stern stieg bei fast allen Rennen vorzeitig aus. In drei Jahren auf KT- und Club-Level hat sich die inzwischen 24-Jährige nun aber schrittweise entwickelt und so gewann sie 2025 drei nationale Kurz-Rundfahrten in Frankreich und in Oberschwaben in Deutschland. Aber auch auf UCI-Level punktete sie erstmals außerhalb der Schweiz: Stern wurde im Mai Sechste und Zehnte der tschechischen Rundfahrten Gracia (2.2) und Tour de Feminin (2.2). Außerdem war sie Sechste der Schweizer Straßen- und Fünfte der Zeitfahrmeisterschaften und sammelte auch im April bei einem mehrwöchigen Ausflug nach El Salvador als Zehnte beim GP Surf City (1.1) noch Punkte fürs RSN-Ranking und auch die Weltrangliste ein.
41. Karoline Goldschmidt (LKT Team), 4 Punkte
Ein Sieg beim GP der Südlichen Weinstraße, der für die Frauen im Gegensatz zu den Männern nicht zur Bundesliga zählte, sowie der Gewinn des Bergtrikots bei der tschechischen UCI-Rundfahrt Tour de Feminin (2.2) im Mai markieren das zweite Jahr von Karoline Goldschmidt auf KT-Level. Die 25-Jährige fuhr 2025 wie bereits 2024 für das LKT Team und präsentierte sich insgesamt stark: Bei der Gracia (2.2) fuhr Goldschmidt auf Gesamtrang zwölf, zwei Wochen später errang sie mit auf allen drei Etappen aktiver Fahrweise besagtes Bergtrikot bei der zweiten tschechischen Rundfahrt. Bei den Deutschen Meisterschaften in der Pfalz wurde Goldschmidt Achte im Zeitfahren sowie Zehnte im Straßenrennen und gehörte an beiden Tagen zu den drei Besten unterhalb der Profiriege.
41. Lea Huber (Nexetis), 4 Punkte
Mit dem Mountainbike gehört die 21-Jährige bereits zur U23-Weltspitze, wurde in diesem Jahr beispielsweise WM-Sechste im Cross-Country. Auf der Straße ist Lea Huber nicht ganz so viel unterwegs, 2025 dank des neuen, von Swiss Cycling querfinanzierten Nachwuchs-Förderteams Nexetis aber mehr denn je. Auch dort nahm sie an der WM in Kigali teil und kam auf Platz 21. Außerdem wurde Huber 24. der WorldTour-Rundfahrt Tour de Romandie Féminin und Siebte der Schweizer Elite-Meisterschaften im Straßenrennen. Ihre Punkte fürs RSN-Jahresranking ergatterte sie aber als Zweite der Schweizer U23-Zeitfahr- und Dritte der Schweizer U23-Straßenmeisterschaften.
41. Nele Laing (LKT Team), 4 Punkte
Nach dem Aus des Teams Maxx-Solar – Rose hat sich Nele Laing für 2025 dem LKT Team angeschlossen und war somit weiter auf KT-Level unterwegs. Die 26-Jährige bestritt mehr UCI-Renntage als zuvor – 17 auf der Straße plus fünf Gravel-Events – und fuhr neben Deutschland auch in Südafrika, Belgien, Frankreich, Tschechien, Norwegen, Spanien sowie der Niederlande Rennen. Ihre vier Punkte für die RSN-Jahresrangliste sammelte sie als jeweils Neunte beim GP Chambéry (1.1) und der Deutschen Straßenmeisterschaft. Zeigen konnte sie sich aber auch bei der Katalonien-Rundfahrt (2.1), wo sie bei der von Demi Vollering gewonnenen Bergankunft am Coll de Pal 19. wurde. Wie Goldschmidt wird auch Laing 2026 nicht mehr zum LKT-Kader gehören. Wo genau es weitergeht, ist noch nicht öffentlich.
41. Katharina Palm (Embrace The World), 4 Punkte
2023 schrammte sie in Bad Dürrheim nur um eine Sekunde am Deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren vorbei, im damaligen September wurde in dieser Disziplin EM-Elfte. 2024 dann verlief nicht ganz so glücklich für Katharina Fox und am Jahresende ging ihr Team Maxx-Solar – Rose zu Bruch. Für 2025 nun verlegte die 29-Jährige ihren Fokus etwas, war im Trikot des Club-Teams Embrace The World unterwegs und fand mit weniger Renneinsätzen wieder mehr Aufwind. Auf nationaler Ebene gelangen Siege, etwa beim zur Bundesliga gehörenden Zeitfahren des RiderMan und bei der Zeitfahr-DM fehlten als Vierte nur vier Sekunden zum Podium. Später im Jahr dann heiratete 'Foxi' und heißt deshalb nun Palm.
45. Belinda Holzer (Union Raiffeisen Radteam Tirol), 3 Punkte
Ihr zweites Jahr beim Radteam Tirol ist für die 25-jährige Österreicherin zu einem vollen Erfolg geworden – und der zeigt sich in der RSN-Rangliste gar nicht: Belinda Holzer fuhr beim prestigeträchtigen Ötztaler Radmarathon auf den dritten Platz – ein riesiger Erfolg in einem Sommer der Top-Form, in dem sie auch bei diversen nationalen Rennen einstellige Ergebnisse einfuhr und Gesamtfünfte der österreichischen Rad-Bundesliga wurde. UCI-Punkte und auch ihre drei Zähler für unser Ranking gab es am 12. Juli in der Slowakei, beim Respect Ladies Race (1.2), wo Holzer als beste Vertreterin ihres Teams Fünfte wurde.
45. Selma Lantzsch (Spar – CTO Women), 3 Punkte
Nachdem sie 2023 bereits mit 20 Jahren Deutsche U23-Meisterin und auch 2024 noch für Maxx-Solar – Rose unterwegs gewesen war, schloss sich Selma Lantzsch für 2025 dem neuen Schweizer Club-Team Spar CTO Women an. Dort war sie vor allem bei nationalen Rennen unterwegs – wenn auch in mehreren Ländern wie der Schweiz, Österreich, Deutschland und Frankreich. Im Sommer erreichte sie Top-Form und wurde Zweite bei den Deutschen U23-Meisterschaften sowie eine Woche zuvor 13. der Elite-DM. Außerdem gab es EM-Silber mit dem deutschen Verfolgungsvierer der U23 auf der Bahn und schließlich die Nominierung zur Straßen-WM in Ruanda. Dort beeindruckte Lantzsch mit einem starken Straßenrennen, wo sie sich immer weit vorne aufhielt und bis zum Schluss um Rang 12 kämpfte, ehe es schließlich zu Platz 19 reichte.
45. Gwen Nothum (Belco - Van Eyck), 3 Punkte
Gerade erst aus der Juniorenklasse entwachsen, ist Gwen Nothum mit ihren 19 Jahren die Jüngste, die es in unser Ranking geschafft hat: Sie war 2023 und 2024 Luxemburgs Junioren-Meisterin sowohl im Einzelzeitfahren als auch im Straßenrennen sowie 2024 im Cross. Für ihr erstes Jahr Elite-Jahr schloss sie sich dem belgischen Club-Team Belco – Van Eyck an und fuhr gleich zu Saisonbeginn beim nationalen Rennen Brüssel-Opwijk, das Helena Bieber gewann, auf Platz drei. Im Sommer bestritt sie ihre erste Tour de l'Avenir, wurde dann mit zur WM nach Kigali genommen. Dort belegte Nothum den 17. Platz im U23-Zeitfahren, konnte das Straßenrennen aber nicht beenden und reiste dann direkt weiter zur EM nach Frankreich. Dort war Nothum Teil der Mixed-Staffel Luxemburgs und fuhr mit dem Team auf Platz fünf sowie zu ihren drei RSN-Ranglistenpunkten.