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16.10.2026 | (rsn) – Mick van Dijke (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat auf der 3. Etappe der Eneco Tour (2.1) seinen ersten Sieg als Profi gefeiert. Nach 110 Kilometern von Sittard nach Watersley war er auf dem Zielhügel im Zweiersprint schneller als Victor Campenaerts (Visma – Lease a Bike), der das Führungstrikot übernahm. Mit neun Sekunden Rückstand wurde Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché) Dritter vor Pierre Thiery (TotalEnergies) und Wessel Mouris (Unibet – Rose Rockets).
Der Mann in Rot, Jakob Söderqvist , und seine Lidl-Trek-Mannschaft wurde auf dem kurzen Teilstück mit mehreren kleinen Hügeln von der angriffslustigen Konkurrenz fachkundig auseinander genommen. Der Schwede erreichte das Ziel mit 1:34 Minuten Rückstand.
“Ich warte hier schon fünfeinhalb Jahre drauf“, sagte van Dijke im Ziel-Interview. 2021 hatte er als U23-Fahrer bei der Kreiz Breiz (2.2) einen Etappenerfolg errungen, seitdem wartete er auf den nächsten Profisieg. “Gestern habe ich im Zeitfahren rausgenommen, sodass ich nicht mehr vorn im Klassement dabei bin. Ich hoffte, daraus in den nächsten Tagen einen Vorteil erzielen zu können. Und der Tag war heute schon“, freute sich der Niederländer.
Mit Campenaerts bestimmte der Red-Bull-Fahrer das Finale. Auf den letzten zehn Kilometern gab es dann einen Handschlag zwischen den beiden. Ob da ein Deal geschlossen wurde - der Belgier die Führung und der Niederländer den Tagessieg – wurde van Dijke gefragt. Der kratzte sich im Nacken und lächelte. “Nein. Wir sind gute Freunde“, antwortete er nach einer kurzen Denkpause. “Campi fuhr die das GC, ich durfte deswegen nicht mitfahren. Das habe ich ihm gesagt. Ich habe ihm dann doch ein wenig geholfen und er hat die meiste Arbeit gemacht. Am Ende ist er voll gefahren und ich auch“, so der 26-Jährige.
Das Streckenprofil der 3. Etappe der Eneco Tour | Foto: Veranstalter
Rutsch, Jesse Kramer (Beat – Saxo), Rick Ottema (EEW – VDK) und Thierry lösten sich 73 Kilometer vor dem Ziel. Van Dijke, Campenaerts und Hartthijs de Vries (Unibet – Rose Rockets) fuhren mit noch 36 zu fahrenden Kilometern zu diesem Quartett auf. Lidl – Trek hatte derweil den Großteil seiner Helfer verbraucht und sogar der Gesamtführende, musste zwischenzeitlich in den Wind.
Als Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) am Schatsberg voll durchzog, geriet der Schwede in Schwierigkeiten. Das Feld brach an mehreren Stellen, rund 40 Fahrer – inklusive Söderqvist – kamen aber doch wieder zusammen. Mit noch 25 zu fahrenden Kilometern war für Ottema und Kramer vorn am Windraak Schluss. Auch Rutsch und de Vries musste kurz danach an der Steigung hinauf zur Zielgerade passen.
Das gleiche Schicksal widerfuhr dort auch Söderqvist, wodurch Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step) die virtuelle Führung übernahm. Thierry wurde von seinen beiden Begleitern vorn 18 Kilometer vor dem Ziel abgeschüttelt, während der Mann in Rot im Flachen wieder an seine direkten Konkurrenten heranfuhr. Da inzwischen aber Wessel Mouris enteilt und zu Rutsch und de Vries aufgefahren war, befand er sich weiter in der Defensive. Aus der wurde ihm von Visma geholfen, obwohl Campenaerts ganz vorn fuhr.
Am Schatsberg eingangs der letzten 6 Kilometer schüttelte Laporte Söderqvist ein weiteres Mal aus seiner Gruppe. Campenaerts und van Dijke erzielten derweil vor dem Kameras per Handschlag eine Einigung über die Verteilung der Beute. Vier Kilometer vor dem Schluss hatte de Vries seine Arbeit getan und Mouris musste mit Rusch und Thierry am Hinterrad allein weiterfahren. Campenaerts zog wenig später den Zielhügel von vorn mit Volldampf hinauf, van Dijke sprintete ihn danach problemlos ab. Aus der Verfolgergruppe war Rutsch der Beste.
Im Klassement liegt Campenaerts nun 15 Sekunden vor Wessel Mouris und derer 30 vor dem Tagesneunten Finn Fisher-Black (Red Bull – Bora – hansgrohe). Söderqvist behauptete die Spitzenposition in der Punktewertung und der Tageszehnte Steffen De Schuyteneer (Lotto – Intermarché) übernahm das Trikot des besten Nachwuchsfahrers von Michiel Mouris (Red Bull – Bora – hansgrohe).
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