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07.07.2026 | Die Maratona dles Dolomites zählt seit vielen Jahren zu den prestigeträchtigsten Granfondos in Europa: 138 Kilometer, 4230 Höhenmeter, legendäre Dolomiten-Pässe wie Pordoi, Sella, Grödner Joch, Campolongo (zweimal), Giau und Valparola machten auch die diesjährige Austragung zu einer echten Herausforderung.
Das Team Velolease stellte sich dieser Aufgabe mit fünf Fahrern. Die Bedingungen verlangten den Athleten alles ab: Kühle Temperaturen am Start und deutlich wärmeres Wetter im Rennverlauf erschwerten die optimale Renneinteilung. Umso größer war die Freude über das geschlossene Mannschaftsergebnis, das einmal mehr den starken Team-Geist und die hervorragende Vorbereitung widerspiegelte.
Aber der Reihe nach: Bereits in den frühen Morgenstunden fiel in La Villa im Alta Badia der Startschuss. Während André Reinlein dank seines Vorjahresergebnisses aus dem ersten Startblock ins Rennen gehen konnte, mussten Florian Christ, Ronny Stober, Marius Schulte-Hullern und ich (Quirin Raubinger) im zweiten Startblock antreten. Der daraus resultierende Rückstand von rund zwei Minuten auf die Spitze stellte bei einem derart hochklassig besetzten Rennen einen erheblichen Nachteil dar.
Am Campolongo zur Spitzengruppe
Von Beginn an wurde ein sehr hohes Tempo angeschlagen. Ich konnte mich gut im zweiten Startblock positionieren und bereits an der ersten Auffahrt zum Campolongo zur Spitzengruppe aufschließen. Florian Christ, Ronny Stober und Marius Schulte-Hullern starteten weiter hinten im Feld und mussten sich zunächst durch mehrere hundert Teilnehmer nach vorne arbeiten. Den Anschluss an die Spitze konnten sie dadurch - trotz starker Leistungen - nicht mehr herstellen.
Auch über den Pordoi-Pass behauptete ich mich in der Führungsgruppe. André Reinlein musste nach einer Tempoverschärfung zwar abreißen lassen, fand sich jedoch schnell in einer starken Verfolgergruppe wieder. Florian Christ setzte auf seine bewährte Rennstrategie und fuhr ein gleichmäßiges, kontrolliertes Tempo, mit dem er sich kontinuierlich Position um Position nach vorne arbeitete.
Im weiteren Rennverlauf etablierte ich mich in der ersten größeren Verfolgergruppe. Gemeinsam kämpften wir uns über den anspruchsvollen Passo Giau und trotzten anschließend dem starken Gegenwind am Passo Valparola. In der Schlussabfahrt gelang es mir, mich gemeinsam mit zwei weiteren Fahrern abzusetzen. Wir harmonierten hervorragend und brachten den Vorsprung bis ins Ziel nach Corvara.
Hohes Tempo am Passo Giau
Auch für Florian Christ zahlte sich seine kluge Renneinteilung aus. Mit konstant hohem Tempo schloss er zunächst zur Gruppe der späteren Sieger auf und erreichte am Passo Giau schließlich die Gruppe um André Reinlein. Wenig später konnte Florian sich sogar von dieser Gruppe lösen und das Rennen auf einem starken 21. Gesamtrang beenden.
Ronny Stober und Marius Schulte-Hullern zeigten ebenfalls überzeugende Leistungen. Beide meisterten die sieben Pässe souverän und erreichten ihre persönlichen Saison-Ziele. Besonders groß war die Freude bei Ronny: Nach mehreren Anläufen gelang ihm erstmals eine Zeit von unter 5:20 Stunden – und damit die Qualifikation für den ersten Startblock der Maratona im kommenden Jahr.
Mit Rang elf im Gesamtklassement und Platz drei seiner Altersklasse holte ich das beste Ergebnis des Teams. Florian Christ belegte einen starken 21. Gesamtrang sowie Platz sieben seiner Altersklasse. André Reinlein folgte auf Gesamtrang 26 und wurde ebenfalls Siebter seiner Altersklasse. Ronny Stober erreichte Rang 95, in seiner Altersklasse 15., Marius Schulte-Hullern belegte Gesamtrang 150 (AK 36).
Für ein besonderes Ausrufezeichen sorgte das Team Velolease zudem in der Nationen-Wertung: Die drei bestplatzierten deutschen Fahrer der Maratona kamen alle aus den Reihen des Teams Velolease - ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsstärke des Siegerländer Radmarathon-Teams auf internationalem Niveau. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Partnern, Sponsoren und Unterstützern, die diese Erfolge möglich machen.
Quirin Raubinger ist Fahrer im Team VeloLease.
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